Dienstag, 17. Oktober 2017

{Lifestyle} Das sparsame Geschlecht oder der kleine Unterschied in unserer Geldbörse

Wie gerne stecken wir doch Dinge in Schubladen. Manchmal aber nicht nur diese, sondern deren BesitzerInnen gleich mit dazu. Schon alleine die Bezeichnung starkes/schwaches Geschlecht macht klar, wie wir einander kategorisieren und dies oft ohne Raum für den fließenden Übergang zwischen zwei Charakterisierungen. Da ist der eine definitiv Jäger und die andere auf jeden Fall Sammlerin, der eine ist knausrig und die andere allzu spendabel. So unsinnig es ist, Mann und Frau eine bestimmte Rolle zuzuschreiben, ist es dennoch eine interessante Frage - gibt es tatsächlich ein sparsames Geschlecht?

Ohne eine repräsentative Umfrage zu dem Thema gemacht zu haben, kann ich jetzt verständlicherweise nur auf mein eigenes soziales Umfeld blicken. Da gibt es jene, die Geld mit Konfetti verwechseln und solche, bei denen Kredite zum guten Ton gehören. Auf der anderen Seite finden sich jene, die im permanenten Kreislauf des Münzen und Scheine Umdrehens gefangen sind und solche, denen sogar ich, die Sparmeisterin par excellence, zureden muss, sich ab und zu mal was zu gönnen. Zwischen diesen Extremen finden sich noch verschiedenste andere Varianten, wie mit Geld umgegangen wird. Ein geschlechtsspezifisches Muster kann ich allerdings nicht feststellen, noch nicht einmal eine Tendenz. Ob das reiner Zufall oder doch eher ein Indiz dafür ist, dass andere Faktoren als biologische für unsere Einstellung zum lieben Geld zuständig sind?

snowing via Freepik

Schenkt man diversen im Internet (und sicherlich auch Zeitschriften) publizierten Artikeln Glauben, sind es die Männer, die sich scheinbar weitaus mehr durch ihre Sparsamkeit auszeichnen als Frauen. Wenn eine solche Feststellung von einem Bankinstitut getroffen wird, das nichts anderes vergleicht, als die Geldhöhe, welche Mann oder Frau monatlich auf ein Sparbuch legen, ist rasch klar, dass da einige weitaus gewichtigere Faktoren außer Acht gelassen wurden. Einerseits verdienen Männer im Durchschnitt noch immer mehr als Frauen, weshalb ihnen entsprechend mehr Geld zum Sparen zur Verfügung steht. Andererseits sagt die Höhe der Sparsumme nicht viel darüber aus, wie viel oder wenig im Alltag ausgegeben wird und nach Abzug dieser Ausgaben überhaupt angelegt oder investiert werden kann.

Gehen wir von der Prämisse aus, dass Männer zumindest bei der Geldanlage mehr "sparen", sagt dies noch nichts über den grundsätzlichen Umgang mit Geld aus. Sparsamkeit oder auch Geiz zeigen sich erst im Alltagsleben, sei es beim Trinkgeld geben oder überhaupt im Konsumverhalten. Sind denn tatsächlich Frauen zum Shopaholic prädestiniert, nur weil Männer eine prinzipielle Abneigung gegen Einkaufsbummel zu haben scheinen? Vielleicht ist es nur der langwierigeweilige Prozess des durch die Geschäfte Pilgerns, der einen Mann zum Einkaufsmuffel macht. Dies bedeutet allerdings noch lange nicht, dass er deshalb nie Geld ausgibt, es geschieht schlichtweg nur auf andere Weise.

Im Grunde sind zwei Faktoren für unseren Umgang mit Geld zuständig - unsere Erfahrungen und unsere Einstellung. Ob wir diese als Mann oder Frau gemacht bzw errungen haben, ist dabei zweitrangig. Viel wichtiger, selbstverständlich neben Fixpunkten wie der Höhe des Einkommens und familiären Verpflichtungen, ist was wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben und wie wir dies umsetzen. Bereits in unserer Kindheit bekommen wir sehr viel über Geld und seine Wertigkeit mit auf den Weg. Dies prägt folglich unsere Zukunft, wobei aber keineswegs jene, die in ihrer Kindheit Armut kannten, als Erwachsene automatisch sparsamer sind oder jene, die ihre Kindheit in Saus und Braus verbrachten, weiterhin auf finanziell großem Fuß leben. Unsere Erfahrungen sind das Fundament, auf der unsere Einstellung aufbaut, was wird daraus machen ist sowohl Mann als auch Frau selbst überlassen.

