Samstag, 11. Februar 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


So schnell kann ein Monat vergehen und ich wage zu behaupten, nicht untätig gewesen zu sein. Interessanterweise hat es sich für mich als schwieriger herausgestellt, eine Entscheidung darüber zu treffen, in welchem Winkel meiner Wohnung ich denn nun mit dem Ausmisten anfangen soll, als die Aktion selbst. Also habe ich beschlossen, einfach bei den Themen anzufangen, die mir als erstes in den Sinn gekommen sind - Werbeartikel und ein Vorzimmerschrank.

Kleine Randnotiz zu den Bildern:
Wer nachzählt, dem wird auffallen, dass drei Teile zu wenig abgebildet sind.
Beim Werbezeugs fehlt eine Handyhülle und beim Papierkram noch zwei weitere Packungen Post-it's,
die ich beim Fotografieren leider übersehen habe.

Man sollte meinen, dass Dinge, die man gratis erhält, eine tolle Sache sind. Zum Teil sind sie dies bestimmt, allerdings nicht immer. Obwohl ich mir grundsätzlich zweimal überlege, mich von Freebies verleiten zu lassen, bin ich durch mein Faible für Gewinnspiele dann doch öfters durch den Nebeneingang in diese Falle getappt. Manchmal mache ich nämlich bei solchen mit, die einen tollen Hauptpreis verlosen und habe dann das (Un)glück am Ende einen "Trostpreis" abzustauben, der sich meist als Kleinkram mit mehr oder weniger dezentem Aufdruck einer bestimmten Marke präsentiert. Dann wiederum packt die Marketingabteilung zu einem gewonnenen Produkt noch irgendein Goodie dazu, das die Welt, oder zumindest ich, nicht brauche. Markennamenaufdruck inklusive. Wie dem auch sein, im Laufe der Jahre hat sich da so einiges angesammelt und jetzt habe ich mich daran gemacht, die Kiste zu durchforsten, in der das Zeug zwischengelagert war, und mich endlich von allem Unbrauchbaren zu trennen.
Werbeklumpert 13 Teile

Manche Schränke sind wie ein Fass ohne Boden, deshalb empfehle ich bei einer solchen Aktion nicht nur oberflächlich reinzuschauen, sondern wirklich sämtliche Fächer und Laden vollständig auszuräumen und in Folge für jeden einzelnen Gegenstand zu entscheiden, ob man diesen behält oder weggibt.

Es mag abenteuerlich klingen, wenn ich von erstaunlichen Entdeckungen und lang vergessene Relikten berichte, aber genau das brachte das Ausräumen meines eingangs erwähnten Vorzimmerschranks mit sich. Während ich dessen Inhalt mit kritischen Auge betrachtete, wurde mir bewusst, dass ein entscheidendes Kriterium für bzw wider des Behaltens von Dingen deren Größe ist. Man könnte meinen, ich horte Kleidung in besagtem Schrank, aber weit gefehlt, denn es handelt sich durchwegs um Büromaterial. Allen voran verstaue ich hier Notizbücher, welche ich ja grundsätzlich liebe, allerdings haben sich meine Vorlieben im Laufe der Zeit verändert und ich mag großformatige und klobige Formate einfach nicht mehr. Dazu gesellen sich Post-it's (zu winzig, um sie vernünftig zum Einsatz zu bringen), Kuverts (in postpreistechnisch absolut unvernünftigem Format), Fotoalben (noch zu Schillingzeiten gekauft und mittlerweile unnötig, da ich Fotos nur mehr digital aufbewahre), Schachtelsets (möge meine innere Bastelfee in Frieden ruhen), sowie diverser anderer Bürokram durften getrost weg.
Papierlzeugs 28 Teile 

Jänner - 41 Teile

Alles in allem keine schlechte Ausbeute für meinen ersten Monat. Ich musste eigentlich bei keinem der aussortierten Dinge lange nachdenken, ob ich es vielleicht doch noch brauchen könnte und habe auch nicht still und heimlich etwas aus der Box, in der ich alles gesammelt habe, wieder rausgeholt, um es zu behalten.

Hätte ich noch mehr ausmisten können? Bei den Werbeartikeln durften immerhin zwei Teile tatsächlich bleiben, ein Badetuch und eine Kühltasche, für die ich auf jeden Fall Verwendung habe. Im Vorzimmer herrscht zwar keine gähnende Leere im Schrank, aber dafür habe ich wieder Überblick über den Inhalt, bei dem es sich nur mehr um solche Sachen handelt, von denen ich weiß, dass ich sie wirklich benutze und sukzessive aufbrauche. Was habe ich mit dem ganzen Zeug getan? Bis auf die Schachtelsets, die eine Freundin geerbt hat, wurde alles für einen wohltätigen Flohmarkt gespendet.

Wo bzw was würdest du in deinem Heim als erstes ausmisten? Was hält dich davon ab, damit loszulegen und dich meinem Projekt anzuschließen? 

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