Dienstag, 20. September 2016

{Lifestyle} Jäger & Sammler oder nennen wir den Blog beim Namen

Genauso wie Kinder verdienen auch Blogs einen passenden Namen. Natürlich kann man da doch ein wenig kreativer sein, als beim eigenen Fleisch und Blut, andererseits halten sich so manche Eltern bei der Namensfindung ihrer Sprösslinge ebenfalls nicht immer zurück. Aber ich schweife ab ... Als es also darum ging, meinem "Baby" einen Namen zu geben, standen einige Möglichkeiten zur Debatte. Schlussendlich habe ich mich für die simpelste entschieden, frei nach dem Prinzip der Parsimonie, welches ebenfalls als sogenanntes Sparsamkeitsprinzip* bekannt ist. Zugegeben, hier geht es zwar darum bei mehreren möglichen Erklärungen der einfachsten Theorie den Vorzug zu geben, allerdings lässt sich dies durchaus auch bei der Namensfindung anwenden. 
*Dies ist doch wunderbar treffend in Anbetracht des Hauptthemas auf dem Blog!

Interessanterweise stand das Wort Groschen bei den Varianten, die ich mir überlegt habe, stets im Mittelpunkt oder besser gesagt am Anfang des Titels. Immerhin geht es hier hauptsächlich ums liebe Geld und da macht dies schon Sinn. Weshalb gerade der Groschen, wird sich so mancher fragen. Einerseits weil ich davon anno dazumal jede Menge in der Börse hatte, andererseits aufgrund des historischen Hintergrunds. Dabei geht es jedoch nicht um den Groschen als kleines Geschwisterchen des Schillings, sondern um dessen Ursprung im Mittelalter. Ein geschichtsträchtiger Begriff erschien mir daher mehr als angemessen.

Roger M via FreeImages

So stand er dann auf einem Blatt Papier, der Groschen. Fehlte bloß ein würdiges Anhängsel. Auf die zweite Hälfte des Blognamens konnte ich mich erst nach reiflicher Überlegung festlegen. Immerhin kann man Groschen nicht nur zählen und so standen drei weitere Kandidaten plus ein paar amüsante Reservisten auf der Liste.

Die Groschenjägerin war ein eindeutiges Indiz dafür, dass ich zu oft eine gewisse Serie, in der es Vampiren an den Kragen ans Herz geht, geschaut habe. Am Ende klang es für meinen Geschmack einfach zu martialisch. Außerdem vermittelte es den Eindruck, als ginge es nur darum dem Geld hinterherzulaufen, was jedoch nicht Sinn der Sache oder Fokus des Blogs sein sollte.

Die Groschensammlerin kam schon um einiges friedlicher des Weges, erinnerte mich am Ende an Briefmarkensammler mit ihren verstaubten Alben. Sicherlich ist es begrüßenswert sich finanziell abzusichern, aber Geld will auch ausgegeben und nicht zum Ausstellungsobjekt degradiert werden.

Die Groschensparerin lag thematisch der Sache recht nah, wäre der Name nicht schrecklich holprig. Da geht ja Dagobert Duck das Geldausgeben leichter von der Hand als das Wort von der Zunge.

Schließlich tänzelten noch die Groschenoper und der Groschenroman durch meine Gedanken. Daraus ließe sich schon was machen, dachte ich und begann frohen Mutes ein paar eher skurril anmutende Wortspiele auf Papier festzuhalten. Wenn Groschen betrommelt oder in alphabetische Reihenfolge* gebracht werden, ist definitiv der Punkt erreicht, an dem man einmal kräftig lachen darf, gefolgt von einem gezielten Wurf des Papierknäuels in den Mistkübel.
*Ceghnors klingt sicherlich besser als Namen eines Planets in einem Science-Fiction Roman.

So setzte sich schließlich die Groschenzählerin durch, die wohl am wenigsten kreative aber definitiv treffendste Variante. Es geht um Geld, es geht um Zahlen, es geht um Planung. Und es erinnerte mich daran, dass ich bereits als Kind Groschen artig gesammelt habe und diese, wenn das Glas voll war, in "große Scheine" verwandelt habe, welche in Folge für allerlei Unsinn ausgegeben wurden. So verband sich die Nostalgie aus Kindertagen mit dem alterwürdigen Zahlungsmittel auf für mich perfekte Weise.

Wie gefällt dir der Name meines Blogs? Hättest du dich für eine der anderen Namensvarianten entschieden und wenn ja, für welche?

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