Welches Geschlecht ist deiner Meinung nach sparsamer? Glaubst du, dass nur Frauen Shopaholics sein können oder durchaus auch Männer?

Sonntag, 15. Oktober 2017

{Win} Gewinnspielseiten für ganze Kerle


Hier geht es vornehmlich um Männersachen, aber Frauen dürfen bei diesen Gewinnspielen natürlich genauso mitmachen!

Ajoure Men

Cool Dad

Der neue Mann

GQ

Playboy

Wiener

Zur Info: Auf manchen der angeführten Seiten muss man sich (kostenfrei!) registrieren bzw ein Profil anlegen. Alle Gewinnspiele sind laut Teilnahmebedingungen bzw Teilnahmeformular für Österreich offen!

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Oktober 2017)

Samstag, 14. Oktober 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


Voller Tatendrang ging es nach dem doch eher bescheidenen und quälend langsamen textilen Ausmistverfahren des Frühsommers weiter. So habe ich im August die erfrischende Brise aus dem geöffneten Kühlschrank genossen, während ich in der Küche zum Rundumschlag ausgeholt habe und im September ging es dann etwas gemütlicher mit der Entlastung meiner Bücherregale weiter.

Nachdem PicMonkey seit Kurzem nicht mehr kostenlos ist und ich noch keinen geeigneten Ersatz gefunden habe, um eine Collage zu machen, gibt es notgedrungen nur eine Liste:
28-teiliges Speiseservice 
5 Teller
2 Kaffeehäferl
18 Plastikdosen
8 Teedosen
1 Metalldose
1 Zuckerstreuer
2 Teesiebe
2 Pfannen
8 Romane
16 Sachbücher
10 Zeitschriften

Ursprünglich dachte ich, mein Kleiderschrank wäre der größte Brocken dieses Projekts, aber da habe ich mich definitiv geirrt. Das Inventar meiner Küche hat mich ebenfalls vor einige erschreckende Tatsachen gestellt, vorrangig, dass ich hier meine Unart, neue Sachen zu Tode zu schonen, erfolgreich umsetze. So habe ich mich endlich von einem ganzen Fach voll abgenutztem und teils beschädigtem Geschirr getrennt, das wirklich nicht mehr ansehnlich war und dieses durch ein wunderhübsches neues Speiseservice, das seit *hust* ein paar Jahren *hust* Original verpackt in einer Ecke stand, ersetzt. Nachdem die ausrangierten Teile wenig überraschend niemand mehr haben wollte, habe ich diese dann entsorgt.
Geschirr 35 Teile

Neben allem, was beim Runterfallen klirrt, habe ich mich noch von jeder Menge weiteren Dingen verabschiedet. Vorrangig Dosen, die ihren Zenit optisch und hygienisch überschritten hatten, sowie anderes Kleinzeug, das im besten Fall noch dekorativen Charakter hatte und das auch nur mit Vorbehalt. Vom nicht mehr funktionierenden Zuckerstreuer bis hin zu Pfannen, deren Beschichtung schon einen Totalschaden erlitten hat, gingen diese Dinge gleichfalls den Weg, den schon oben erwähntes Geschirr ging.
Anderes Küchenzeugs 32 Teile

Kaputte oder (stark) beschädigte Gegenstände zu behalten, während man Neues ungenutzt herumstehen lässt, ist weder optisch ansprechend noch sinnvoll. Daher sollte man, sobald man Ersatz gekauft hat, diesen auch tatsächlich verwenden und dessen alte Vorgänger entsorgen.

Bereits Anfang des Jahres habe ich einen hüftkniehohen Bücherstapel unters Lesevolk gebracht. Was mich durchaus überrascht ist, wie leicht ich mich mittlerweile von Büchern trennen kann, was ich vor ein paar Jahren noch für unmöglich gehalten hätte. Nachdem mir die offenen Bücherschränke mittlerweile ans Herz gewachsen sind, habe ich erneut für Nachschub zu deren Befüllung gesorgt. Darunter befanden sich nicht nur Bücher, die ich selbst von dort mitgenommen und gelesen habe, sondern auch etliche die vom Flohmarkt stammen oder solche, die ich gewonnen habe und die nun andere Lesewütige erfreuen sollen. Bei den Zeitschriften handelte es sich übrigens um ein Universum Jahresabo, das ich im Vorjahr gewonnen habe. Das Prinzip des Teilens hat sich gerade beim Lesen für mich etabliert und ich werde es auf jeden Fall auch nach Abschluss des Projekts beibehalten.
Lesezeugs 34 Teile

August/September - 101 Teile

Beim letzten Mal fiel meine Ausbeute doch etwas spärlich aus, was ich jedoch in den letzten beiden Monaten ausgleichen konnte. Kurz und gut, der jetzige Stand beträgt 322 Teile und dies wiederum bedeutet, dass sich der Endspurt doch weniger anstrengend als befürchtet präsentiert. Schwierig waren die Entscheidungen, was gehen sollte und was bleiben darf, nicht wirklich. Wo eine Wille und so. Im Grunde wird mir von Mal zu Mal bewusster, wie sehr Scheuklappen und eine gewisse Faulheit mich vor diesem Projekt davon abgehalten haben, endlich aktiv(er) zu werden und konkrete sowie konsequente Entscheidungen zu treffen.

