Dienstag, 19. September 2017

{Lifestyle} Eine runde Sache oder ein kleiner Einblick in die Welt der Numismatik

Geld ausgeben? Muss nicht sein. Schließlich kann man es ja auch behalten, wobei der Grund dafür, zumindest diesmal, nichts mit Sparsamkeit zu tun hat. Ich möchte nämlich eine andere Seite des Geldes beleuchten und zwar jene, bei der es darum geht dieses zu sammeln. Ausnahmsweise geht es mir dabei weder ums Kupferlinge in einer Schale sammeln, damit die Geldbörse nicht damit überquillt, noch ums Horten von Säcken voller Geld im Stil von Dagobert Duck.

Dinge zu sammeln gehört zu einer der wohl breitest gefächerten und auch beliebtesten Arten von Hobbies. Bei Münzen spricht man dabei von Numismatik, auch Münzkunde genannt, welche sich mit Geld und seiner Geschichte beschäftigt. Ob man nun Münzen nur aus Spaß an der (Münz)jagd, geschichtlichem Interesse oder als reine Investition sammelt, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Ich jedenfalls zähle zu ersterer Spezies und auch dies in recht kleinem Rahmen. Ein paar einfache Golddukaten, die ich im Laufe meines Lebens zu verschiedenen Anlässen erhalten habe, mögen zwar in die Kategorie Kapitalanlage fallen, aber ich finde die Suche nach Münzen, um eine Sammlung zu erweitern oder zu vervollständigen, viel spannender. Dazu kommt noch, dass dieses Hobby zwar auf den ersten Blick teuer wirken mag, dies allerdings keineswegs sein muss. Je nachdem, welche Münzen man sammelt, kann man diese sehr wohl zum Nennwert bekommen, was wiederum bedeutet, dass man im Grunde nichts verlieren kann.

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Eigentlich ist mein Interesse am Sammeln von Münzen relativ neu. Als von Schilling auf Euro umgestellt wurde, habe ich mir aus nostalgischen Gründen zwar ein Exemplar jeder Münze aufgehoben, aber von einer zumindest ansatzweise vorhandenen Sammelleidenschaft fehlte damals noch jede Spur. Bei einer meiner zahlreichen Reisen in die USA entdeckte ich schließlich ein paar Exemplare der Gedenkmünzenserie der State Quarters. Im Gegensatz zu den üblichen 25 Cent Münzen weisen diese auf der Bildseite die Darstellung einer für den jeweiligen Bundesstaat berühmten Person, ein typisches Symbol oder auch geschichtliches Ereignis auf. Nach meiner ersten "Entdeckung" dieser Münzenserie kam ich gerade mal mit zwei oder drei verschiedenen wieder nach Hause, wo ich mich erst Mal über diese Sondermünzen schlau gemacht habe. Zu einen gefielen mir die Motive und deren Bedeutung bzw Ursprung, zum anderen hat mich die Herausforderung, eine vollständigen Satz zu besitzen, ungemein gereizt. So startete ich  mit offenen Augen und Börse, selbstverständlich ausgerüstet mit einer Liste, um ja nicht den Überblick zu verlieren, und sammelte eifrig dahin.

Vervollständigen konnte ich meine Sammlung bislang (noch) nicht, aber immerhin besitze ich derzeit 41 Münzen der einzelnen Bundesstaaten sowie 4 Stück aus der darauffolgenden Serie der America the Beautiful Quarters. Nachdem ich in absehbarer Zeit nicht in die USA reisen werde, liegt zumindest diese Sammlung derzeit brach. Obwohl das natürlich schade ist, übe ich mich gerne in Geduld und wer weiß, welch andere Münzen meine Aufmerksamkeit genug erregen, um diese in Zukunft ebenfalls zu sammeln. Eingefleischte Numismatiker werden meine kleine Sammlung vermutlich eher belächeln und als minder ansprechend abtun, aber das ist völlig in Ordnung. Mir geht es vorrangig um den Spaß an der (Schatz)suche und nicht das große Münzenklimpern, bei welchem der - vorzugsweise wachsende - Wert der Sammelobjekte in den Vordergrund rückt. Dies mag sich vielleicht eines Tages ändern, schließlich handelt es sich bei Münzen ja grundsätzlich um Wertobjekte, aber wie und was sich in sammeltechnischer Hinsicht bei mir tun wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht geht's ja beim nächsten Mal nicht rund, sondern eckig - einen der seltenen $ 2 Scheine besitze ich ja immerhin schon.

