Dienstag, 2. August 2016

{Money} Geringfügige Beschäftigung


Eine der besonders unter Studenten weit verbreitete Art Geld zu verdienen ist zweifellos die sogenannte geringfügige Beschäftigung.

Was genau bedeutet geringfügige Beschäftigung?
Hierbei handelt es sich um ein Beschäftigungsverhältnis, dessen Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze nicht übersteigt. Diese Grenze beträgt im Jahr 2016 € 415,72 monatlich bzw € 31,92 täglich.
Das Bruttogehalt entspricht dem Nettogehalt, da von der DienstnehmerIn weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind.
Man hat die selben Ansprüche wie auch andere ArbeitnehmerInnen, zB das Recht auf Urlaub, Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
Man ist unfallversichert, wobei diese Beiträge vom Arbeitgeber entrichtet werden.
Es besteht die Möglichkeit, sich in der Pensions- und Krankenversicherung selbst zu versichern (der monatliche Beitrag hierfür liegt bei € 58,68). In diesem Fall hat man ebenso Anspruch auf Krankengeld und Wochengeld. Eine Selbstversicherung in der Arbeitslosenversicherung ist nicht möglich!
QuelleArbeitsverhältnis & geringfügige Beschäftigung

Für wen ist eine geringfügige Beschäftigung geeignet?
Obwohl diese Art der Beschäftigung zumeist mit Studenten assoziiert wird, kann im Prinzip jeder einer solchen nachgehen, sei es zusätzlich zu einem anderen Job, nebenbei in der Pension oder wenn man arbeitslos gemeldet ist (ohne dabei finanzielle Ansprüche beim AMS zu verlieren!).
Zu beachten ist allerdings, dass geringfügige Einkommen beitragspflichtig in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind, wenn daneben ein vollversichertes Beschäftigungsverhältnis besteht.
Weiters ist man zur ArbeitnehmerInnenveranlagung verpflichtet, wenn man mit mehreren geringfügigen Arbeitsverhältnissen die jährliche Steuergrenze von € 12.000 überschreitet (Pflichtveranlagung).
Quelle: Zwei oder mehr Arbeitsverhältnisse

Gut zu wissen: Laut Arbeitszeitgesetz dürfen einzelne Beschäftigungen zusammen die gesetzliche Höchstgrenze der Arbeitszeit nicht überschreiten. Diese gesetzliche Höchstgrenze beträgt 10 Arbeitsstunden pro Tag beziehungsweise 50 Arbeitsstunden in der Woche. Auch die gesetzlichen Ruhepausen und -zeiten müssen eingehalten werden.

Ich selbst bin während meiner Unizeit einer geringfügigen Beschäftigung nachgegangen, 10 Stunden die Woche in der Buchabteilung beim LIBRO. *in Erinnerungen schwelg* Es ermöglichte mir, mein studentisches Geldbörsl ein wenig aufzupolstern, ohne dass die Stundenzahl meine Vorlesungen oder Prüfungen beeinträchtigt war. Für mich ist dies nachwievor der typische Studentenjob, aber ein Job mit Potential auch für alle, die einfach ihr Budget aufbessern möchten.

Gehst du oder bist du je einer geringfügigen Beschäftigung nachgegangen? Falls nicht, ist dies etwas, das du dir gut als Nebeneinkunft vorstellen kannst?

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand August 2016)

Kommentare:

  1. Ich arbeite derzeit geringfügig und finde das die Work/Life-Balance gut passt, allerdings bin ich auch nicht der Hauptverdiener der Familie

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    1. Bei mir hat es damals neben dem Studium auch super gepasst, aber als Hauptverdienst reicht es natürlich wirklich nicht, das ist klar.

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