Dienstag, 31. Januar 2017

{Lifestyle} Tauschgeschäfte anno dazumal oder Warten auf das Tausch(zentralen)revival

Wenn es in meiner Kindheit einen Laden gab, den ich noch mehr geliebt habe als ein Zuckerlgeschäft, dann war das die Tauschzentrale. Unweit vom Haus meiner Oma, recht unscheinbar an einer Hausecke mitten im Wohngebiet gelegen, lag sie - die Quelle unterhaltsamer Nachmittage und Wochenenden, an denen ich meine Nase in Donald Duck Hefte und Lustige Taschenbücher* steckte.
*In späteren Jahren wurden diese dann durch Gespenstergeschichten und Mystery Romane ersetzt. Wie es zu dem Bruch kam, von Disney zu Horror, ist schwer zu sagen, aber darum geht es hier ja auch gar nicht.

Vielleicht war dies sogar einer jener Momente, der mich auf den Weg zur Groschenzählerin gebracht hat. Ich kam mit einen Arm voll gelesener Hefte, der Ladenbesitzer wuchtete nacheinander Stapel aus den Regalen und ich durchforstete diese nach Ausgaben, die ich noch nicht in den Händen hatte. Alt gegen nicht-ganz-neu, plus ein paar wenige Schillinge Gebühr, und ich war wieder zumindest für eine Woche mit Lesestoff versorgt. Sparsam und nachhaltig. Man sollte meinen, dass sich ein solches Prinzip durchsetzen oder zumindest in kleinem Umfang halten würde, dem war aber leider nicht so. Ich war noch ein Teenager, als der Laden für immer seine verlockenden Pforten schloss. Bald schon wurde der ehemalige Eingang zugemauert und das kleine Geschäft verschwand in der Fassade des Wohnhauses, als habe es nie existiert. Trost fand ich nur für kurze Zeit, als ich in der Oberstufe an eine Wiener Schule wechselte und von da an jeden Tag auf dem Weg an einer Tauschzentrale vorbeikam. Von außen wenig einladend aber innen mit Leseschätzen gefüllt, besuchte ich das Kellergeschäft immer wieder mal, bis auch dieses endgültig dicht machte.

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Wenn ich es recht bedenke, Comics habe ich schon ewig nicht mehr gelesen, aber um mir gedanklich folgen zu können, ist es egal, um welche Art von Lesestoff es sich handelt. Irgendwann habe ich schlicht realisiert, dass ich die meisten Bücher ohnehin nur einmal las und sie dann in der Versenkung aka einem Schrank verschwanden, ohne jemals wieder Tageslicht zu sehen. Das ist erstens schade und zweitens Verschwendung. Heutzutage tummle ich mich gerne auf Flohmärkten, von denen ich oft säckeweise Beute nach Hause schleppe. Damit spart man schließlich nicht nur Geld sondern schenkt der ausrangierten Lektüre neues Leben. Und habe ich diese ausgelesen, schicke ich sie wieder auf den Weg in die wartenden Hände anderer Leseratten.

Und genau an diesem Punkt hakt es mächtig. Einzig der offene Bücherschrank kommt dem Prinzip des Tauschens wohl noch am nächsten. Es findet sich zwar durchaus an deren Tradition anknüpfende Alternativen, zumeist Tauschgruppen in Foren oder auf Facebook, aber mal ehrlich, es ist irgendwie nicht das selbe. Es fehlen einfach der Spannungsbogen und Überraschungseffekt, wenn man nicht nach Lust und Lauen stöbern kann. Ganz abgesehen davon, dass man vorab ein wenig blättern kann, bevor man sich zum Tausch entschließt. Wäre es daher nicht wunderbar, feierte die gute alte Tauschzentrale ein Comeback?

In meiner Kindheit gab es sie allerorts, heutzutage muss man schon genau suchen. Ganz ausgestorben sind sie nicht, denn eine Handvoll findet sich dann doch noch, in Wien habe ich immerhin das Romancenter am Reumannplatz sowie Comics & Romane im 2. sowie 20. Bezirk entdeckt. Von flächendeckend kann da kaum die Rede sein. Ob in Zukunft doch wieder mehr Tauschzentralen aus dem Boden sprießen werden, ist schwer zu sagen. Vielleicht bin ich da einfach zu nostalgisch, aber diese sind für mich eben etwas, das durchaus in die Kategorie "Früher war alles besser" fällt und ich mir schon lange zurückwünsche.

Hast du in deiner Kindheit und Jugend ebenfalls Heftln in der Tauschzentrale getauscht? Vermisst du diese Institution genauso sehr wie ich?

Sonntag, 29. Januar 2017

{Free} Gratis Kreuzworträtsel


Wer gerne die kleinen grauen Zellen mit Denkaufgaben beschäftigt, findet online eine große Auswahl an gratis Kreuzworträtseln in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden. Da wird keinem Rätselfuchs so schnell langweilig!

Abendblatt

Bild

Denksport

Focus

Freizeit Revue

Hannoversche Allgemeine

Kieler Nachrichten

Kreuzworträtsel

Krone

Morgenweb

N24

Ratefux

Ratehase

Rätselecke

Rätselonkel

Rheinpfalz

RTL

Sächsische Zeitung

Süddeutsche Zeitung

Welt

wort-suchen

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Samstag, 28. Januar 2017

Diesen Monat gespart ... mit frischen Prozenten, Grüßen vom Amazonas und Papierboykott



Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen mein Wienerin Abonnement zu kündigen. Natürlich kann man mit einem Abo im Vergleich zum Kauf im Einzelhandel einiges an Geld sparen, aber noch mehr spart man logischerweise ganz ohne Abo. Dazu muss ich allerdings sagen, dass dies keine rein finanziell begründete Entscheidung ist, sondern vorrangig daran liegt, dass ich in den letzten Monaten die Zeitschrift oft nur quer gelesen habe und Ende letzten Jahres noch vier Exemplare in ihrer Plastikhülle auf meinem Schreibtisch der Dinge harrten, die irgendwie nicht kamen. Ergo Kündigung.
€ 44,90 gespart

Im Vorjahr habe ich bei internationalen Gewinnspielen auf Bücherblogs* jede Menge Amazon Gutscheine gewonnen. Wie investiert die kluge Frau diese am besten? Natürlich in Dinge, die bei Amazon hierzulande nicht erhältlich sind. Nachdem ich eifrige Postcrosserin bin, habe ich entsprechend meinen Kartenvorrat mit einem Stapel Postkartensets aufgestockt. Nunmehr bin ich um 305 Karten reicher, jedoch um keinen Cent ärmer!
*Seit meinen nunmehr der Vergangenheit angehörenden "book blogging days" folge ich noch immer vielen Englischsprachigen Bücherblogs - ein perfektes Terrain für Leseratten und Gewinnspielfans.
$ 183,16 gespart

