Dienstag, 19. Juli 2016

{Lifestyle} Schachtelcity oder gut verstaut ist halb gewonnen

Siebenunddreißig. Achtunddreißig. Neunund... ich geb's auf. Wir bewegen uns locker im Bereich, in dem ich mich altersmäßig befinde oder sogar dezent darüber.* Erstaunlicherweise ist das Resultat ein klein wenig überraschend. Ich meine, natürlich wusste ich, dass ich so einige besitze, aber manche verschmelzen so gekonnt mit der Einrichtung, dass sie irgendwie nicht als das ins Auge stechen, was sie sind - Schachteln.
*Und nur so als Bemerkung am Rande - ich habe die Große 4 schon vor einiger Zeit hinter mir gelassen.

Eigentlich gab es ja überhaupt keinen Grund für eine "Volkszählung". Erst nachdem unlängst ein Gast eine Bemerkung über die scheinbar gefällig gemusterten Aufbewahrungsboxen in meiner Wohnung gemacht hat, hat ein Rundumblick das ganze Ausmaß meiner innendekorativen Gestaltungskünste offenbart. Schachteln, Boxen, eckige Behältnisse mit Deckel wohin man auch blickt. Vor den Schränken, auf den Schränken, neben den Schränken und *ganz tief Luft hol* sogar in den Schränken. Wenn ich es recht bedenke, wird ein Umzug in die Villa, so ich eines Tages im Lotto gewinnen oder über einen herrenlosen Geldkoffer stolpern sollte, ein Leichtes. So ziemlich alles ist ohnehin in diversen Schachteln verpackt und bereit zum Abtransport. Der eigentliche Grund, weshalb ich überhaupt so viele davon im Einsatz habe, ist jedoch ein völlig anderer.

GLady via Pixabay

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich hab's nicht so mit Hausarbeit. Abstauben empfinde ich als besonders lästige Tätigkeit, die ich auf ein Mimimum zu reduzieren versuche. In meiner Region mag es meist recht windig sein, allerdings funktioniert der im Grunde geniale Plan des Öffnens aller Fenster, um den Staub auf elegante Weise hinfortzutragen eher mangelhaft. Manchmal bleibt sogar der Staub hartnäckig picken, während diverses Kleinzeugs im Luftzug umkippt und der Dominoeffekt dann aus der Oberfläche des Beistelltischchens ein Schlachtfeld macht. Daher sind Schachteln unheimlich praktisch - einmal drüberwischen und geht schon. Auf die oberste Fläche des Tischchens kommen dann ein bis zwei dekorative Dinge, die sich mit Swiffer & Co leicht entstauben lassen und auf der nächsten folgt bereits eine hübsche Box, in der allerhand Kleinzeugs "zwischengelagert" wird. Selbstverständlich ist meine Staubaversion nur ein Grund, weshalb ich Schachtel gerne im Einsatz habe.

  • Mal abgesehen davon, dass sie je nach Design einfach nur hübsch anzusehen sind, sorgt es für klare Linien im Wohnraum, wenn nicht alles mit Kleinzeugs vollgeramscht ist.
  • Man kann mehrere übereinanderstapeln, was ungemein platzsparend ist. 
  • Empfindlicher Inhalt wird besser vor Schaden geschützt.
  • Leicht transportabel kann man sie einfach von einem Zimmer ins andere bringen.
  • Sie schaffen mehr Übersichtlichkeit, indem man sie thematisch und/oder saisonal befüllt. 
  • Auch den Überraschungseffekt darf man nicht unterschätzen. Ich habe bereits öfters den Deckel einer Box geöffnet und mich wie ein Kind an Weihnachten gefühlt, als ich ein paar längst vergessene Schätze wiederentdeckt habe.

Bonus: Dekorative Boxen sind auch eine großartige Idee, um darin ein Geschenk zu überreichen. Papier landet im Müll, aber damit breitet man doch gleich doppelt Freude.

melanie kuipers via FreeImages

Ach ja, da war ja noch was. Während Gäste meine hübschen Boxen bewunderten, meinte meine Mama unlängst, ich hätte ein echtes Schachtelproblem. Ich wollte schon entrüstet zu einem Gegenkommentar ansetzen, als sie schwungvoll mit dem Arm in Richtung der neben der Eingangstür gestapelten Kartons wies. Nun gut, definitv ein Augenschmausgraus, aber ich schwöre, ich brauche die Dinger. Spätestens wenn die nächste Anfrage über willhaben eintrudelt, verschwindet ohnehin eine davon. Aber dies ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

Magst du Aufbewahrungsboxen genauso gerne wie ich? Welcher Aspekt ist dir dabei wichtiger, der praktische oder der dekorative?

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