Hätte ich noch mehr ausmisten können? So erstaunlich das in Anbetracht der obigen Liste klingen mag, lautet die Antwort darauf ja. Es gibt noch zwei vollgestopfte Fächer in einem Küchenschrank, denen ich mich aus zeitlichen Gründen noch nicht widmen konnte, plus ein paar Schachteln mit alten Gerätschaften, die im Keller zwischengelagert sind. Was habe ich mit dem ganzen Zeug getan? Das aussortierte Küchenzeug wurde entsorgt, während der Lesestoff allesamt in einem der örtlichen offenen Bücherschränke deponiert wurde.

Wie ist es um dein Kücheninventar bestellt? Besitzt du ebenfalls einen blinden Fleck, was angeschlagene Teller oder kaputte Töpfe betrifft? 

Dienstag, 10. Oktober 2017

{Shopping} Wenn die Reue zwei Mal klopft oder wie man den nächsten Einkauf bestimmt nicht bereut

Wer kennt sie nicht, die Katerstimmung nach einem unnötigen und mutwilligen Kaufrausch. So gesehen hat Einkaufen viel mit Alkoholkonsum gemein, vor allem dann, wenn die Ernüchterung einsetzt. Der Alkohol verschwindet immerhin nach einiger Zeit aus dem System, aber die prallen Einkaufstaschen sind eine weitaus greifbarere Erinnerung an die Shoppingsünden, die man begangen hat. Wer nun folgert, dass nur das unüberlegte Einkaufen Reue aufwallen lässt, irrt jedoch gewaltig. Jene, die ihre Entscheidungen hinauszögern und auf einen Kauf verzichten, können von dieser ebenso geplagt werden. Mal kauft man also, dann wieder nicht, und oft schwebt das Damoklesschwert der Reue über unseren Köpfen.

Manche kaufen spontan, ohne groß zu überlegen, wohingegen andere durch ausgeprägte Entscheidungsunfreudigkeit glänzen und (fast) nie kaufen. Ich selbst falle definitiv in die zweite Kategorie und habe das lange zögern und zaudern, ob ich nun etwas bestimmtes (nicht) kaufen soll, schon perfektioniert. Manchmal treffe ich doch noch eigenständig eine Entscheidung, dann wird mir diese vom Warenstand des Geschäfts abgenommen. Da habe ich mir im Nachgang nicht immer zu meiner Willensstärke gratuliert, sondern auch ab und zu gejammert, weil ich doch nicht zugeschlagen habe. Mittlerweile versuche ich allerdings die positiven Aspekte* meiner Einkaufstaktik mehr zu schätzen und die negativen** als Lernerfahrung abzuschreiben.
*Weil ich mich ewig nicht entscheiden konnte, wurde meine Suche nach neuer Badebekleidung am Ende mit zwei um 70% reduzierte Teile belohnt.
**Ich ärgere mich noch immer, unlängst ein bestimmtes Buch beim Flohmarkt doch nicht erstanden zu haben. 
Man sollte meinen, im Nachhinein schlauer zu sein, aber gewisse Verhaltensmuster sind tief in uns verankert und lassen sich nicht so leicht durchbrechen. Mit ein paar Überlegungen, kann man sich aber die nächste Einkaufsentscheidung zumindest ein wenig erleichtern, damit man am Ende nicht wieder bereut etwas (nicht) gekauft zu haben:

  • Warum möchte ich es haben? Weil es nett anzusehen ist, etwas völlig Neues am Markt oder ein Schnäppchen? Nichts davon ist für sich genommen ein gutes Argument für einen Kauf. 
  • Brauche ich es tatsächlich? Zwischen brauchen und wollen liegt ein himmelhoher Unterschied; als Faustregel gilt, wenn man ohnehin schon unzählige Ausgaben* von etwas besitzt, ist es kaum notwendig sich noch eine weitere zuzulegen.
    *Ein Dutzend gestreifte Shirts, zwei Dutzend nudefarbene Lippenstifte, drei Dutzend Kaffeehäferl, etc 
  • Wird es mir Freude bereiten? Dies ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt, denn die Dinge, die wir besitzen, sollen uns glücklich machen und zwar nicht nur im Rausch des Augenblicks, wenn wir sie kaufen. Hier geht es darum, Dinge tatsächlich zu benutzen und langfristig wertzuschätzen!