Die Billa Frischegarantie hat diesen Monat wieder mal meinen Kühlschrank und Magen gefüllt. Um Missverständnisse von vornherein auszuschließen - ich gehöre nicht zu jener Spezies, die stundenlang Regale nach abgelaufenen Lebensmitteln durchforstet. Allerdings habe ich die oft gewinnbringende Eigenschaft, stets die Ablaufdaten zu überprüfen, was wiederum dazu führt, dass ich für Dinge, die ich ohnehin kaufen wollte, am Ende nichts zu bezahlen brauche. Diesen Monat sprangen unter anderem Duplo & Schwedenbomben, Emmentaler & Liptauer in meinen Einkaufskorb - alles gratis und umsonst!
€ 14,60 gespart

Das herannahende Mindesthaltbarkeitsdatum hat mir in meinem Lieblingsbiomarkt öfters 20% oder sogar 40% Ersparnis gebracht. Schließlich zählen Biomarken üblicherweise nicht zu den preiswerteren Dingen des Lebens und die Betonung liegt ohnehin auf "mindest". Ein wenig Flexibilität in der wöchentlichen Menüplanung hat daher noch nie geschadet.
€ 7,06 gespart

Nachdem ich unlängst gegenüber meiner Nachbarin über das Ausmaß an unnötiger Werbung in der Post geschimpft habe, hat mir diese unaufgefordert aber voll der guten Absicht ein Werbeverzicht-Pickerl besorgt. Der Kostenpunkt von € 1,60 grenzt meines Erachtens zwar an Wucher, allerdings kann mein Postkastl jetzt wieder frei durchatmen.
Unzählige Trips zur Altpapiertonne gespart!

Wie viel hast du im Jänner gespart? Hat dein Sparschwein um den Bauch herum zugelegt oder musste es Diät halten?

Donnerstag, 26. Januar 2017

{Regional} Secondhandläden in Mödling


Wer sich gerne nachhaltig und günstig einkleidet, muss nicht unbedingt bis nach Wien fahren, sondern wird auch in Mödling fündig - Secondhandschnäppchen und Vintageschätze inklusive!

Anna's Mottenkistl
Leopold-Gattringer-Straße 10
2345 Brunn am Gebirge
Tel.: 02236 / 31 952
Mobil: 0660 / 257 66 90
E-Mail: info@mottenkistl.at

Öffnungszeiten
Di 14:00 - 18:30
Mi, Do, Fr 10:00 - 18:30
Sa 10:00 - 12:30

Mode Labella
Jakob Thomas Straße 2
2340 Mödling
Tel.: 02236 / 89 33 30
E-Mail: shop@labella.at

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 10:00 - 12:00 und 15:00 - 18:00
Do 15:00 - 20:00
Sa 10:00 - 12:00

SEGUNDA MANO
Hauptstraße 18
2340 Mödling
Tel.: 0664 1082122

Öffnungszeiten
Mo bis Fr 9:30 - 18:00

Das SOS Kinderdorf betreibt gleich zwei Läden im Bezirk Mödling:

Second-Hand-Laden
Kirchengasse 1
2340 Mödling

Öffnungszeiten
Di bis Fr 10:00 - 12:00 und 14:00 - 18:00
Sa 9:00 - 12:00

Second-Hand-Laden
Kröpfelsteigstraße 42
2371 Hinterbrühl

Öffnungszeiten
Di bis Fr 10:00 - 12:00 und 14:00 - 18:00

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Dienstag, 24. Januar 2017

{Shopping} Die Schnäppchenfalle oder Mathestunde für Abverkaufsopfer

Wer kann schon einem wahren Schnäppchen widerstehen? Und all dem Geld, das man sich mit diesem spart! Hier verbirgt sich ein ganz übler Denkfehler und die meisten wissen diesen zu umrunden, indem sie die Betonung auf die tolle Ersparnis legen. Unerwähnt bleibt allerdings, wie viel erst einmal bezahlt werden musste, um in deren Genuss zu kommen. Da mutiert das vermeintliche Schnäppchen zur Kostenfalle, was jedoch gerne unter den Tisch gekehrt wird. Obwohl ich durchaus davon überzeugt bin, dass sich viele, aber leider nicht alle, dieses Umstands bewusst sind, diesen dennoch lieber verdrängen, als sich die Lust am Einkaufen nehmen zu lassen, bleibt mir nichts anderes übrig, als die schweren Geschütze aufzufahren.

Das magische Wort lautet Kaufverbot. Das ist ja alles gut und schön, werden manche sagen, aber gar nicht so einfach. Da kann ich nicht widersprechen, denn im Grunde ist es (fast) so wie beim Versuch mit dem Rauchen aufzuhören -  wenn es nicht im Kopf *klick* macht und sich die eigene Einstellung ändert, ist es echt schwer. Allerdings kann man durchaus lernen, nicht bei jedem Schnäppchenalarm mit gezückter Kreditkarte durch die offene Ladentür zu preschen, als ginge es dabei ums nackte Überleben. Ich bin jedenfalls der Meinung, was man sich angewöhnen kann, kann man sich genauso wieder abgewöhnen.

geralt via Pixabay

Es ist Zeit für eine kleine praktische Übung inklusive Rechenaufgabe:

  • Ihr habt ab jetzt ein Monat Kaufverbot. Jetzt bitte keinen langen Gesichter, ein Monat ist nicht die Ewigkeit und ihr werdet mir alle noch dankbar dafür sein. Und wer jetzt meint, bis zum 1. des Folgemonats warten zu müssen, dem sei gesagt, es geht ab sofort los. Das letzte, was passieren soll, ist dass am letzten Drücker diverse Geschäfte unsicher gemacht werden, um sich auszutoben, bevor schnäppchentechnisch harte Zeiten anbrechen.
  • Ihr werdet dabei eine Nichtkaufliste führen. In diesem Monat wird ein Notizbuch euer bester Freund sein und in diesem werden all jene Dinge vermerkt, die ihr unter normalen Umständen gekauft hättet. Neben den Namen des Artikels kommen drei Spalten für Originalpreis, Aktionspreis und Ersparnis. Am Ende des Monats darf dann addiert und subtrahiert werden. Seht euch dann (ohne zu jammern!) an, wie viel ihr im Schnäppchenfieber gespart hättet, bevor ihr euer Augenmerk darauf legt, was ihr tatsächlich gespart habt, weil ihr all diese Dinge nur auf dem Papier gekauft habt. Das, meine Freunde, ist die wahre Ersparnis!