Interessierst du dich für Numismatik? Wie kommt das Sammeln von Münzen für dich am ehesten in Frage: als Hobby, als reine Geldanlage oder als Mischung von beidem? 

Sonntag, 17. September 2017

{Win} Gewinnspielseiten für MusikliebhaberInnen


Der Ton macht bekanntlich die Musik und die korrekte Antwort auf eine Gewinnspielfrage führt (vielleicht) zum Sieg!

Antenne Kärnten

Antenne Steiermark

EMP

Events

Kronehit

oeticket

Radio 88.6

Radio Energy

Radio Klassik

Radio Soundportal

Show Factory

Universal Music

Volume

Warner Music

Zur Info: Auf manchen der angeführten Seiten muss man sich (kostenfrei!) registrieren bzw ein Profil anlegen. Alle Gewinnspiele sind laut Teilnahmebedingungen bzw Teilnahmeformular für Österreich offen!

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand September 2017)

Donnerstag, 14. September 2017

{Regional} Ökogarten Mödling


Wer Wert auf nach ökologischen Prinzipien angebautes Gemüse, Obst und Kräuter legt, dem empfehle ich einen Besuch des Ökogarten Mödling der ArgeChance. Unzählige Male bin ich daran vorbeigekommen ohne zu realisieren, dass die hier gezogenen Pflanzen auch drei Mal pro Woche direkt vor Ort verkauft werden. Die Ware wird tagesfrisch und von der Menge her nach Bedarf geerntet und die Preise sind besonders in Anbetracht der Qualität sehr moderat.
Mein Geheimtipp: Es werden auch leckere verarbeitete Produkte wie Chutney oder Kräutersirup angeboten!

Ökogarten Mödling
Guntramsdorferstraße 16
2340 Mödling
E-Mail: oekogarten@argechance.at

Öffnungszeiten
Mo und Mi 9:00 - 14:00
Fr 9:00 - 15:00

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand September 2017)

Dienstag, 12. September 2017

{Shopping} Die 24-Stunden Shopping-Diät oder von der (Un)sinnhaftigkeit der Ich-kauf-nix Strategie

Vielleicht geht es nur mir so, aber der seit einigen Jahren beliebte Ich-kauf-nix-Trend hat mittlerweile deutlich an Schubkraft verloren. Anfangs verschrieb man sich dem Konsumverzicht noch für ein ganzes Jahr. Obwohl sich hierbei durchaus Nachahmer fanden, ging in Folge nicht jeder aufs Ganze, sondern setzte stattdessen lieber auf eine überschaubarere Periode von einem Monat. Ganz offensichtlich war dies noch lange nicht das Ende vom Lied, denn seit einiger Zeit macht die scheinbar neueste Variante des Konsumverzichts Furore, nämlich der sogenannte Kauf-nix-Tag. Soweit ist es also gekommen, dass man sich dem Konsum in homöopathischen Dosen entgegenstellt.

Während ein ganzes Jahr zweifellos einiges an Ausdauer und Selbstmotivation voraussetzt und einem dabei sicherlich viel Zeit gibt, um das eigene Konsumverhalten kritisch zu betrachten, ist es im Gegensatz geradezu lächerlich, einen Tag pro Woche dem Shopping zu entsagen. Das ist in etwa so, als würde man eine Diät beginnen und einen Tag in der Woche Süßkram und Fastfood vom Speiseplan streichen. Hat man einen solchen Tag erfolgreich hinter sich gebracht, geht es weiter wie zuvor, vorzugsweise mit genau jenen Leckereien, die tags zuvor Tabu waren. Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass eine solche "Diät" weder merkliche Auswirkungen auf die Figur noch auf die Geldbörse haben wird. Genauso wie beim Abnehmen geht es um viel mehr als nur die "schlechten" Dinge vom Teller zu verbannen, denn ein zufriedenstellendes Resultat wird man im Endeffekt nur dadurch erreichen, alte VerhaltensEssmuster aufzubrechen und zu ändern. So verhält es sich ebenfalls beim Konsum, denn es geht nicht darum sich einen Tag, eine Woche oder einen Monat zu kasteien, sondern um eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Kaufverhalten und dem daraus resultierendem Umdenken.

