Dienstag, 12. Juli 2016

{Money} Geld verdienen mit ... Plasmaspenden


Blut zu spenden ist lobenswert und wird mit Schokolade* sowie dem Wissen, etwas Gutes getan zu haben, entlohnt. Bei Blutplasma sieht das schon anders aus, denn hier erhält man zusätzlich eine finanzielle Entschädigung für den Zeitaufwand. Sozusagen zur Ader gelassen zu werden, mag verständlicherweise nicht jedermanns Sache sein, aber es erfreut sich ob der Bezahlung durchaus einer gewissen Beliebtheit.
*Im Gegensatz zu Östereich erhält man übrigens in Deutschland für eine Blutspende auch eine monetäre Entschädigung.

Was spricht dafür Plasma zu spenden?
Abgesehen von der finanziellen Entschädigung wird man regelmäßig ärztlich untersucht und ist dadurch immer über den eigenen Gesundheitszustand informiert. Hinzu kommt, dass es doch schonender als Blutspenden ist, da man während der Plasmapherese nicht das komplette Blut spendet und damit das eigene Blutvolumen relativ konstant bleibt. Nähere Informationen darüber, weshalb Plasmaspenden wichtig sind und wozu diese genutzt werden, können hier nachgelesen werden.

Was sollte man im Vorfeld einer Spende bedenken?
Der zeitliche Aufwand ist im Gegensatz zum Blutspenden wesentlich höher, so dauert eine Spende etwa 45 Minuten. Danach soll man noch etwa 30 Minuten zur Erholung im Spendezentrum verbleiben und körperliche Anstrengung im Anschluss vermeiden. Wohnt man nicht in relativer Nähe zu einem der Plasmazentren, addieren sich zur Wegzeit noch Fahrkosten hinzu.
Schließlich kommt noch ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor hinzu. Wenn man den Anblick von Blut, insbesondere dem eigenen, nicht erträgt, und darüber hinaus eine Injektionsnadelphobie hat, sollte man sich besser mit einer anderen Nebeneinkunft anfreunden.

Wie hoch ist die Aufwandsentschädigung?
Dies ist unterschiedlich, so zahlt zB PlasmaPunkt € 20 pro Spende und bietet Prämien, wenn man neue Spender wirbt. Bei BioLife erhält man € 25 pro Spende plus einer zusätzlichen Treueprämie. Da man bis zu 50 Mal pro Jahr spenden kann, kann jedenfalls durchaus eine beträchtliche Summe zusammenkommen.

Ich selbst habe zugegeben keinerlei Erfahrung mit Plasma spenden, was vorrangig daran liegt, dass ich keine Freundin von Nadeln bin. Diese Feigheit rührt von einem wenig erfreulichen Nierenröntgen in meiner Kindheit. Lasst es mich mal so formulieren - ich habe damals eine Nadel in den Arm gerammt bekommen, wie ein Pfahl in das Herz eines Vampirs. Genauso wie der Blutsauger war auch ich wenig entzückt, aber nach der Prozedur wenigstens nicht zu Staub zerfallen.

Achtung: Jeder Nebenjob unterliegt bestimmten steuerlichen und rechtlichen Anforderungen, die es zu beachten gilt! Nähere Informationen hierzu finden sich zB auf der Seite der Arbeiterkammer bzw gibt auch ein Steuerberater entsprechende Auskunft.

Hast du schon einmal Plasma gespendet? Falls ja, bin ich sehr auf deine Erfahrung damit gespannt. Falls nein, könntest du dir es als Nebeneinkunft vorstellen? 

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Juli 2016)

Kommentare:

  1. Ja, hab ich. Dein Zeitangabe mit 45 Minuten stimmt auch vollkommen. Nur sollte man hier bedenken, dass es sich nicht um leicht verdientes Geld handelt. Ich war bis jetzt ca. 10 Mal Blutspenden und noch nie hatte ich derartige Probleme wie beim Plasmaspenden. Normalerweise stehe ich auf und gehe sofort wieder heim - kein Problem. Beim Plasmaspenden bin ich jedoch beim 2ten mal umgekippt. Was sicherlich an der geringen Flüssigkeitszufuhr und den Kohlenhydratarmen Essen lag. Es war kein schönes Gefühl, mitten im 10ten Wiener Bezirk umzufliegen! Zu meiner Verteidigung: Ich habe einen erstklassigen Blutdruck und bin weder klein noch schmächtig. Deswegen meine Empfehlung: Vorher 1-2 Liter Wasser trinken und unbedingt was essen. (Kohlenhydrate, aber nicht zu viel Fett! Sonst wird die Plasmaabgabe verweigert) Lg

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    1. Danke für deinen informativen Kommentar! Ich glaube gerne, dass das kein leicht verdientes Geld ist, schließlich stellt man dafür nicht nur Zeit sondern vor allem den Körper zur Verfügung. Nachdem es für diesen doch eine Ausnahmesituation ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es selbst den gesündesten Menschen danach im wahrsten Sinne des Wortes umhauen kann (was sicherlich in keinem Bezirk wirklich lustig wäre). Danke daher für deine Empfehlung davor viel zu trinken und etwas G'scheites zu essen!

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