Wie sieht es denn mit meiner Wenigkeit aus? Ich will  nicht lügen, vor gut zehn Jahren war ich selbst dem Schnäppchenwahn verfallen und immer stolz darauf, was ich dachte, dabei gespart habe. In Wirklichkeit habe ich Geld unnötig verschwendet, alleine getrieben davon, ein scheinbar gutes Geschäft zu machen. Wenn man das Gekaufte nicht zu schätzen weiß und die wahre Freude darin liegt, den ersparten Prozenten hinterherzuhecheln, hat man ein Problem. Zu einer Zeit, als das Ich-kauf-nix Phänomen noch nicht die mediale Präsenz hatte wie heute, ging ich gemeinsam mit einer Freundin auf kalten Entzug. Es war keineswegs einfach, aber ich habe im Verlauf der Monate sehr viel über mein Konsumverhalten gelernt. Und ja, unterm Strich auch verdammt viel dabei gespart.

Werde ich denn bei Schnäppchen niemals schwach? Natürlich gönne ich mir gerne schöne Dinge, allerdings kaufe ich diese bewusst und lege mittlerweile auf völlig anderes Wert im Gegensatz zu früher. Wenn für mich kein Mehrwert gegeben ist, dann kaufe ich es nicht. Punkt. Dies mag für einige sehr düster klingen, dabei ist es keineswegs gleichbedeutend mit Verzicht. Ich treffe eben überlegte Kaufentscheidungen, sodass ich im Endeffekt Freude mit dem habe, was ich erstanden habe und es tatsächlich (be)nutze. Kaufrausch und daraus resultierende Katerstimmung gehören damit für mich der Vergangenheit an.

Tappst du gerne mal in die Schnäppchenfalle oder bist du gegen diese immun? Hast du schon mal Kaufverzicht geübt und wie ist es dir dabei ergangen?

Sonntag, 22. Januar 2017

{Win} Adventgewinnspiele: Ein Resümee


Ich fühle mich sogar jetzt noch dezent verkatert, allerdings nicht aufgrund irgendwelcher berauschenden Substanzen sondern wegen der schieren Anzahl von Gewinnspielen, an denen ich im Advent teilgenommen habe. Im Vorfeld habe ich diesem traditionell großen Angebot entgegengefiebert und mich dann mit Eifer ins Formularausfüllgefecht gestürzt. Mitte des Monats begann ich, kaum verwunderlich, bereits zu schwächeln und wurde schon ein wenig wählerischer, wo ich überall mitmachte. Dabei nehme ich ja grundsätzlich nur bei solchen Gewinnspielen teil, wo der Preis mich wirklich interessiert oder sich dieser als Geschenk für jemandem in meinem Umfeld eignet. Wie dem auch sei, unterm Strich lässt sich behaupten, ich hab's zweifelsohne übertrieben!

Um dem Wahnsinn ein Bild oder besser gesagt eine Zahl zu geben - ich habe im Laufe des Dezembers bei rund 3.300 Gewinnspielen mitgemacht. Da ist es kaum verwunderlich, wenn irgendwann ein Erschöpfungszustand eintritt. Ob es sich gelohnt hat, sei nun dahingestellt. Ab einer gewissen Anzahl von Teilnahmen ist es fast schon unausweichlich, dass man etwas gewinnt und die interessante Frage ist daher weniger ob sondern was.

Nochmals vielen herzlichen Dank für den tollen Gewinn, Sarah!

Ein großes Dankeschön geht an Stephanie & Weltbild!


Offenkundig fielen für mich allerhand kleine Nettigkeiten ab, über die ich mich ehrlich freue, auch wenn ich meine geistige Gesundheit ob meines Gewinnspielwahns im letzten Monat durchaus in Frage stelle. Insgeheim habe ich irgendwie gehofft, endlich eine Waschmaschine abzustauben, da ich kurz davor stehe, mit der Waschrumpel in der Badewanne zu arbeiten. Nicht so, als könne ich mir keine leisten, aber wie der Pawlowsche Hund fange ich an unruhig zu werden, wenn ich ein Gewinnspiel entdecke, bei dem man eine Waschmaschine gewinnen kann und verschiebe diese Anschaffung jedes Mal aufs Neue.

Waschtrommel hin oder her, ehrlich gesagt bin ich froh, jetzt einmal Ruhe zu haben und nicht jeden Tag wie ein Hamster im Rad eine elendig lange Gewinnspielliste abzuarbeiten. Jetzt muss ich nur noch jemanden anheuern, der mich in elf Monaten daran erinnert, dass ich mir diese Art von "Stress" nicht nochmal antun will. Vielleicht reicht es auch, wenn ich mir irgendwo ein Post-it hinklebe. Wem versuche ich hier etwas vorzumachen? Wir wissen alle, wie das endet. Same procedure as every year, James.

Wie aktiv hast du bei Adventgewinnspielen mitgemacht? Und da ich von Natur aus neugierig bin - was konntest du denn so abstauben?

Donnerstag, 19. Januar 2017

{Money} Geld verdienen mit ... Nachhilfeunterricht


Mit den Semesterzeugnissen, aber oft auch schon während des Jahres, kommt bei vielen Familien die Notwendigkeit auf, einen Nachhilfelehrer für ihren Sprössling zu finden. Obwohl mittlerweile auf Nachhilfeinstitute allerorts aus dem Boden sprießen, greifen dennoch viele lieber auf individuellen Unterricht zurück. Bei diesem werden nur die Stunden bezahlt, die auch beansprucht werden, während bei Instituten Aufnahmegebühren anfallen können und vertraglichen Laufzeiten zu berücksichtigen sind.

Welche Grundvoraussetzungen muss man beachten ?
Ausschlaggebend sind hier die fachlichen und pädagogischen Qualifikationen, die nötig sind um Wissen erfolgreich vermitteln zu können. Wissen alleine reicht nicht, denn ist man nicht dazu in der Lage, dieses auch verständlich zu vermitteln, wird der Unterricht kaum zum gewünschten Erfolg führen. Auf den Wissensstand eines Schülers eingehen und diesen individuell unterstützen zu können, erfordert darüber hinaus Organisationstalent, Einfühlungsvermögen und natürlich sollte man auch Spaß an der Sache haben.