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Zwischen Sinn und Unsinn liegen nicht unbedingt Welten, jedoch definitiv Zeit. Will man etwas schaffen, so bedarf es eben einer gewissen Dauer, denn das Wenigste erledigt sich innerhalb eines einzelnen Tages. Ein Tag reicht vielleicht, um sich ein gutes Gewissen einzureden, dass man aktiv ein Zeichen setzt, aber langfristig bewirkt er wenig bis gar nichts. Seien wir doch ehrlich, diese 24 Stunden kann man recht gemütlich absitzen, schließlich ist morgen auch noch ein Tag und zwar ein solcher ohne kauftechnische Einschränkungen. Man zählt stolz das Geld, das man am Vortag gespart hat und belohnt sich unter Umständen sogar für das eigene Durchhaltevermögen, indem man den Betrag gleich wieder für dieses oder jenes ausgibt. So dreht man sich im Kreis und kommt niemals an.

Verzicht für eine Woche, ein Monat oder gar ein Jahr? Undenkbar für viele. Etwas nicht zu dürfen, selbst wenn man sich dies freiwillig auferlegt, hat einen bitteren Beigeschmack und wird oft sogar als Strafe empfunden. Ohne Leid keine Ersparnis, mag man denken, dabei ist dies ein gewaltiger Denkfehler. Es geht nicht einzig darum, eine bestimmte Zeit lang nichts zu kaufen oder Unsummen an Geld zu sparen, sondern um in Hinkunft bewusster zu konsumieren. Hierzu ein paar Anregungen und Denkanstöße:

  • Übe dich in alternativem Konsum, indem du Dinge leihst, tauscht oder diese teilst. 
  • Brauche auf, was du schon besitzt, bevor du dir Neues kaufst. 
  • Mache Dinge selbst, anstatt (aus Bequemlichkeit) andere dafür zu bezahlen. 
  • Sieh Reparatur und Upcycling als Option und Entsorgung als letzte Alternative. 

Der Sparfaktor ist natürlich ein nicht zu verachtender Nebeneffekt, aber nicht das absolute Ziel. Erst nach einer längeren Zeitspanne kristallisiert sich heraus, wofür man unnötig Geld ausgibt verplempert. Dies zu erkennen, ist so ziemlich der wichtigste Schritt überhaupt. Kommt Zeit, kommt Einsicht - dies geschieht sicherlich nicht von heute auf morgen, aber gut Ding braucht ja bekanntlich Weile.

Was hältst du grundsätzlich von dem Ich-kauf-nix-Prinzip? Wie sinnvoll (oder auch nicht) findest du es einen Tag pro Woche dem Konsum zu entsagen?

Sonntag, 10. September 2017

{Free} Kostenlose Retouren mit PayPal


Wer mit PayPal online einkauft und einmal einen Artikel nicht behalten möchte, kann von dem Service "Kostenlose Retouren"* Gebrauch machen. Die wichtigsten Eckpunkte: Dieser Service gilt auch bei internationalen Einkäufen, pro Antrag werden maximal € 25 erstattet und er kann bis zu 12 Mal pro Jahr genutzt werden. 
*Die genauen Nutzungsbedingungen können hier nachgelesen werden.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand September 2017)

Donnerstag, 7. September 2017

{Money} Geld verdienen mit ... Affiliate Marketing


Eine der sicherlich beliebtesten Einnahmequellen für Blogger ist das sogenannte Affiliate Marketing. Dies ist eine relativ bequeme Art, um nebenbei etwas hinzuzuverdienen, vor allem im Gegensatz zu anderen Möglichkeiten, wie Sponsored Posts, welche nicht nur mehr Aufwand sondern auch einen höheren Bekanntheitsgrad des Blogs voraussetzen.

