Dienstag, 27. September 2016

{Shopping} Kauf mit Maus oder das Leben eines Faultiershoppers

Es war einmal vor gar nicht unlanger Zeit, da habe ich wenigstens einmal die Woche meine Runden durch diverse Geschäfte auf der Mariahilferstraße gedreht. Damals war ich noch Studentin und musste schließlich irgendwie die Pausen zwischen den Vorlesungen verbringen. So habe ich, zwischen Kaffeehausbesuchen mit Kommilitonen oder Buch auf dem Parkbankerl lesen, manche Stunde mit dem Stöbern in Buchgeschäften oder im damals noch offenen Virgin Megastore verbracht. Am Ende des Tages war ich dann nicht nur vom Lernen sondern auch vom Sackerlschleppen erschöpft.

Zu der Zeit steckte das Internet noch in den Kinderschuhen und die Alternative Online-Shop gab es nur sehr vereinzelt. Während ich früher dem British Bookshop, der mittlerweile das Zeitliche gesegnet hat, öfters einen Besuch abgestattet habe, um schwer zu findende Bücher zu bestellen, setze ich mich nun einfach an den Computer und klicke darauflos. Gibt es etwas auf Amazon nicht, schaue ich einfach bei The Book Depository nach und werde ich hier nicht fündig, weil zB ein Buch nicht mehr aufgelegt wird, bietet sich am Ende noch AwesomeBooks an. Alles schön bequem von zu Hause aus, ohne durch die halbe Stadt latschen zu müssen.

In den letzten Jahren habe ich mich nur selten in "echte" Geschäfte verlaufen, dabei wohne ich praktisch ums Eck von der SCS. Einmal abgesehen vom offensichtlichen Bequemlichkeitsfaktor bietet das Einkaufen via Internet etliche Vorteile und dies nicht nur bei Büchern. Man hat eine enorme Auswahl, sieht sofort, was lagernd ist, kann zu jeder Zeit bestellen und braucht dann nur noch auf den Paketmensch warten. Sicher, das Stöbern zwischen meterlangen Bücherregalen und sich unter Büchern biegenden Tischen hat schon einen ganz besonderen Charm, da kann das Blättern durch Internetseiten nicht wirklich mithalten. Am Ende hat alles seine Vor- und Nachteile. Außerdem spricht einiges dafür, doch mal das Haus zu verlassen, um der Kauflust zu frönen.

  • Die taktile Wahrnehmung darf man keinesfalls unterschätzen, denn die Kaufentscheidung ist recht stark davon abhängig, wie sich etwas anfühlt und dies kann ein Bildschirm nie vermitteln. Aber Obacht, es heißt nämlich, dass man nur schwer "loslassen" kann, hält man einen Artikel zu lange in Händen.
  • Mit Kleidung ist das ja so eine Sache oder besser gesagt mit dem eigenen Körper in einem bestimmten Kleidungsstück. Da ist die Möglichkeit der Anprobe klarerweise ein enormer Vorteil und vermeidet unnötige Rücksendungen.
  • Produktaufnahmen spiegeln nicht immer die Realität wieder, so können Farben verfälscht sein oder sogar der Schnitt anders ausfallen. Ein Produkt mit eigenen Augen sehen verhindert deshalb unangenehme Überraschungen.
  • Genauso kann man in einem Geschäft Ware auf Fehler kontrollieren und vermeidet damit Reklamation und Umtausch.

Da bekommt frau fast schon Lust, statt in einem Onlinekatalog zu stöbern, ein paar Geschäfte unsicher zu machen. Ganz links liegen lassen, sollte man das Internet dann doch nicht!

  • Während man sich in einem Geschäft wie wild nach einer bestimmten Größe, Farbe oder hilfsbereiter Verkaufskraft suchend durch die Regale wühlt, verrät einem der Onlineshop gleich, welche Varianten zur Verfügung stehen oder gar ausverkauft sind. Heutzutage bieten allerdings viele Geschäfte, die Option sich etwas in Filialen liefern oder reservieren zu lassen.
  • Preisvergleiche sind online weitaus einfacher als im realen Leben, wo man mit Zettel und Stift durch zig Geschäfte tingeln müsste, um dies zu bewerkstelligen. Da bietet es sich an, online zu vergleichen und gezielt in Geschäfte zu gehen, um dort zu kaufen.

Kluge Worte gebe ich da von mir, aber mein innerer Shopaholic tobt sich A) nur selten und B) lieber gemütlich am Schreibtisch sitzend mit der Hand auf der Maus aus. Ich nenne mich schließlich nicht grundlos Faultiershopper!


Bevorzugst du es bequem von zu Hause aus oder direkt in einem Geschäft einzukaufen? Könntest du dir vorstellen ausschließlich online zu shoppen?

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