Dienstag, 28. Juni 2016

{Lifestyle} Sharing is caring oder die hohe Kunst des Verschenkens

Geschenke. Wer liebt sie nicht? Wenn ich es recht bedenke wohl all jene, die einmal zu oft mit unerwünschten Gaben zwangsbeglückt wurden. Grundsätzlich möchte ich jedoch behaupten, dass sowohl schenken genauso wie beschenkt zu werden etwas Wunderbares ist, wenn auch nicht immer so einfach, wie man im ersten Moment annehmen möchte.

Gründe, etwas zu verschenken, gibt es vielerlei, seien es pragmatische wie akuter Platzmangel im Keller oder idealistische wie die Unterstützung wohltätiger Organisationen. Warum man sich am Ende dazu entschließt, sich von diversen Dingen zu trennen, kann dies unerwartet mühsam und kompliziert sein. Manches möchte scheinbar keiner haben, während sich um anderes gar gestritten wird. Eine funktionierende Taktik, die Verschenken erleichtert, kann ich zwar nicht bieten, aber zumindest ein paar Denkanstöße, um die für einen selbst geeignetste Vorgehensweise zu finden.

Antranias via Pixabay

Da stehen sie, Kisten und Säcke voll mit Büchern, Kleidung und/oder Klimbim, die man nie wieder in die Hand nehmen wird, welche nicht mehr passt und/oder Staubwischen zur Qual machen. Abgesehen von dem daraus resultierenden Hürdenlauf in den eigenen vier Wänden, ist spätestens dann rasches Handeln angesagt, wenn sich der Nachbar unter der eigenen Wohnung mit dezentem Stirnrunzeln dazu äußert, dass seine Decke durchhängen würde. Bevor man also endgültig durchbricht und es sich mit dem Nachbarn restlos verscherzt, muss ein guter Plan her.

  • Das Naheliegendste sind sicherlich Familie und Freunde, immerhin heißt es nicht grundlos, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten.
    Bonus: Ist man zB selbst ein Bücherwurm, steht die Chance nicht schlecht, dass sich gerade im persönlichen Umfeld dankbare Abnehmer für die Wälzer finden werden.
  • Es gibt mittlerweile Verschenkbörsen wie Sand am Meer, sei es nun eine spezielle Kategorie auf bekannten Verkaufsseiten wie willhaben oder diverse Share & Care Gruppen auf Facebook. Meiner Erfahrung nach findet man hier für fast alles dankbare Abnehmer.
    Achtung: Leider tummeln sich genügend unverschämte und unzuverlässige Personen auf solchen Seiten, was für zartbesaitete Gemüter doch demotivierend sein kann.
  • In vielen Städten findet man sogenannte Tausch- oder Giveboxen, in die man Sachen nicht nur bringen, sondern auch gerne Dinge, die man selbst benötigt, mitnehmen kann. Hier braucht man sich weder mit Terminplanung zur Abholung von Gegenständen noch mit oben erwähnten teils undankbaren Personen rumzuschlagen.
  • Insbesondere Kleidung sowie andere Textilien kann man über Altkleiderkontainer an Organisationen wie Caritas oder Humana spenden. Bitte daran denken, nur gut erhaltene und gepflegte Kleidung abzugeben, denn dies ist keine Entsorgungsmöglichkeit!
  • Funktionstüchtige Altwaren wie Geschirr, sowie gut erhaltene Möbel und Kleidung können in Form von Sachspenden an Hilfsorganisationen wie Die Gruft oder Das Integrationshaus gespendet werden und kommen diesen direkt zu Gute.
  • Indirekt kann man karitative Projekte über wohltätige Flohmärkte unterstützen. Diese bieten sich besonders an, wenn man möglichst viel und darüber hinaus noch ein Sammelsurium an unterschiedlichsten Waren auf einen Schwung anbringen möchte. Im Vorfeld der Planung wird bereits um Spenden gebeten und oft auch deren Abholung angeboten.
  • Stört man sich nicht daran, dass jemand anderer Geld damit macht, kann man sich an Wiederverkäufer wenden. Diese findet man über Inserate, in denen sie Flohmarktwaren suchen oder man wendet sich einfach direkt an Verkäufer lokaler Flohmärkte.
  • Lebt man in einem größeren Wohnkomplex, bietet sich die Möglichkeit an eine gefüllte Schachtel zur gratis Entnahme im Stiegenhaus aufzustellen. Zuvor aber immer beim Vermieter erkundigen, ob dies, nicht nur aus brandschutztechnischen Gründen, auch gestattet ist.

Weshalb etwas verschenken, wenn man es verkaufen kann, wird sich nun so mancher fragen. Diese Entscheidung sei natürlich jedem selbst überlassen. Manchmal möchte man einfach raschest möglich Platz schaffen, hat vielleicht keine Zeit und Geduld, um sich mit dem Drumherum des Weiterverkaufs auseinanderzusetzen oder will schlicht anderen etwas Gutes tun. Ich selbst habe mich im Laufe der Jahre an beidem versucht und halte sehr wohl beides für einen Gewinn - verkaufen tut dem Konto gut, verschenken der Seele!

Was machst du mit Dingen, die du nicht mehr benötigst? Entscheidest du dich lieber fürs Verschenken oder doch eher zum Verkauf?

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