Was genau ist Affiliate Marketing?
Hierbei handelt es sich um eine Vertriebsart von Unternehmen, auf deren Basis man durch Verlinkung zu bestimmten Websites und/oder Produkten eine Vermittlungsprovision erhält. Die Konditionsmodelle können dabei sehr unterschiedlich sein. So gibt es unter anderem Pay per Sale, wenn jemand über den Link einen Kauf tätigt, oder Pay per View, wo die Häufigkeit der Aufrufe, zB eines Werbebanners, vergütet werden.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?
Man benötigt einen eigenen Blog, wobei es damit allein nicht immer getan ist. Oft wird man für Affiliate-Programme nur dann zugelassen, wenn der Blog bereits eine gewisse Zeit aktiv ist, regelmäßig Artikel veröffentlicht werden und von der Ausrichtung, dh thematisch, zu dem jeweiligen Unternehmen passt.

Was gilt es noch zu beachten?
Während Kennzeichnungspflicht für Werbung klar geregelt ist, ist es tatsächlich unklar, in wieweit Affiliate-Links von dieser Regelung umfasst sind. Aus Gründen der Transparenz empfehle ich in jedem Fall, einen entsprechenden Satz wie "Dieser Artikel enthält Affiliate-Links." in betroffenen Artikeln zu veröffentlichen.

Welche Unternehmen bieten Affiliateprogramme an?
Die Bandbreite ist hier mittlerweile sehr groß, wobei es einerseits solche gibt, die mehrere Unternehmen unter einem Dach vereinen, zB affilinet und belboon, sowie jene, die direkt über die eigene Website betrieben werden, zB Fleurop und Viking

Wie viel kann man damit verdienen?
Dies kann pauschal nicht beantwortet werden, da es von vielerlei Faktoren abhängt, wie Besucherzahl, Art der beworbenen Artikel, etc. Je nach Aufwand kann es von einem kleinen Taschengeld bis hin zu einer soliden Nebeneinkunft reichen. Letzteres ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel.

Ich habe mich vor etwa zwei Monaten beim Amazon Partnernet angemeldet. Dies geschah allerdings vorrangig als kleines Experiment, einfach um zu sehen, wie viele Personen tatsächlich auf Affiliate-Links klicken oder sogar etwas kaufen. Man stelle sich meine Überraschung vor, als nach ein paar Wochen tatsächlich ein Kauf zu einer Provision führte. Nicht so, als könne man mit 45 Cent große Sprünge machen, zumal die Auszahlungsgrenze bei € 50 liegt, aber ich werde nun (in Maßen!) ab und zu relevante Produkte verlinken. Mal sehen, ob sich mit der Einkunft im Laufe der Zeit ein Bloggewinnspiel finanzieren lässt. *zwinker*

Achtung: Jeder Nebenjob unterliegt bestimmten steuerlichen und rechtlichen Anforderungen, die es zu beachten gilt! Nähere Informationen hierzu finden sich zB auf der Seite der Arbeiterkammer bzw gibt auch ein Steuerberater entsprechende Auskunft.

Was hältst du vom Affiliate-Marketing? Als BloggerIn: Findest du es als Einkunftsquelle interessant oder nicht der Mühe wert? Als BlogleserIn: Empfindest du es als lästige Werbung oder durchaus ansprechend?

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand September 2017)

Dienstag, 5. September 2017

{Lifestyle} Der alte Mann und das Müllmeer oder warum Mistkübelstierdln nicht aus der Mode kommt