Was muss man im Vorfeld noch bedenken?
Wichtig ist festzulegen, ob man Unterricht bei sich zu Hause und/oder direkt beim Schüler anbietet. In jedem Fall sollte ein ruhiges Lernumfeld gegeben sein, damit man sich auf den Lernstoff konzentrieren kann. Darüber hinaus sollte einem bewusst sein, dass man nicht nur Zeit für die Nachhilfestunde selbst sondern auch für das Erstellen individueller Übungsaufgaben benötigt. Schließlich bringt es wenig, nur den Lerninhalt anhand des vorhandenen Schulbuchs durchzukauen.

Wie viel kann man pro Stunde verdienen bzw verlangen?
Dies lässt sich nur schwer festlegen, da es von vielerlei Faktoren abhängt - es macht durchaus einen Unterschied, ob ein Oberstufenschüler einem Kind aus der Unterstufe Nachhilfe gibt oder ein pensionierter Universitätsdozenten bei der Prüfungsvorbereitung für die Matura hilft. Die Preise können demnach im Bereich von € 10 bis hin zu € 50 pro Stunde angesiedelt sein, dh am Besten vergleicht man die "Konkurrenz", bevor man den eigenen Preis festsetzt.

Wie findet man Nachhilfeschüler?
Eine altbewährte Methode hierfür ist das "Schwarze Brett", an dem man die eigenen Nachhilfedienste auf einem Zettel bewirbt. Möchte man einen solchen direkt in einer Schule aushängen, sollte man in jedem Fall bei der Direktion nachfragen, ob man dafür eine Erlaubnis braucht und nicht einfach ungefragt Zettel ankleben. Alternativ bietet sich auch das Inserieren auf Internetplattformen wie zB willhaben an. Wichtig ist darauf Name und Kontaktmöglichkeit sowie Qualifikationen und Fächer (inkl. Schulstufe), in denen man Nachhilfe gibt, und natürlich den Stundenpreis anzugeben.

Bei mir ist es schon ein Weilchen her, da habe ich als Oberstufenschülerin Nachhilfe in Englisch gegeben. Meine damalige Lehrerin hat mich gefragt, ob ich zwei ihrer Schüler aus der Unterstufe beim Lernen helfen wollte und ich habe zugestimmt. Es war definitiv ein Sprung ins kalte Wasser, der zur Freude aller Beteiligten mit Lernerfolg gekrönt war. Verlangt habe ich moderate 80 Schilling pro Stunde*, wobei die dankbaren Eltern mir fast immer Trinkgeld gegeben haben und sogar ein leckeres Mittagessen war ab und zu inkludiert, wenn ich direkt vom Unterricht zur Nachhilfe gekommen bin.
*Wie gesagt, ist es lange her, genauer gesagt gut 25 Jahre.

Achtung: Jeder Nebenjob unterliegt bestimmten steuerlichen und rechtlichen Anforderungen, die es zu beachten gilt! Nähere Informationen hierzu finden sich zB auf der Seite der Arbeiterkammer bzw gibt auch ein Steuerberater entsprechende Auskunft.

Hast du jemals Nachhilfe gegeben? Falls ja, welche Erfahrung hast du damit gemacht? Falls nein, kannst du es dir als Nebenverdienst vorstellen? 

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Dienstag, 17. Januar 2017

{Lifestyle} Aufschiebersparnis oder die Sonnenseite der Prokrastination

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen. Dies mag nicht in jedem Fall die beste Entscheidung oder gar Lösung sein, manchmal allerdings ist die gute alte (Un)tugend der Aufschieberitis durchaus lohnend. So überraschend das jetzt auch klingen mag, vor allem in den Ohren derer, die sich durch diese Eigenschaft ihrer Mitmenschen von jeher mächtig genervt fühlen, entspricht es der Wahrheit. Prokrastination spart einem bares Geld. Nicht immer, aber doch oft genug, um diesem Phänomen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn ich es recht bedenke, zeichnet sich in meinem Lebenslauf eine durchgängige Aneinanderreihung verschobener Momente ab. Irgendwie konnte ich schon immer besser unter dem Druck herannahender Termine arbeiten. Ich bin zwar nicht sicher, ob es einfach an meinem Faultier-Gen liegt oder ob mein inneres Motivationsverhalten dafür verantwortlich zu machen ist. Jedenfalls habe ich gerade während meiner Zeit an der Uni mehr als nur eine Prüfungsvorbereitung oder anderwärtige Aufgaben am letzten Drücker erledigt. Dabei lag das Augenmerk zweifellos auf den näherrückenden Terminen, die zu meinem plötzlichen Ansporn beitrugen.

Neben dieser Art der Aufschieberitis gibt es jedoch noch eine weitere, die nicht mit einem konkreten Datum in Zusammenhang steht. Wer kennt sie nicht, jene Aufgaben, die einem im Hinterkopf herumschwirren und die man sich mittels mentaler Notiz vornimmt demnächst zu erledigen. Dann gelangen sie aus allen (un)möglichen Gründen aufs Abstellgleis und werden Woche um Woche, Monat um Monat Jahr um Jahr nicht in Angriff genommen. Der Grund ist dafür meist, dass etwas nicht so wichtig ist, um sofort gemacht zu werden, schließlich gäbe es ja dann auch einen Termin, der einen daran erinnert. Manches möchte sollte man einfach irgendwann mal machen, aber die Dringlichkeit ist einfach nicht gegeben. Und genau in solchen Fällen macht sich Faulheit manchmal echt bezahlt.