Ein weiterer Punkt ist allerdings genauso wichtig und zwar der zeitliche Faktor. Es kommt nicht von ungefähr, dass es heißt, man solle bei wichtigen Entscheidungen eine Nacht darüber schlafen. Zugegeben, es geht im Alltag nicht ständig um große Ausgaben, andererseits läppern sich auch die kleinen ordentlich zusammen. Eine Bedenkzeit ist daher durchaus ratsam und falls es sich einmal um etwas handelt, dass eventuell rasch ausverkauft sein wird, kann man es sich schon mal einen Tag lang zurücklegen lassen.

Natürlich ist dies weniger hilfreich, so man ohnedies eher zum zögerlichen Kaufen neigt. Da ist es am Besten, sich eine konkrete Frist zu setzen, bis wann man eine endgültige Entscheidung treffen will. Eine solche Deadline ist jedoch nur so lange eine gute Sache, wie man sich daran hält. Leider neige ich selbst trotz bestem Vorsatz gerne mal zu Aufschieberitis, was in Folge in ungewollten Nicht-Käufen resultiert. Späte Reue liegt da auf der Hand, aber zumindest ist mir diese noch nie teuer gekommen.

Kaufst du eher spontan oder überlegst du, so wie ich, lange herum, bevor du eine Kaufentscheidung triffst? Was bereust du eher - etwas gekauft oder etwas nicht gekauft zu haben? 

Sonntag, 8. Oktober 2017

{Free} AIDA: Gratis Torte zum Geburtstag


Wer isst zum Geburtstag nicht gerne Torte? In der Konditorei AIDA bekommt jedes Geburtstagskind bei Vorlage eines Ausweises und mit den Worten "Ich habe heute Geburtstag!" ein Stück Torte nach Wahl geschenkt.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Oktober 2017)

Donnerstag, 5. Oktober 2017

{Money} Mein Grundeinkommen


In aller Munde ist es schon seit geraumer Zeit und alle paar Wochen liest man auch über das sogenannte bedingungslose Grundeinkommen in den Medien. Ob, wie und vor allem wann es jemals in die Realität umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Während die Politik dieses Konzept noch aus sicherer Entfernung beäugt, gibt es mit Mein Grundeinkommen mittlerweile eine großartige Initiative, bei der man selbiges gewinnen kann. 

Worum geht es in dem Projekt?
Mittels Crowdfunding wird Geld gesammelt, welches sobald € 12.000 erreicht wurden, an eine/n oder mehrere Teilnehmer/innen verlost wird. Mehr als 74.400 Personen haben bereits für das Projekt gespendet und bisher wurden 112 Grundeinkommen finanziert (Stand Oktober 2017). 

Wie hoch ist das Grundeinkommen und wie lange bekommt man es?
Der/die Gewinner/in erhält ein Jahr lang € 1.000 monatlich ausbezahlt. Eine Auszahlung als Gesamtbetrag ist nicht möglich.

Wie oft finden Verlosungen statt und wie nehme ich daran teil?
Die Termine finden in der Regel alle zwei Monate statt und werden per Newsletter, Facebook und Twitter angekündigt. Sobald eine Verlosung zur Teilnahme geöffnet wurde, muss man die Teilnahme im eigenen Profil bestätigen und erhält dabei eine eigene Losnummer. 

Was hat es mit dem Freundschafts-Tandem auf sich?
Bei #GönntEuch Verlosungen kann man gemeinsam mit einem Freund ein Jahr lang ein Grundeinkommen gewinnen, dh hierbei werden zwei Grundeinkommen auf einmal verlost (man muss nicht teilen!).

Wie kann man das Projekt unterstützen?
Durch eine Spende kann man das nächste Grundeinkommen mitfinanzieren. Wer übrigens regelmäßig monatlich spendet wird zum Crowdhörnchen und nimmt damit automatisch an allen künftigen Verlosungen teil.

Natürlich habe ich bereits bei der letzten Verlosung mitgemacht. Ob ich jemals gewinnen werde, wer weiß, aber alleine die Idee finde ich wirklich genial. Ich meine, wer will denn da nicht sein Glück versuchen und vielleicht schon bald ein wenig mehr finanzielle Freiheit genießen?

Was hältst du von diesem Projekt? Kanntest du es vielleicht sogar schon und machst bereits mit?

