Donnerstag, 16. März 2017

{Money} Tierbetreuung


Es gibt viele Gründe, um auf jemandes Haustier aufzupassen. Vielleicht als Gefälligkeit, weil einem jemand in der Abwesenheit die Pflanzen gießt, oder weil man Tiere zwar liebt, aber selbst zu wenig Zeit für ein eigenes hätte. Darüber hinaus ist es aber auch eine gute Einnahmequelle, egal ob man sich dabei aufs Gassi gehen beschränkt oder Urlaubsbetreuung für Susi & Strolch übernimmt.

Welche Voraussetzung gibt es für den idealen Tiersitter?
An allererster Stelle stehen Tierliebe, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Darüber hinaus muss Erfahrung mit Tierbetreuung genauso gegeben sein, wie Kenntnisse über die Tierart, die man betreut. Beim kleinsten Pieps panisch den Tierarzt zu kontaktieren ist nämlich genauso schlecht, wie eindeutige Anzeichen dafür zu übersehen, dass mit einem Schützling etwas nicht stimmt. 

Wie sammelt man denn Erfahrung?
Bücher und Onlinekurse über Betreuung und/oder Erziehung des jeweiligen Tiers sind hier ein guter Anfang. Ebenso empfehlenswert ist es, als freiwilliger Helfer in einem Tierheim mitzuarbeiten, um praktische Erfahrung zu sammeln. Weiters kann man auch Kurse absolvieren und so zB bei einer Hundeschule ein Zertifikat als Hundesitter erwerben. 

Was muss ich als Tiersitter noch unbedingt beachten?
Im Vorfeld sollten auf jeden Fall Versicherungsfragen abgeklärt werden, dh hat das Tier eine Krankenversicherung und besteht eine Haftplichtversicherung, die auch Fremdhütung miteinschließt. Auf eigener Seite, muss man sich darüber bewusst sein, dass man für diese Tätigkeit ein Gewerbe anmelden muss, selbst wenn man Tiere nur "nebenbei" betreut. Nähere Informationen hierzu findet man unter anderem auf der Seite der WKO.

Wie viel kann ich als Tiersitter verdienen?
Das ist stark abhängig von Dauer und Aufwand der individuellen Betreuung und kann somit nicht pauschal beantwortet werden. Hier lohnt sich ein Vergleich, was andere Personen, für ihre Dienste verlangen. Als kleiner Anhaltspunkt - eine Stunde Gassi liegt zumeist zwischen € 5 und € 10, während Kosten bei 24-Stunden-Betreuung zwischen € 25 und  € 50 angesiedelt sind.

Wie finde ich Jobs als Tierbetreuer?
Am Besten hört man sich im näheren Umfeld um, erkundigt sich, ob man einen Aushang zB in Tierheimen oder Hundeschulen anbringen darf, oder gibt eine entsprechende Kleinanzeige auf. Darüber hinaus gibt es auch Onlineplattformen, wie zB Betreut oder Leinentausch, die zwischen Tierhaltern und -betreuern vermitteln.

Bei mir handelte es sich bis dato stets um reine Gefälligkeiten, wenn ich mich um Tiere diverser Nachbarn zwischen ein paar Stunden oder einer Woche gekümmert habe. Diese Erfahrung hochzustufen und als Einkunftsquelle zu betrachten, kam für mich aber nie wirklich in Frage. Sei es der psychotische Papagei, dem ich ein Schicksal als Suppenhuhn angedroht habe, das niedliche Kaninchen mit Killerinstinkt oder der Köter, der meinen Vorzimmerteppich gewässert hat, ich komme mit Tieren besser aus, wenn eine gesunde Distanz zwischen uns liegt.

Achtung: Jeder Nebenjob unterliegt bestimmten steuerlichen und rechtlichen Anforderungen, die es zu beachten gilt! Nähere Informationen hierzu finden sich zB auf der Seite der Arbeiterkammer bzw gibt auch ein Steuerberater entsprechende Auskunft.

Kannst du dir vorstellen mit Tierbetreuung ein wenig Geld nebenbei zu verdienen? Was käme dabei für dich in Frage - maximal Gassi gehen oder gleich Tierhotel?

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand März 2017)

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