Markus Biehal via FreeImages

Das Erfreuliche am letzteren Szenario ist, dass sich manches tatsächlichg von selbst erledigt und man sich weder mit der damit verbundenen Arbeit noch etwaigen Kosten auseinanderzusetzen braucht. Lasst mich nun vom Grab meiner Großeltern erzählen. Bereits nach der Beerdigung meiner Oma vor mehr als zehn Jahren waren meine Mama und ich uns einig, dass es Zeit ist die Laterne und Vase an der Grabstätte zu erneuern. Diese waren schon durch die Elemente mitgenommen und hatten das charmante Stadium des beliebten Vintagelooks schon weit hinter sich gelassen. Solange man aber noch ein Lichtlein anzünden und Blümchen arrangieren konnte, wurde dies immer wieder auf die lange Bank geschoben. Eines schönen Herbsttages besuchte ich dann das Grab, nur um festzustellen, dass es so wie auch die unmittelbare Gräber unter Massen von Ästen verschüttet lag. Das von der Friedhofsverwaltung beauftragte Unternehmen, das eigentlich nur die Bäume ein wenig zurechtstutzen sollte, hatte diese (fast) zu Kleinholz gemacht und dabei Null Rücksicht auf die Gräber genommen. Kurz und gut, das hat Laterne und Vase im wahrsten Sinne des Wortes den Rest gegeben, inklusive kaputtem Glas und Delle. Eine wortreiche Beschwerde später wurden die demolierten Teile ersetzt und das Grab erstrahlte folglich in neuem Glanz. Der Schaden war durch die Versicherung der Friedhofsverwaltung gedeckt und man ließ sich keineswegs lumpen. Alles in allem hat dieser unschöne Zwischenfall uns aufgrund meiner Faulheit sowie der Unfähigkeit einiger Arbeiter um die € 300 gespart.

Ich werde nun nicht behaupten, dass dies ein häufig auftretendes Phänomen ist, allerdings erinnere ich mich da noch an die Sache mit den Fliesen am Balkon oder die Anschaffung neuer Trinkgläser, die sich ebenfalls durch konsequentes Aufschieben, in Wohlgefallen mit Spareffekt verwandelt haben. Da kann man es mir kaum verdenken, dass ich insgeheim Prokrastination durchaus für eine missverstandene und unterschätze Charaktereigenschaft halte. In diesem Sinne, lasst uns heute faul sein und morgen sparen.

Erledigst du Aufgaben lieber früher als später oder leidest auch du an Aufschieberitis? Hat dir letztere so wie mir schon mal Geld gespart?

Sonntag, 15. Januar 2017

{Free} Treueprogramme


Wer gerne den Kochlöffel schwingt, wird Gute Küche und ichkoche.at sicherlich schon kennen. Wer bislang weder backt noch kocht, sollte jetzt trotzdem weiterlesen, denn beide Seiten haben Treueprogramme, mit denen man durch das Sammeln von Punkten gratis Prämien einlösen kann. Je nachdem wie intensiv man auf den jeweiligen Seiten agiert, erhält man Herzen bzw Hauben, die man gegen kleine oder auch richtig große Prämien eintauschen kann. Auf diese Art und Weise bin ich unter anderem schon zu kostenlosen Kochlöffeln und Thermengutscheinen gekommen.

Treueprogramm Gute Küche
Treueprogramm ichkoche.at

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Samstag, 14. Januar 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


Lasst uns über Zahlen reden.

300.000

10.000

Bei der ersten Zahl handelt es sich um die durchschnittliche Anzahl an Gegenständen in einem amerikanischen Haushalt, die zweite Zahl bezieht sich auf jene eines deutschen* Haushalts.
*Hierbei gehe ich davon aus, dass es in Österreich ähnlich gelagert sein wird.

Zehntausend Dinge.

Da tummeln sich jede Menge Nullen in unserer unmittelbaren Umgebung und obwohl deren Anzahl im Vergleich zu den USA, wo ja ohnedies alles größer und offenkundig umfangreicher ist, weit entfernt ist, kann man nicht unbedingt behaupten, dass dies eine kleine Zahl ist. Natürlich wird sich nicht jeder in diesem Bereich wiederfinden, manche werden sicherlich um einiges darüber oder darunter liegen. Der springende Punkt ist jedoch - wir alle besitzen jede Menge Sachen.

Alle meine Dinge.

Die Vorstellung, nun jeden einzelnen Gegenstand in meiner Wohnung zu zählen, also praktisch Inventur zu machen, ist ziemlich erschreckend. Mein erster Gedanke? Das könnt a bisserl dauern. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich kann absolut nicht abschätzen, in welchem Zahlenbereich ich mich befinden könnte. Nicht. Mal. Annähernd. Optimistischerweise werde ich behaupten, von vier Nullen weit entfernt zu sein. Die Vorstellung dies zu überprüfen, ruft in mir zugegebenermaßen das kalte Grauen hervor. 

100 Dinge.

Vom minimalistischen Lebensstil haben wohl die meisten schon gehört und vielleicht sogar davon, dass manche Minimalisten meinen, 100 Dinge würden völlig zum Leben reichen. Reichen vielleicht, aber würde mich dieser Zustand glücklicher machen und würde ich mich in meinem Heim dann wohler fühlen? Ich für meinen Teil wage das zu bezweifeln. Unterm Strich soll dies jeder so halten wie er oder sie mag. Ich persönlich finde es jedenfalls absolut unsinnig, sich auf eine bestimmte Zahl festzulegen, denn unsere Bedürfnisse sind so individuell, da kann und sollte man kein Schild mit irgendeiner Hausnummer daran befestigen.

365 Dinge.

An eine Sache werde ich dennoch ein Schild mit einer Zahl hängen. 365 steht darauf und genau so viele Dinge müssen raus. Bereits Ende letzten Jahres habe ich vielerlei Gegenstände ausgemistet und in Folge gespendet, was mich im Endeffekt auch zu diesem Projekt inspiriert hat. Ich besitze so vieles, was ich nicht (mehr) nutze oder schlicht nicht (mehr) brauche, also weshalb sollte ich mich damit belasten? Wenn etwas keinen Nutzen hat, ist es nur Ballast. Was macht man mit einem solchen üblicherweise? Über Bord werfen. 

Was erhoffe ich mir?

Einerseits mehr Platz und Übersichtlichkeit, andererseits Einblicke in mein Konsumverhalten und dem sicherlich nicht nur mir eigenen Sammeltrieb. Ich bin mir sicher, dass ich im Verlauf des Projekts einiges über mich selbst lernen werde, was das horten und loslassen angeht.

Ein paar Grundregeln.

Auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein erweckt, dass es sich hierbei um ein tägliches Projekt handelt, bei dem ich jeden Tag ein Teil packe und aus meiner Wohnung verbanne, ist dies nicht so. Ich werde vorwiegend an Wochenenden Zeit ins Entrümpeln investieren. Und in Stein gemeißelt ist die Zahl 365 selbstverständlich nicht - ich bin durchaus bereit, mich selbst zu übertreffen!

Dinge, die (nicht) zählen.

Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich beim Ausmisten zähle und was nicht. Auch das ist etwas, das jeder für sich selbst festlegen sollte, aber darf gerne übernommen werden, falls sich jemand meinem Projekt anschließen möchte. Interessanterweise ist es für mich einfacher, all jenes aufzulisten, was ich nicht zählen werde:

Dinge, die verbraucht werden
Hierzu zählen Lebensmittel genauso wie Hygieneartikel
Ausnahme: Original verpackte bzw neue Artikel, die ich aussortiere, um sie zu spenden
Beispiel: Meine geleerte Flasche Shampoo kommt in den Restmüll jedoch nicht auf die Liste; das unbenutzte Parfum kommt in meine Spendenkiste und darf daher auf die Liste.

Dinge, die ich ersetzen muss
Eine Neuanschaffung gleicht die Entsorgung aus
Beispiel: Geht mein Regenschirm kaputt und ich habe einen weiteren in Reserve, dann darf der ausrangierte auf die Liste; benötige ich Ersatz und muss einen neuen kaufen, dann darf er nicht auf die Liste.

Dinge, die ohnehin laufend entsorgt werden
Postwurfsendungen, Verpackungsmaterial, etc

Weiters stellt sich die Frage, wie ich zählen werde:
Prinzipiell zählt jedes Teil als ein Teil, handelt es sich allerdings um ein zusammengehörendes Set wie zB ein Paar Socken, dann zählen beide Socken als "ein Teil".

Was mache ich mit all den Dingen?

Einiges werde ich vermutlich bloß entsorgen, nämlich wenn es schon sehr abgetragen oder defekt ist. Grundsätzlich habe ich mir vorgenommen, den Großteil zu spenden oder zu verschenken. Obwohl es naheliegend ist, manches zu verkaufen, habe ich beschlossen davon Abstand zu nehmen. Erstens möchte ich dies damit verbinden, gleichzeitig etwas Gutes zu tun, zweitens soll das Projekt nicht damit enden, dass ich Sachen auf unabsehbare Zeit zwischenlagere, bis sich (vielleicht!) ein Käufer findet. Anders formuliert, alles was ich innerhalb eines Monats "einsammle" muss spätestens im Folgemonat weg.

Wer macht mit?

Diese Frage war wohl unausweichlich und hat sich zweifellos abgezeichnet. Jedenfalls würde ich mich immens freuen, wenn ihr euch meinem Projekt anschließt. Wem es zu viel ist, dies über ein Jahr hinweg durchzuziehen, kann es gerne in kleinerem Rahmen halten und 28 Dinge in einem Monat entrümpeln. Selbstverständlich darf dabei jeder die Regeln für sich selbst anpassen. Nur weil ich mir zB vorgenommen habe, nichts der aussortierten Teile zu verkaufen, muss das nicht übernommen werden. Hauptsache es kommt ein bisschen Ordnung rein und die Reihen lichten sich!

Bevor ich es vergesse noch eine Anmerkung an alle, die mitmachen möchten und ihre Wohnstätte mit anderen teilen. Bitte einzig eure eigenen Dinge ausmisten und nicht dem Partner, den Kindern oder dem Hund Sachen wegnehmen und gemeinschaftlich genutzte Gegenstände bitte nur nach Rücksprache mit anderen entsorgen!

Letzte Worte.

Ich werde jeden Monat ein Update posten und beim nächsten Mal präsentiere ich bereits meinen ersten "Haul". Normalerweise zeigen Blogger dabei, was sie sich so zugelegt haben und bei mir seht ihr dann, was ich so abgelegt habe, sozusagen.

Bist du mit von der Partie, wenn ich dieses Jahr im großen Stil entrümple? Ich freue mich über Mitleser genauso wie Mitmacher!

Donnerstag, 12. Januar 2017

{Regional} Le+O Mödling


Die Caritas hat im Jahr 2009 gemeinsam mit Pfarren in Wien, sowie Mödling und Schwechat, das nachhaltige Projekt Le+O initiiert. Das Angebot richtet sich an armutsbetroffene Menschen, die an den Ausgabestellen einmal pro Woche Lebensmittel und Hygieneartikel zu einem Betrag von € 3,50 erhalten. Neben dieser Entlastung des Haushaltsbudgets stehen bei Bedarf auch SozialarbeiterInnen für individuelle Beratungs- und Orientierungsgespräche zur Verfügung.

Die Pfarre St. Othmar ist für Mödling und Umgebung zuständig und hat Mittwochs zwischen 11:00 und 12:30 zur Abholung geöffnet.

Pfarrhaus St. Othmar
Kaiserin Elisabethstraße 28
2340 Mödling

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Dienstag, 10. Januar 2017

{Shopping} Des Verkäufers Seele oder die dunkle Seite der (Kauf)macht

Eigentlich ist es doch eine einfache Sache, Dinge zu kaufen. Man tauscht Geld gegen Ware und am Ende sind alle Beteiligten einer solchen Transaktion glücklich. Was in der Theorie wunderbar simpel klingt, ist jedoch in der Praxis nicht immer so, was vorrangig am Faktor Mensch liegt. Ich möchte nicht behaupten, dass dabei unsere Spezies die Wurzel allen Übels ist, aber diese Annahme ist doch naheliegend. Käufer und Verkäufer können durchaus friedlich koexistieren, Höflichkeit und Begegnung auf gleicher Augenhöhe inklusive, was allerdings nicht bedeutet, dass sie dies auch immer tun.

Da gibt es jene Individuen, bei denen spontan Tollwut ausbricht, sobald sie Fuß in ein Geschäft setzen, und die in Folge alles, was Namensschildchen trägt, so behandeln, als wären ihnen diese aus dem Dickdarm gerutscht. Erstaunlicherweise haben auch Verkäufer Gefühle, was an manchen Besuchern deren natürlichen Habitats jedoch vorbeigegangen zu sein scheint. Aber der Kunde ist König und eine emotionale Teflonbeschichtung gehört ohnehin zur Grundausstattung eines jeden Verkäufers. Schließlich hat die Person mit der vollen Geldbörse die Macht und dementsprechend kann sie diese wie ein Zepter in Form von herablassender Übellaunigkeit über den Köpfen des gemeinen (Verkaufs)knechts schwingen. Ich glaube nicht, dass man unbedingt auf der anderen Seite aka in den Schuhen eines Verkäufers stecken muss, um zu realisieren, dass gute Manieren und Respekt anderen gegenüber eigentlich etwas Selbstverständliches sein sollten. Manchen Personen würde solch eine Lektion allerdings keineswegs schaden und ich bin mir relativ sicher, dass die meisten ihr Verhalten überdenken und ändern würden, wenn sie sich sozusagen selbst bzw den eigenen Launen begegneten. 