Da ertönt es schon wieder, das charakteristische ratternde Geräusch, wenn man den Müllcontainer vor dem Haus öffnet, gefolgt von dem dumpfen Ton, wenn man ihn wieder schließt. Dazwischen liegen zwei Minuten der Stille, die von gelegentlichem Rascheln unterbrochen wird. Es ist noch früh Morgens und ich erspähe, wie jeden Tag um etwa dieselbe Zeit, den alten Mann aus der Nebengasse den Müll durchwühlen. Erfahrungsgemäß wird er am späten Nachmittag die nächste Runde drehen. Als ich ihn das erste Mal durch Zufall bei seiner Aktion entdeckt habe, hat er leere Eierkartons herausgeholt und ist damit von dannen gezogen. Dabei habe ich mich nicht unbedingt darüber gewundert, dass jemand im Müll stierlt, sondern eher darüber, dass es zum ersten Mal da, wo ich wohne, passiert. Eine Nachbarin meinte unlängst zu mir, er würde nach Essen suchen, weshalb sie manchmal Sachen, die sie doch nicht konsumiert, in einem Sackerl neben dem Container platziert. Mittlerweile machen dies einige andere in der Gasse genauso und so sieht man hin und wieder diverse Lebensmittel dekorativ auf der Mauer um die Müllinseln oder auch mal auf den Postkästen stehen. Arbeitserleichterung für den alten Mann und zumindest ein kleines Zeichen gegen Verschwendung geben sich hier die Hand.

skeeze via Pixabay

Mein Großvater väterlicherseits gehörte ebenfalls zur Fraktion Mistkübelstierler. Sehr zum Leidwesen meiner Großmutter schleppte er ständig Zeug an, wobei sein Hauptaugenmerk auf technischen Gerätschaften lag, an denen er in seinem Kabinett herumbastelte. Zu seinen Glanzzeiten besaß er um die fünf oder sechs zusammengeschusterte Computer, alles Dank seiner Ausflüge zu Müllcontainern oder sogar der hiesigen Müllumladestation. Da war jedoch noch lange nicht Schluss und so zogen ebenfso andere Dinge des täglichen Gebrauchs bei ihm ein. Nicht alles überlebte Omas strengen Blick, aber ab und zu waren schon brauchbare Sachen dabei. So habe ich auf diese Weise sogar einmal ein nagelneues Paar Leinenschuhe (mit Etikett!) geerbt. Für ihn war Zeit seines Lebens Müll ein reicher Fundus an Brauchbarem und die allgegenwärtige Wegwerfmentalität lieferte reichlich Auswahl.

Vom Containern oder Dumpster Diving hört man in den Medien eigentlich am meisten, wobei im Grunde genommen, die Suche nach aller Art von brauchbaren Dingen im Müll nichts Neues ist. Dabei ist es egal, ob es sich vorrangig um Lebensmittel handelt oder doch um Gebrauchsgegenstände, denn der Fokus liegt auf dem verschwenderischen Umgang mit denselben. Endstation Müll. So wird ohne nähere Überlegung, Planung oder gar Weitsicht eingekauft und gedankenlos weggeworfen, obwohl es eigentlich genießbar, nützlich und vor allem verwertbar ist. Der Wert jedoch ist für den, der etwas entsorgt nicht immer offensichtlich genug. Durch futuristische Müllcontainer, die einem jedes Mal, wenn man diese befüllt, auf einem Display anzeigen, welche Geldsumme man gerade wegschmeißt, würde wohl bei den meisten ein Umdenken einsetzen. Vielleicht würde eine schlichte Erhöhung der Müllgebühren, sowohl für Haushalte als auch Unternehmen, Abhilfe schaffen.

Lebte mein Großvater noch, könnte ich ihn fragen, was sich im Laufe der Jahre in Bezug darauf, welche und vor allem wie viele Schätze sich im Müll finden lassen, geändert hat. Allerdings lässt sich durchaus erahnen, das die Bezeichnung Wegwerfgesellschaft nicht von ungefähr kommt und als Konsequenz auch Fundstücke aus Müllcontainern reichlicher sind als zB in den 60er Jahren. In den letzten Jahren stieg zwar das Bewusstsein dafür - Supermärkte spenden abgelaufene Ware an soziale Einrichtungen und Tauschboxen belassen Gebrauchsgegenstände in Umlauf - unterm Strich muss trotzdem noch eine Menge geschehen. Ein konsequentes Umdenken schont nämlich nicht nur die Börse sondern vor allem unsere Umwelt! Einziger Nachteil: Der alte Mann geht dann leer aus. Aber was spricht dagegen, ihm ab und zu ein paar Nahrungsmittel vor die Haustür zu stellen?

Bist du schon einmal Mistkübelstierlern begegnet oder kennst du vielleicht sogar einen persönlich? Wirfst du manchmal Sachen weg, die andere eventuell noch nutzen könnten?