Dienstag, 3. Oktober 2017

{Lifestyle} Astrolo(geld)ie oder von geizigen Steinböcken und spendablen Löwen

Angeblich steht so einiges über unseren Charakter in den Sternen geschrieben. Von der Ordnungsliebe bis hin zur Dickköpfigkeit wird den einzelnen Sternzeichen so mancher Wesenszug angedichtet. Wenig erstaunlich daher, dass offenbar auch unsere Einstellung zum Geld und vor allem unsere finanziellen Möglichkeiten sich aus dem Stand von Planeten in bestimmten Häusern ablesen lassen sollen. Ich für meinen Teil finde den Anblick des funkelnden Nachthimmels durchaus inspirierend und wunderschön, mein Vertrauen in dessen Einfluss auf unser Leben hält sich jedoch sehr in Grenzen.

Dies bedeutet aber keineswegs, dass ich der Idee nicht ein wenig Aufmerksamkeit schenken möchte. Schließlich sind Horoskope allgegenwärtig und Sternzeichen erraten gehört seit eh und je zu einer Aktivität mit hohem Unterhaltungswert, egal ob man daran glaubt oder nicht. Also habe ich ein wenig recherchiert und durchaus faszinierende sowie amüsante Einblicke erhalten. So ordnen Astrologen Geld dem Zeichen Stier zu. Ich wage zu behaupten, dass all jene, die gerade stier sind, dem entschieden widersprechen werden.

Homestage via Pixabay

Interessanterweise lassen sich schon durch die Zuordnung der Elemente gewisse Tendenzen erahnen. So halten die Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) ihr Geld gekonnt zusammen, vermutlich indem sie es in der Erde vergraben, damit es schön sicher ist. Die Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) hingegen vermeiden, dass das Geld ihnen ein Loch in die Börse brennt, indem sie es schnellstmöglich ausgeben. Die Luftzeichen (Zwilling, Waage, Wassermann) kennzeichnet Unbekümmertheit im Umgang mit Geld, welches oft schneller davonflattert, als ihnen lieb ist. Und die Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) achten sehr auf finanzielle Absicherung, damit ihnen bloß kein Schein den Bach runtergeht.

Wie sieht es denn nun etwas konkreter bei den einzelnen Sternzeichen aus? Da es ausufern würde, hier jedes einzeln zu beleuchten, habe ich mich auf das naheliegendste beschränkt, nämlich meines. Nun denn, als Jungfrau-Geborene ist mein Umgang mit Geld *Trommelwirbel* sehr sparsam. Diese Aussage ist allerdings nur so lange schockierend zutreffend, bis man sich vor Augen führt, dass hier bloß die Münze zufälligerweise auf die richtige Seite gefallen ist. Der gute Ordnung halber möchte ich hierzu anmerken, dass die Münze noch hochkant stehenbleiben könnte, was wohl mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Sparsamkeit und Verschwendung gleichzusetzen wäre. Astrologen werden nun argumentieren, dass diese Zuordnungen sehr allgemein gehalten sind, weder Erziehung noch Lebensumstände berücksichtigen, und unterm Strich nur ein Individualhoroskop konkrete Rückschlüsse zulässt. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass dies eine Investition ist, die ich nicht tätigen werde. Ich zähle nicht umsonst zu den sparsamen Sternzeichen! *zwinker*

Manche gehen zu einem Finanzberater, andere zum Astrologen. Wenn letztere einem Chancen und Hindernisse auf dem Weg zum großen Geld, genauso wie zu anderen Aspekten des Lebens, aufzeigen und man diese in Folge tatsächlich ergreifen oder beobachten kann, fühlen sich Personen, die an Astrologie glauben, klarerweise bestätigt. Auf die Idee, dass der eigentliche Grund dafür darin liegt, dass man einer selbsterfüllenden Prophezeiung anheim fällt, kommen dabei die wenigsten. Am Ende sind wir doch alle selbst unseres Glückes Schmied, welches wir durch solides Wissen über die Materie der Finanzen genauso wie proaktives Verhalten erreichen können. Am Firmament liegt die finanzielle Zukunft jedes Menschen jedenfalls nicht, sondern vielmehr genau vor unserer Nase. Anstatt also nach oben zu starren und zu stolpern, weil wir nicht sehen, wohin wir eigentlich gehen, lohnt sich ein Blick nach vorne, aber auch gerne im Kreis für den perfekten Überblick.

Leseempfehlungen

Glaubst du, dass unsere Sternzeichen den Umgang mit Geld beeinflussen? Findest du dich in den Kurzbeschreibungen in den oben angeführten Artikeln wieder?