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Man braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu ahnen, dass ich aus Erfahrung spreche. Nachdem ich vor vielen Jahren neben meinem Studium im Handel gearbeitet habe, kann ich definitiv ein bis zwei Geschichten über Begegnungen der unfreundlichen Art erzählen. So richtig schlimm hat es mich persönlich dabei zwar nie erwischt, aber ich habe doch so einiges über den Verfall von Manieren und Anstand gelernt in dieser Zeit. Auf des Rätsels Lösung, was manche Individuen dazu bringt, sich aufzuführen wie Diktatoren auf Zuckerentzug, bin ich dabei nie gekommen. Vielleicht liegt dies schlicht daran, dass ich mich nicht für Psychologie als Studienfach entschieden habe.

Mein damaliges Jagdgebiet war der Buchhandel und man sollte meinen Leser seien ein sanftmütiges Volk. Diese fälschliche Annahme meinerseits fand ihren Ausgleich in der nicht weniger korrekten Zuschreibung eingeschränkter Denkleistung sämtlicher Angestellter im Handel. Interessanterweise, und dies mag bei jedem anders sein, waren es nicht so sehr die verbale Diskriminierung im Stil von "Ich werde Ihnen das besser buchstabieren ..." sondern der Umgang mit der Ware an sich, die mich zur Weißglut trieben. Mein Blutdruck erreichte dabei mehr als einmal ein beunruhigend hohes Niveau, wenn ich wie Sisyphus hinter der blätternden Kundschaft herräumte. Ich habe heute noch Albträume davon, dass jemand raunzt, weil es kein Original verpacktes Exemplar von einem Bildband gäbe, da *Sarkasmus ein* irgendein besonders helles (Kunden)köpfchen vom ganzen Stapel die Plastikfolien runtergefetzt hat, scheinbar um nachzusehen, ob jedes Exemplar den selben Inhalt hat. *Sarkasmus aus*

Die Frage ist nun, wie geht man als Person hinter der Ladentheke damit um? Da gibt es doch diesen Spruch von wegen "Krönchen richten ..." und in diesem Sinne hieß es, freundlich und vor allem sachlich bleiben. Sobald die Gewitterfront Richtung Kasse abgezogen war, folgte dann ein kollektives Augenrollen der Kollegenschaft oft untermalt von ein paar farbenfreudigen Kommentare darüber, dass da jemand scheinbar von Hyänen großgezogen wurde. Mein persönliches Mantra oder besser gesagt Fluch? Möget ihr viele Kinder haben und diese euer Heim genauso verwüsten wie ihr diese Regale.

Hast du jemals im Handel gearbeitet? Falls ja, was war dein schlimmstes Erlebnis mit Kunden? Falls nein, konntest schon mal solche "Zusammenstöße" beim Einkaufen beobachten?

Sonntag, 8. Januar 2017

{Win} Gewinnspielseiten für Wochenendeinkäufer


Ist einem die Glücksfee wohlgesonnen füllt sich das Einkaufswagerl auf diesen Gewinnspielseiten vielleicht schon bald von selbst!

Adeg

Bipa

DM

Libro

Merkur

Müller

Nah & Frisch

Penny Markt

Spar

Unimarkt

Zur Info: Auf manchen der angeführten Seiten muss man sich (kostenfrei!) registrieren bzw ein Profil anlegen. Alle Gewinnspiele sind laut Teilnahmebedingungen bzw Teilnahmeformular für Österreich offen! 

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Donnerstag, 5. Januar 2017

{Money} Sparen beim ... Zeitschriften lesen


Wer gerne Zeitschriften liest, weiß natürlich, dass dies durchaus ins Geld gehen kann. Die teuerste Variante ist zweifellos jene, stets die aktuellste Ausgabe in der Trafik oder im Buchhandel zu erwerben. Diese Ausgaben sind zwar überschaubar, aber am Ende des Jahres läppert sich schon so einiges zusammen. Daher ein paar Tipps, mit denen man einiges an Geld sparen kann.

1. Jahresabonnement zulegen.
Ein Abo über ein Jahr (oder länger) abzuschließen setzt zwar voraus, dass man den Gesamtbetrag auf einmal bezahlt, allerdings verringert sich dabei im Gegenzug der Preis pro Ausgabe. Schließlich soll ja ein Mehrwert für den Leser gegeben sein und dies nicht nur durch die Lieferung frei Haus. Oft spart man sich zB bei einer monatlich erscheinenden Zeitschrift den Betrag von 1-2 Ausgaben.

2. Probeabo nutzen.
Dies ist nicht nur eine gute Möglichkeit, um eine Zeitschrift kennenzulernen, sie spart auch bares Geld. Viele Verlage bieten kostenlose Probeabos an und man erhält dabei zumindest ein Probeexemplar oder manchmal sogar bis zu drei Ausgaben zugesandt. Vorsicht ist nur geboten, ein solches Abo rechtzeitig zu kündigen, falls man es nicht verlängern bzw dafür bezahlen möchte. Bei einigen Verlagen kann man es theoretisch in Folge alle 6 Monate neu bestellen, wobei fraglich ist, ab wann einem der Hahn dann doch zugedreht wird. 

3. Zeitschriften mieten.
Den meisten werden diesen in Kartonumschläge gehefteten Zeitschriften schon im Wartezimmer beim Arzt oder in Kaffeehäusern begegnet sein. Dabei kann auch ein Privathaushalt Zeitschriften über den Lesezirkel mieten und spart dabei im Gegensatz zum regulären Kauf mindestens 20%. Je nach Region kann man das Angebot auch kostenlos testen und zB im Liefergebiet des Morawa Lesezirkels eine Gratis Test Kollektion anfordern.

4. Abonnement schenken lassen.
Bevorzugt man ein eigenes Abo, will jedoch keinen Cent in ein solches investieren, kann man es auf die Wunschliste für Geburtstag, Weihnachten oder einen anderen Anlass setzen und sich beschenken lassen. Diese Variante biete sich vor allem dann an, wenn man weiß, dass bestimmte Personen prinzipiell keine Idee haben, was sie einem schenken sollen, und entsprechend über konkrete Vorschläge dankbar sind.

