Dienstag, 11. April 2017

{Lifestyle} Bequemer Schall und teurer Rauch oder der Kampf gegen kostspielige Angewohnheiten

Vielleicht ist es euch ja schon aufgefallen, aber sobald etwas ungesund ist und/oder ins Geld geht, haben viele Angewohnheiten schnell den Beigeschmack schlecht zu sein. Wenn ich mir das jetzt so überlege, sind Langstreckenflüge nicht nur unbequem, sondern zu allem Überdruss Gift für meinen Rücken, mal abgesehen davon, dass Reisen an sich schon nicht zu den billigsten Freizeitbeschäftigungen zählt. Zum Glück handelt es dabei nur um ein Hobby und keine Gewohnheit, wobei ich mich natürlich an häufigeres Reisen durchaus gewöhnen könnte. Aber ich schweife ab, denn hier geht es um echte schlechte Angewohnheiten, die sich wohl bei fast jedem im Laufe der Zeit eingeschlichen haben und die oft so fix in den Alltag integriert sind, dass man sich ihrer nur am Rande bewusst ist. Verdrängung ist schon eine feine Sache, aber leider kostet sie auch häufig ins Geld.

Eine der offensichtlichsten schlechten Angewohnheiten ist sicherlich das Rauchen. Jeder weiß, dass es nicht gesund ist und schon gar nicht billig, aber mit der Sucht ist das so eine Sache. Ich für meinen Teil habe nie geraucht, ja noch nicht einmal "probiert", weil mir die Glimmstängel schon seit jeher im wahrsten Sinne des Wortes gestunken haben. Angeblich sind ja ehemalige Raucher am nervendsten, wenn man sie mit Rauchern in einen Raum steckt, aber ich stehe dem kaum nach. Am liebsten argumentiere ich mit dem Kostenargument. Nicht so, als würde sich mein rauchendes Diskussionsopfer nicht im tiefsten Inneren darüber bewusst sein, aber ich rechne dennoch immer wieder gerne vor. Ein Packerl am Tag zu € 4,50* kommt auf € 1.642,50 im Jahr. Da ist die nächste Reise doch schon mal gesichert. Allerdings nur dann, wenn man dem Glimmstängel ein für alle Mal eine Absage erteilt. 
*Dies variiert klarerweise je nach Zigarettenmarke.

Studio CI Art via Photl

Zugegeben leicht ist es keineswegs sich Dinge abzugewöhnen, entweder weil man tatsächlich davon abhängig ist oder weil man sich aus Bequemlichkeit an sie gewöhnt hat. Nehmen wir doch nur mal den Caffè Latte, den sich manche jeden Morgen von [Coffeshop des Vertrauens] auf dem Weg in die Arbeit gönnen. Setzen wir den Durchschnittspreis* bei € 3,00 an und wir sind, minus fünf Wochen Urlaub, ein paar Feiertagen sowie einer Woche Krankenstand, bei satten € 675,00. Das Geld kann man weitaus besser in einen Thermosbecher und die Lieblingskaffeesorte für die heimische Zubereitung investieren. Das spart nicht nur einen Großteil der Kosten, sondern noch dazu Zeit, die man mit ungeduldigem Anstellen im Coffeeshop verbringt.
*Je nachdem, ob man lieber Sterne oder goldene Bögen sieht.

Die eigentlich wichtige Frage ist nun, wie man sich am Besten solchen Geldräubern entziehen kann. An allererster Stelle muss ein Umdenken stattfinden, denn selbst wenn man sich im Grunde darüber bewusst ist, welche Angewohnheiten schlecht für's Portemonnaie sind, ignoriert man diese oft aus Faulheit oder mangels brauchbarer Alternativen. Einiges lässt sich sicherlich leichter abgewöhnen als anderes, was verständlicherweise zu Rückfällen oder komplettem Scheitern führen kann. Dann lautet die Devise, bloß nicht aufzugeben und zurück an die Startlinie. Das Kostenargument spricht klare Worte, aber oft hilft es sich zusätzlich zu motivieren, indem man Pläne macht, wie man die Ersparnis in Folge sinnvoll investieren kann. Meine Gedanken wandern dabei gleich Richtung Reise, aber es dürfen gerne auch kleinere Ziele sein und sei es "nur" ein Wellnesstag in der Therme. Wer sich nicht aufgrund des selbst auferlegten Verzichts belohnen will, kann genauso gut allfällige Reparaturen im Heim vornehmen, für die eventuell das Geld eher knapp war. Schließlich legt man schlechte Angewohnheiten nicht aus Jux und Tollerei ab, man will genauso etwas davon haben, Sonnenbrand und neue Badewanne inklusive.

Welche schlechte(n) Angewohnheit(en) kosten dich Geld? Wie viel könntest du dir jährlich sparen, wenn du diese abgelegen würdest?

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