Donnerstag, 27. Oktober 2016

Verkaufen auf willhaben & Co - Teil 8: Ein paar letzte Worte und Weisheiten


Willkommen zum letzten Teil der Serie Verkaufen auf willhaben & Co! Ich möchte zum Abschluss nicht zu viel Ablenkung liefern, schließlich braucht gut Ding Weile und Inserate schalten sich nicht von selbst. 

Mittlerweile habt ihr geknipst, getextet und euch hoffentlich innerlich von jenem altem Zeug verabschiedet, das auf zu neuen Besitzerin will oder zumindest soll. Eine nicht zu unterschätzende Hürde ist nämlich, dass man Dinge doch wieder zurück in den Schrank oder eine Lade stopft, weil man es sich anders überlegt. Vertraut mir, das passiert jedem mal, selbst mir. In solch einem Fall stellt man sich am Besten folgende Fragen:

  • Will ich mich alleine aufgrund des Werts eines Gegenstands nicht davon trennen? Oft ist einem nur um das Geld leid, das man einst ausgegeben hat, und nicht um den Gegenstand selbst. Nur weil etwas in der Anschaffung teuer war, heißt das jedoch nicht, dass man daran festhalten sollte. Hat etwas keinen Nutzen (mehr), kann man sich getrost davon verabschieden.
  • Wann habe ich etwas zuletzt verwendet? Kann man sich nicht mehr erinnern, dann weg damit. Ist man sich unsicher, dann einfach in einer Kiste im Keller verstauen. Holt man es innerhalb eines Jahres nicht raus, kann es definitiv weitergegeben werden.

Mein erster Verkauf
Es war Ende 2007 als ich damit begonnen habe, diverse Bastelsachen auszusortieren. Meine Zeit als Bastelfee hat sich damals allmählich dem Ende zugeneigt und ich hatte schlicht zu viel Zeug, das ich nicht verkommen lassen wollte. Die allererste Anfrage, die ich erhalten habe, war für ein Set mit Motivstanzern. Kurioserweise war dies auch der erste Kauf der Dame, die sich dafür interessiert hat und ich erinnere mich noch gut daran, wie wir am Telefon Details zu Zahlung und Versand abgemacht haben, während ich ganz aufgeregt mit dem Hörer am Ohr in der Küche auf und ab gelaufen bin. Einnahme € 8

Hat man keine Trennungsängste, ist dies schon ein guter Anfang. Nur manchmal ist das Ende trotzdem nicht nah. Eine weitere Hürde kann einem nämlich gehörig in die Quere kommen, wenn man teilweise nach Jahren (!) einfach keinen Käufer für bestimmte Dinge findet. Dabei muss es sich nicht einmal um Ladenhüter im Sinne von Konsalik Roman aus den 70ern handeln. Oft bleibt man sogar auf völlig neuen Sachen sitzen und das scheinbar grundlos. Was also tun?

  • Verschenken
    Man kann im Familien- und/oder Freundeskreis fragen, ob jemand an Sachen Interesse hat. Dabei sollte man aber niemandem etwas aufzwingen, nur damit es "in der Familie bleibt", denn das Wichtige ist doch, dass es einem Freude bereitet und wenn es das bei Fremden tut, ist das doch genauso schön. Zartbesaitet darf man allerdings nicht sein, so man die Verschenken Option auf willhaben nutzt oder etwas über Share & Care Seiten auf Facebook anbietet. Wenn es etwas umsonst gibt, will jeder der Erste sein und da bleibt Höflichkeit und Zuverlässigkeit (bei Abholung) großteils auf der Strecke.
  • Spenden
    Wem das Verschenken zu kompliziert ist, sollte sich überlegen, Dinge einfach zu spenden. Egal ob für wohltätige Flohmärkte oder Geschäfte wie SOMA, kann man vieles auf einen Schwung anbringen und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun.

Mein letzter Verkauf
Diesen Monat habe ich mich von meiner Esprit Winterjacke getrennt, die ich gerade zwei oder drei Mal getragen habe. Mittlerweile mag ich einfach Mäntel oder länger geschnittene Jacken lieber und mit der Wintersaison vor der Tür, stand die Chance gut für einen raschen Verkauf. Ich wurde nicht enttäuscht, denn in kürzester Zeit war das Teil bei immerhin sechs Personen auf der Merkliste und die zweite Anfrage, die ich dafür erhalten habe, war bereits von einem erfolgreichen Verkauf gekrönt. Einnahme € 25

Und zum Schluss noch ein paar (Geheim)tipps auf den Weg!

  • Verpackungsmaterial ist teuer, hebt daher leere Schachteln in wie ich zu sagen pflege "gefälliger Größe" auf, wenn ihr selbst ein Paket per Post erhalten habt. Selbiges gilt für Luftpolsterfolie und Füllmaterialien!
  • Verzichtet auf Floskeln wie "Schweren Herzens verkaufe ich ...", denn die Mitleidmasche ist nicht nur abgedroschen, sondern zieht echt nicht. Außerdem, das einzige, was euer Herz schwer macht, ist die schlichte Tatsache, dass ihr niemals den Betrag, den ihr einst für etwas ausgegeben habt, auch nur annähernd zurückerhalten werdet. 

In diesem Sinne wünsche ich allseits einen guten Verkauf! Ich hoffe, diese Serie hat euch motiviert ein bisschen auszumisten und alte Sachen in Bares zu verwandeln. Und falls ihr bereits zuvor online verkauft habt, war vielleicht doch der ein oder andere brauchbare Tipp für noch mehr Verkaufserfolg dabei.

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