Samstag, 15. April 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


Eigentlich hatte ich durchaus andere Pläne, aber wenn etwas zu mühsam erscheint, ist man nun einmal geneigt, diese noch ein wenig aufzuschieben und sich angenehmeren Dingen zu widmen. Obwohl die gute alte Prokrastination wieder einmal siegreich aus dem Kampf hervorgegangen ist und der Inhalt meines Kleiderschranks daher (dieses Mal!) unangetastet blieb, war ich keineswegs untätig. Stattdessen habe ich mich nämlich einer weiteren typisch weiblichen Problemzone gewidmet - den unendlich Weiten des Badezimmerschranks. Plus anderem Kleinkram, so zum Drüberstreuen.


Im Badezimmer habe ich zum Rundumschlag ausgeholt und ordentlich aussortiert, wobei ich, bis auf eine einzige (!) Ausnahme, wirklich alles auf willhaben an die Frau bringen konnte*. Das, worauf ich aus welchen Gründen auch immer nicht gehen wollte, ist ein kompletter Aufsteller einer bekannten Drogeriemarke. Einige werden sich zu Recht wundern, wie ich überhaupt in dessen Besitz gekommen bin. Kurz gesagt, ich habe ihn gewonnen, worüber ich mich Anfangs total gefreut habe, bis ich realisieren musste, dass keiner daran Anteil haben wollte. Die Tatsache, dass es in meinem Umfeld schon mal niemand umsonst haben wollte, hätte mich auf die resultierende Enttäuschung beim Versuch des Verkaufs vorbereiten sollen, was leider nicht der Fall war. Jedenfalls wird Kosmetik keineswegs besser, wenn sie ewig lang rumliegt, weshalb das ganze Set in der Spendenschachtel landete.
*Zur Erinnerung: Ich zähle beim Ausmisten nur jenes, was gespendet oder verschenkt wird, jedoch keine Verkäufe.
Kosmetikzeugs 48 Teile

Es mag Überwindung kosten, aber Geschenktes nur anstandshalber zu behalten, obwohl man weder Freude noch Nutzen davon hat, macht keinen Sinn. Genauso verhält es sich mit Dingen, die nur begrenzt haltbar sind - anstatt diese zu horten, ist es besser sich davon zu trennen, egal ob durch Verkauf oder Spende.

Zwar nicht im Bad, dafür quer in der Wohnung verteilt, sind mir dann noch einige Relikte ins Auge gestochen, die ebenfalls ihres Auszugs aus meiner Wohnung harrten. Interessanterweise handelt es sich dabei durchwegs um Dinge, die ich irgendwann mal geschenkt bekommen habe und welche ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr besitzen oder nutzen möchte. Darunter ein paar Uhren, deren Batterien leer sind und bei denen Ersatz de facto teurer käme, als der ursprüngliche Preis für die Uhren selbst. Dazu gesellen sich Häferln von Personen, die mittlerweile auf weniger schöne Art mein Leben verlassen haben und an die ich einfach nicht mehr erinnert werden möchte.
Krimskrams 5 Teile

März - 53 Teile

Mittlerweile ist die Gesamtzahl aller ausgemisteten Gegenstände auf beachtliche 140 Teile gestiegen. Wieder fiel mir die Entscheidung recht leicht, wovon ich mich endgültig trennen wollte. Jedenfalls habe ich mich über die Tatsache, dass ich Kosmetik im Wert von gut € 300 einfach so weggebe, schnell hinweg getröstet, denn schließlich hat es mich ja nichts gekostet. Und mich von Geschenken zu trennen, war auf jeden Fall befreiender, als ich gedacht hätte.

Hätte ich noch mehr ausmisten können? Es ist definitiv wieder Licht am Ende des Badezimmerkastls auszumachen, anders formuliert, es ist  schön überschaubar und nur noch mit Dingen bestückt, die ich tatsächlich verwende. Beim Krimskrams bin ich sicher, dass sich im Laufe des Jahres noch etliches finden wird, das ich nicht mehr nutze oder brauche, dh darauf werde ich definitiv ein Augenmerk legen. Was habe ich mit dem ganzen Zeug getan? Diesmal bin ich ein bisschen spät dran, aber gleich nach Ostern bringe ich alles gesammelt zum SOMA, welcher hoffentlich mit dem Schminkzeug mehr Freude und (Verkaufs)glück haben wird.

Würde eine kleine Entrümpelungskur deinem Badezimmerschrank gut tun? Fällt es dir schwer, dich von geschenkten Dingen zu trennen?

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