Sonntag, 3. Juli 2016

{Win} Teilnahmebedingungen und andere Stolpersteine


Man findet ein interessantes Gewinnspiel, füllt voll Euphorie das Teilnahmeformular aus und drückt alle verfügbaren Daumen. Eine kleine Chance ist schließlich besser als gar keine Chance. Wenn es doch nur so einfach wäre. Oft disqualifiziert man sich schon im Vorfeld, weil man das vielzitierte (und beklagte) Kleingedruckte links hat liegen lassen. 

Woran kann das (Un)glück nun konkret liegen?

1. Teilnahme ist nur mit Wohnsitz in Deutschland möglich.
Es ist eine Tatsache, dass nur manche in Deutschland ansässigen Gewinnspielveranstalter Verlosungen für andere Länder (zumeist Österreich und die Schweiz) öffnen. Daher sollte man immer in den Teilnahmebedingungen überprüfen, ob man auch mit Wohnsitz in Österreich mitmachen kann.

2. Gewinne werden nur innerhalb Deutschlands kostenfrei zugesandt.
Manchmal kann man war aus Österreich an einem Gewinnspiel teilnehmen, sollte man als Gewinner gezogen werden, jedoch die Versandkosten übernehmen muss. Auf diese Weise kann ein Gewinn mitunter teurer kommen als einem lieb ist. Ob ein potentieller Gewinn ein solch unverhofftes Preisschild mit sich bringt, lässt sich im Regelfall ebenfalls den Teilnahmebedingungen entnehmen.

3. Gewinne müssen persönlich abgeholt werden.
Spätestens wenn man erfährt, dass man den Gewinn irgendwo in der Einschicht abholen muss, erfährt die Freude einen gehörigen Dämpfer. Ob es sich auszahlt, bis nach Ischgl oder Gramatneusiedl zu pilgern, sei dabei jedem selbst überlassen. Auf die Gefahr hinauf mich zu wiederholen, dies wird in den Teilnahmebedingungen festgehalten.

4. Man vergisst die Teilnahme zu bestätigen.
Manche Gewinnspielseiten versenden automatisch eine E-mail, in welcher die Teilnahme bestätigt wird. Diese kann man getrost löschen, aber Obacht, denn in einigen Fällen wird man zusätzlich aufgefordert, die Teilnahme über einen Link nochmals zu bestätigen. Unterlässt man dies, ist man bei der Ziehung nicht dabei.

5. Man erfüllt nicht alle erforderlichen Teilnahmevoraussetzungen.
Es wäre ja wohl allzu einfach, wenn man nur ein Formular auszufüllen hätte. Manchmal muss man zusätzliche Aktionen setzen, einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail senden, etwas liken oder re-tweeten, damit die Teilnahme tatsächlich gültig ist.
*Wieder mal sind jene, die die Teilnahmebedingungen aufmerksam studieren, klar im Vorteil.

6. Man beantwortet die Gewinnspielfrage falsch.
Zuerst überlegen, dann klicken, lautet das Motto. Meist werden ohnehin Hinweise auf die korrekte Antwort auf der Gewinnspielseite selbst versteckt und zur Not kann man immer noch Google bemühen, wenn man nicht von alleine auf des Rätsels Lösung kommt.

7. Das Gewinnspiel ist nicht mehr aktiv.
Ab und zu sind Gewinnspiele scheinbar noch aktiv, obwohl der Teilnahmeschluss bereits vorüber ist und eventuell sogar schon der/die Gewinner/in feststeht. Bevor man sich also die Mühe macht, brav und artig das Teilnahmeformular auszufüllen, genügt hier oftmals ein Blick in die unmittelbare Umgebung besagten Formulars* um festzustellen, ob das Ausfüllen desselben vergebliche Liebesmüh wäre.
*Dies wird in vielen Fällen direkt unter oder über dem Formular erwähnt (nun gut, teilweise auch in den oft zitierten Teilnahmebedingungen).

8. Man muss den Gewinnspielveranstalter selbst kontaktieren, sobald der/die Gewinner/in auf dessen Website/Blog/Sozialen Medien veröffentlicht wurde.
Dies kommt zwar selten vor und eben weil es eher unüblich ist, führt es in Folge oft dazu, dass neue Gewinner gezogen werden oder Preise sogar verfallen, da die wenigsten auf solche Regeln* achten und deshalb die Bekanntgabe durch entsprechende Listen oder Postings nicht im Auge behalten.
*Diese sind, wie gehabt, in den Teilnahmebedingungen nachzulesen.

9. Man muss zeitgerecht auf die Gewinnverständigung per E-Mail reagieren.
Es gibt Gewinnspiele, für die man sich nur mit einer E-Mail Adresse zu registrieren braucht. Gewinnt man, folgt eine Benachrichtigung bzw Aufforderung, die Kontaktdaten zur Übersendung des Preises mitzuteilen. Kommt man dem nicht nach, hat man Pech gehabt. Daher sollte man nicht nur regelmäßig E-Mails abrufen sondern zusätzlich darauf achten, nicht versehentlich eine Gewinnverständigung zu löschen, weil man sie für ein 08/15 Werbemail hält.

10. Man nimmt versehentlich mehrmals an dem selben Gewinnspiel teil.
Es kommt wirklich äußerst selten vor, dass man sich mehrfach für ein Gewinnspiel anmelden darf, ohne gleich disqualifiziert zu werden. Im Eifer des Gefechts kann es schon vorkommen, dass man vergisst, wo man bereits mitgemacht hat und vielfach ist das System so eingestellt, dass dies sogar unmöglich macht bzw man eine Fehlermeldung erhält. Manchmal eben auch nicht und das kann unterm Strich bedeuten, dass man zur Gänze aus dem Lostopf fliegt.

11. Man nimmt absichtlich mehrmals an dem selben Gewinnspiel teil.
So gut wie jeder besitzt heutzutage mehr als eine E-Mail Adresse und manche legen sich gerne mal zwei Dutzend an, wenn ein Gewinnspielpreis besonders verlockend ist. Verschiedene Namen und Varianten der eigenen Adresse kommen da gekonnt zum Einsatz. Schluss mit Lustig ist es aber spätestens dann, wenn man zur Bestätigung der eigenen Identität eine Kopie des Ausweises übermitteln muss.

12. Man zählt nicht zur intendierten Personengruppe, an die sich ein Gewinnspiel richtet.
So mancher lässt sich auch von der Tatsache nicht abschrecken, dass sich ein Gewinnspiel manchmal dezidiert an bestimmte Zielgruppen (zB Schulklassen) richtet. Ich muss jetzt wohl kaum erwähnen, auf wie viele Arten das schiefgehen kann (und wird), sollte die Glücksfee sich ein wenig in schwarzem Humor üben.

Welchen Schluss können wir hieraus ziehen? Immer die Teilnahmebedingungen lesen und sich fair verhalten. In diesem Sinne, viel Glück beim Gewinnen!

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