Donnerstag, 19. Januar 2017

{Money} Geld verdienen mit ... Nachhilfeunterricht


Mit den Semesterzeugnissen, aber oft auch schon während des Jahres, kommt bei vielen Familien die Notwendigkeit auf, einen Nachhilfelehrer für ihren Sprössling zu finden. Obwohl mittlerweile auf Nachhilfeinstitute allerorts aus dem Boden sprießen, greifen dennoch viele lieber auf individuellen Unterricht zurück. Bei diesem werden nur die Stunden bezahlt, die auch beansprucht werden, während bei Instituten Aufnahmegebühren anfallen können und vertraglichen Laufzeiten zu berücksichtigen sind.

Welche Grundvoraussetzungen muss man beachten ?
Ausschlaggebend sind hier die fachlichen und pädagogischen Qualifikationen, die nötig sind um Wissen erfolgreich vermitteln zu können. Wissen alleine reicht nicht, denn ist man nicht dazu in der Lage, dieses auch verständlich zu vermitteln, wird der Unterricht kaum zum gewünschten Erfolg führen. Auf den Wissensstand eines Schülers eingehen und diesen individuell unterstützen zu können, erfordert darüber hinaus Organisationstalent, Einfühlungsvermögen und natürlich sollte man auch Spaß an der Sache haben.

Was muss man im Vorfeld noch bedenken?
Wichtig ist festzulegen, ob man Unterricht bei sich zu Hause und/oder direkt beim Schüler anbietet. In jedem Fall sollte ein ruhiges Lernumfeld gegeben sein, damit man sich auf den Lernstoff konzentrieren kann. Darüber hinaus sollte einem bewusst sein, dass man nicht nur Zeit für die Nachhilfestunde selbst sondern auch für das Erstellen individueller Übungsaufgaben benötigt. Schließlich bringt es wenig, nur den Lerninhalt anhand des vorhandenen Schulbuchs durchzukauen.

Wie viel kann man pro Stunde verdienen bzw verlangen?
Dies lässt sich nur schwer festlegen, da es von vielerlei Faktoren abhängt - es macht durchaus einen Unterschied, ob ein Oberstufenschüler einem Kind aus der Unterstufe Nachhilfe gibt oder ein pensionierter Universitätsdozenten bei der Prüfungsvorbereitung für die Matura hilft. Die Preise können demnach im Bereich von € 10 bis hin zu € 50 pro Stunde angesiedelt sein, dh am Besten vergleicht man die "Konkurrenz", bevor man den eigenen Preis festsetzt.

Wie findet man Nachhilfeschüler?
Eine altbewährte Methode hierfür ist das "Schwarze Brett", an dem man die eigenen Nachhilfedienste auf einem Zettel bewirbt. Möchte man einen solchen direkt in einer Schule aushängen, sollte man in jedem Fall bei der Direktion nachfragen, ob man dafür eine Erlaubnis braucht und nicht einfach ungefragt Zettel ankleben. Alternativ bietet sich auch das Inserieren auf Internetplattformen wie zB willhaben an. Wichtig ist darauf Name und Kontaktmöglichkeit sowie Qualifikationen und Fächer (inkl. Schulstufe), in denen man Nachhilfe gibt, und natürlich den Stundenpreis anzugeben.

Bei mir ist es schon ein Weilchen her, da habe ich als Oberstufenschülerin Nachhilfe in Englisch gegeben. Meine damalige Lehrerin hat mich gefragt, ob ich zwei ihrer Schüler aus der Unterstufe beim Lernen helfen wollte und ich habe zugestimmt. Es war definitiv ein Sprung ins kalte Wasser, der zur Freude aller Beteiligten mit Lernerfolg gekrönt war. Verlangt habe ich moderate 80 Schilling pro Stunde*, wobei die dankbaren Eltern mir fast immer Trinkgeld gegeben haben und sogar ein leckeres Mittagessen war ab und zu inkludiert, wenn ich direkt vom Unterricht zur Nachhilfe gekommen bin.
*Wie gesagt, ist es lange her, genauer gesagt gut 25 Jahre.

Achtung: Jeder Nebenjob unterliegt bestimmten steuerlichen und rechtlichen Anforderungen, die es zu beachten gilt! Nähere Informationen hierzu finden sich zB auf der Seite der Arbeiterkammer bzw gibt auch ein Steuerberater entsprechende Auskunft.

Hast du jemals Nachhilfe gegeben? Falls ja, welche Erfahrung hast du damit gemacht? Falls nein, kannst du es dir als Nebenverdienst vorstellen? 

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Jänner 2017)

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