Dienstag, 18. April 2017

{Shopping} Cash vs Card oder nicht nur Bares ist Wahres

Geld ist Geld, sollte man meinen, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Heutzutage schleppt man meist beides mit sich in der Geldbörse herum: Bares und Karte(n). Unterm Strich erfüllten sie natürlich den selben Zweck - man bezahlt damit Waren oder Dienstleistungen damit. Aber wie bei so vielen Dingen im Leben, haben diese beiden Varianten so ihre Vor- und Nachteile und deren Besitzer ihre individuellen Vorlieben. Ich für meinen Teil gehöre vornehmlich der Fraktion Bargeldzahler an, was keineswegs bedeutet, dass ich meine Kreditkarte nie zum Einsatz bringe. Schließlich ist dies eine wirklich bequeme Bezahlungsmöglichkeit bei Onlinekäufen oder besonders auf Reisen, wo es einfacher ist eine Karte zu hüten, als ein dickes Geldbündel mit sich herumzuschleppen.

Die Frage, ob denn nun Bargeld oder doch Kartenzahlung die bessere Option sei, ist schwer zu beantworten, weil es von vielerlei Faktoren abhängt. Wer sparsam denkt, wird gleich darauf hinweisen, dass eine Kreditkarte mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Andererseits bezieht man Bargeld übers Konto und für dieses entrichtet man im Regelfall ebenso Gebühren. Lässt man dieses Argument fürs erste unberücksichtigt, kommt man rasch zu zwei weiteren Faktoren, nämlich wie (un)praktisch eine der Zahlungsweisen bei einem bestimmten Kauf ist und mit welcher man besser den Überblick über die eigenen Finanzen behält.

yedidiak via Pixabay

Manche bringen ihre Bank(oder kredit)karte mit einer selbstverständlichen Blindheit zum Einsatz, dass ich mich nur wundern kann. Da wird munter bezahlt, bezahlt, bezahlt und wenn dann die Monatsrechnung eintrifft oder man einen Kontoauszug macht, kommt es zu akuter Schnappatmung. Wo ist das Geld bloß wieder hingerannt, wird da räsoniert, dabei wäre es doch wirklich einfach sich diesen Jammer zu ersparen, indem man sich sämtliche Ausgaben aufschreibt, um den Überblick zu bewahren. Verzichtet man gerade im Alttag auf Kartenzahlung, hat man schon grundsätzlich ein besseres Gespür dafür, wie viel Geld man ausgibt und entsprechend ist dann die monatliche Endabrechnung im Haushaltsbuch vielleicht nicht unbedingt erfreulich, aber zumindest keine Überraschung.

Mir ist schon klar, dass für manche das Thema Haushaltsbuch zum großen Gähnen führt oder als altbacken abgetan wird, dabei ist dies der einfachste Weg, um einen konkreten Einblick in die eigenen Finanzen zu haben. Dabei ist es im Endeffekt egal, ob man lieber bar oder mit Karte bezahlt, Hauptsache man "übersieht" keine Ausgabe und trägt sie ein. Der Rest ist, wie gesagt, eine reine Vorliebe. Liegt selbige beim kartenförmigen Zahlungsmittel und neigt man dazu den "Füllstand" des Kontos aus den Augen zu verlieren, ist es leider besonders schwer, die unkontrollierten Ausgaben zu zügeln. Um zu sehen, wo das Geld hinläuft, sollte man eine Woche lang die Karte(n) zu Hause lassen und nur mit Bargeld zahlen. Dies steigert das Bewusstsein dafür, wie oft und vor allem wie viel man sonst nebenbei und undurchdacht ausgibt. Neigt man dazu, Bargeldreserven drei Mal die Woche am Bankomat aufzufüllen, ist zusätzlich eine Beschränkung sinnvoll. Wer glaubt, nicht mehr als zB € 100 pro Woche zu verprassen, gibt nur diese Summe ins Börsl. Bei einigen wird spätestens am Donnerstag klar sein, dass zwischen Glauben und Fakt nicht nur Welten sondern auch etliche Scheine liegen können. Selbstverständlich soll man über diesen Zeitraum hinweg auch Buch führen und am Ende der Woche ein Resümee ziehen. Vielleicht läppern sich manche Angewohnheiten, wie der morgendliche Coffee-to-go, unerwartet zusammen oder es sind eher Spontankäufe, die im wahrsten Sinne des Wortes ihren Beitrag leisten. Kurz gesagt, man muss sehen, um zu verstehen. Ergo Haushaltsbuch. Dann ist es auch egal, ob cash oder card, denn es zählen nur die inneren aka monetären Werte.

Zahlst du bevorzugt mit Münzen und Scheinen oder doch lieber mit Karte? Was hältst du von meinem 1-Woche-nur-Bargeld Versuch, um mehr Bewusstsein für Ausgaben zu schaffen?

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