5. Zeitschriften gebraucht kaufen.
Wer sich nicht daran stößt, nicht die aktuellste Ausgabe druckfrisch durchblättern zu können, sollte sich auf diversen Onlineportalen wie willhaben nach bereits gelesenen Exemplaren umsehen. Oft finden sich hier Einzelhefte aber auch ganze Jahrgänge zu Schnäppchenpreisen und mit ein bisschen Glück sogar vollkommen umsonst.

6. Abo mit anderen teilen.
Lesen Familie, Freunde oder Kollegen gerne die selbe Zeitschrift, kann man sich das Lesevergnügen sowie die anfallenden Kosten mit diesen teilen. Dabei sollten jedoch alle Beteiligten zügig lesen und die jeweils andere Person nicht wochenlang auf die Lektüre warten lassen.

7. Zeitschriften ausborgen.
Frei nach dem Motto, fragen kostet nichts, kann man sich im Umfeld, sei es bei Freunden oder Nachbarn, als dankbarer Abnehmer gelesener Zeitschriften anbieten. Findet dies Zustimmung, braucht man diese bloß regelmäßig abzuholen und verlässlich wiederbringen. Manchmal hat man zusätzliches Glück und sie werden einem sogar geschenkt. 

8. Altpapierkontainer durchstöbern.
Des einen Altpapier, des anderen Lesestoff. Ich schlage jetzt nicht vor, die Altpapiertonne vorm Haus auf den Kopf zu stellen, um etwaige lesenswerte Schätze zu finden. Sollten sich jedoch ein paar interessante Zeitschriften obenauf tummeln, spricht nichts dagegen, sich diese noch selbst zu Gemüte zu führen, bevor man sie endgültig zum Recycling schickt.

Welchen dieser Tipps wirst du künftig beim Erwerb von Zeitschriften beherzigen? Hast du eine eigene Sparidee, die du mit mir und anderen Lesern teilen möchtest?

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

Dienstag, 3. Januar 2017

{Lifestyle} Alle Jahre wieder oder täglich grüßt der gute Vorsatz

Wie das Amen im Gebet beginnt für viele das neue Jahr mit guten Vorsätzen. Jedes Jahr versucht man sich für die ein oder andere erstrebenswerte Tätigkeit zu begeistern, oft sogar gemeinschaftlich, damit die Motivation nicht bereits Mitte des Monats ins Straucheln gerät. An der Umsetzung hapert es aber leider allzu oft und Ausreden sind weitaus einfacher zu finden, als den Elan die selbst auferlegte Verpflichtung dieses oder jenes (nicht) zu tun aufzubringen. Wenn man die Sache genauer betrachtet, wird schnell klar, dass nicht der Vorsatz das Problem ist, sondern die Person, welche diesen fasst. Unerklärlicherweise sucht man sich doch die unangenehmsten Dinge aus, die nicht mal ansatzweise Spaß machen und unter denen man manchmal im wahrsten Sinne des Wortes sogar leidet. Ich werde mir entsprechende Beispiele sparen, aber als Anhaltspunkt sei gesagt, hierbei geht es üblicherweise um die Kalorienaufnahme eines Supermodells bei gleichzeitiger trainingstechnischer Verausgabung eines Spitzensportlers. Allein die Vorstellung lässt mich zu einem Stück Schokolade greifen ...

Kurz und gut, ich halte nicht wirklich viel von Neujahrsvorsätzen. Wenn man tatsächlich im eigenen Leben etwas zum Besseren verändern will, kann man damit an jedem Tag des Jahres anfangen und braucht sich nicht in den 1. Jänner als magischen Ausgangspunkt zu verbeißen. Auf Befehl geht meist wenig bis gar nichts und wenn es nicht zuerst "Klick" macht, wie es so schön heißt, ist fast jedes Unternehmen zum Scheitern verurteilt. Da kann das Großhirn noch so viele wohlmeinende Botschaften in die Extremitäten schicken, denn am Ende ist nur einer willig und der andere zu faul für Gewalt. 

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Kurioserweise werde ich nun doch von einigen Aktivitäten sprechen, die ich mir vorgenommen habe, wobei ich jedoch anmerken möchte, dass ich diese nicht mit Anfang diesen Jahres sondern bereits vor mehreren Wochen begonnen habe. Damals noch ein wenig planlos, erhalten sie nun eine Struktur. Dies sind sie nun, meine offiziellen Vorsätze Pläne für 2017!

Bücherdiät
Da ich mittlerweile über *hust* 200 *hust* ungelesene Bücher mein Eigen nenne und endlich mal ein bisschen die Reihen lichten will, werde ich während der nächsten sechs Monate* weder Bücher kaufen noch gratis Bücher für meinen Kindle runterladen. Eigentlich habe ich bereits Anfang Oktober letzten Jahres die Notbremse gezogen, aber das qualifiziert sich maximal als Aufwärmphase. Daher mache ich nun munter weiter und widme mich dem, was ich habe und nicht dem, was ich gerne hätte.
*Vorerst ... vielleicht verlängere ich dies sogar!

Ausmisten
Im Grunde befinde ich mich in einem permanenten Stadium des Entrümpelns. Immer wieder stolpere ich über dieses und jenes, wundere mich darüber es noch zu besitzen oder realisiere, dass ich es nicht wirklich brauche, und führe es seinem Schicksal zu. Teilweise verkaufe ich diese Sachen, einiges spende ich und manches findet ewige Ruhe im Müllkontainer. Im November des Vorjahrs habe ich säckeweise Zeugs zum SOMA gebracht und mir wurde bewusst, dass dies erst ein Tropfen auf dem heißen Stein war. Einerseits war das Ganze bislang geprägt vom Zufall, ohne Plan oder System, andererseits tummeln sich hier noch immer genug Dinge, die jemand anderem von Nutzen sein können. Im Laufe des Jahres werde ich daher mindestens 365 Dinge ausmisten und entweder spenden oder verschenken. Dieses Projekt werde ich übrigens auch hier am Blog thematisieren und in Kürze näher vorstellen.

Es war wohl vorauszusehen, dass meine Vorhaben im weitesten Sinne mit dem lieben Geld zu tun haben würden. Keine Bücher zu kaufen wird sich zweifellos auf mein Budget auswirken, allerdings ist mir ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit allen Ressourcen wichtig. Tatsache ist doch, Dinge zu horten, die man nicht verwendet, ist im Grunde ebenfalls eine Verschwendung. Daher beginne ich dieses Jahr damit, mit dieser Angewohnheit Schluss zu machen.

Wie ist deine Einstellung zu Neujahrsvorsätzen? Hast du dir für dieses Jahr etwas Bestimmtes vorgenommen?