Dienstag, 30. Mai 2017

{Shopping} (K)eine haarige Sache oder wie Werbung unser Denken und Kaufen manipuliert

Im Grunde genommen lässt die Werbeindustrie echt kein gutes Haar an uns. Schenkt man all den Werbeplakaten oder Werbespots Glauben, müssen unsere Körper optimiert werden, wo es nur geht. Wir glauben es. Und kaufen es. Ein Beispiel, das in meinen Augen besonders hervorsticht, ist die Sache mit den Haaren. Ich rede jetzt nicht von der wallenden Mähne, die sogar Rapunzel eifersüchtig machen würde. Ganz im Gegenteil, es geht nämlich um so ziemlich jedes andere Körperteil, auf dem sich Haare unaufgefordert auszubreiten trauen. So ist das eben mit der naturgegebenen Behaarung, die partout nicht auf unseren ästhetischen Anspruch Rücksicht nimmt. So zwingen wir sie eben in die Knie, indem wir den lästigen Härchen mit Rasierer, Wachs & Co den Garaus machen. Und mit wir meine ich Frau und Mann. Bei beiden Geschlechtern ist haartechnisch gesehen vom Hals abwärts alles fair game, denn aufgrund eines unausgesprochenen Gesetzes ist unser Haupthaar absolut erwünscht. Setzt am Kopf hingegen akuter Haarausfall ein, bricht Panik aus, aber an allen anderen Körperstellen würden wir uns diebisch darüber freuen. 

Gerade die jüngere Generation kennt dies nur mehr gerüchteweise oder von alten Urlaubsfotos ihrer Eltern. Vertraut mir, wenn ich euch sage, ich war dabei und bis in die 80er sah man in Europa tatsächlich Achselhaare soweit das Auge reicht. Es war vollkommen normal und niemand hat es irgendwie in Frage gestellt. Dann schwappte, wie so vieles, die Rasiermanie von den USA auch zu uns und das Ende ist Geschichte bzw glattrasierte Haut. Dabei ist dies kein Phänomen, das infolgedessen nur von den Jüngeren unter uns übernommen wurde, denn heutzutage wird bei vielen selbst jenseits der 70 durchaus konsequent enthaart. Ich rufe in Erinnerung - das ist jene Generation, die in den 80ern schon in den sogenannten "mittleren Jahren" und vor allem schön haarig unterwegs war.

kropekk_pl via Pixabay

Man stelle sich vor, wir würden von einem Tag auf den anderen aufhören, uns unserer als überflüssig betrachteten Körperbehaarung zu entledigen. Betrachten wir es als 80er Jahre Revival, so wie in der Mode nur ohne Schulterpolster oder Neonfarben, dafür mit buschigen Achselhöhlen und Wildwuchs in der Intimzone. Einige werden jetzt mit den Achseln zucken, weil es ihnen schlichtweg egal ist, während andere dies mit einem leidenschaftlichen "Na wähhh ... ist das grauslich!" kommentieren würden. Das Schlimmste kommt noch - da steckt eine ganze Industrie dahinter, die mit einem Mal Null Umsatz macht. Fakt ist: Werbung macht uns glauben, dass wir dieses und jenes brauchen, aber sie wäre nichts ohne den Druck, den die Gesellschaft ausübt, die ihnen auch Glauben schenkt. So ist glatte, haarlose Haut mittlerweile die Norm und von dieser abweichen wollen die wenigsten. Die Industrie bedient das Bedürfnis, diese Norm zu erfüllen und lassen in Werbekampagnen die Haarlosigkeit hochleben. Und der Euro rollt. 

Ist dies eine Aufforderung meinerseits, die Verkaufszahlen zur Enthaarung dienlicher Utensilien oder Prozeduren zu senken? Mitnichten. Ich finde, jede(r) soll es mit der eigenen Behaarung so halten wie er oder sie möchte, dabei allerdings anderen ebenfalls diese Entscheidung, vorzugsweise ohne blöde Kommentare, frei lassen. Ich meine, mal ehrlich, es sind nur Haare. Diese wachsen zu lassen ist kein Statement, sondern Natur. Das passiert, zum Ärger vieler, ganz von alleine und hört nie auf. Dies wiederum lässt sehr zur Freude von diversen Produzenten permanent die Kasse klingeln. Ein Trend wurde zum großen Geschäft und es ist nachvollziehbar, dass die dahinterstehende Industrie diesen so lange wie möglich am Leben erhalten will. Mir ist das jedenfalls herzlich egal. Im Sommer steuere ich meinen rasiertechnischen Beitrag bei, aber im Winter herrscht Natur pur. Dabei Geld zu sparen ist jedoch nicht der Grund für meine Entscheidung, sondern ein Nebeneffekt, den ich durchaus schätze.

Wie ist deine Meinung zu dem haarigen Thema? Kennst du noch andere Beispiele, wie Werbung im Laufe der Zeit unsere Körper mit bestimmten Produkt zu "optimieren" versuchte? 

Sonntag, 28. Mai 2017

{Win} Gewinnspielseiten für Weltenbummler


Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, und wenn einer eine Reise gewinnt, so kann er ordentlich sparen!

China Tours

ETI

Großarltal

Gulet

Gute Reise

Lifestylehotels

Moser Reisen

MySwitzerland

Reise Aktuell

Urlaubsguru

Webhotels

Zur Info: Auf manchen der angeführten Seiten muss man sich (kostenfrei!) registrieren bzw ein Profil anlegen. Alle Gewinnspiele sind laut Teilnahmebedingungen bzw Teilnahmeformular für Österreich offen!

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Samstag, 27. Mai 2017

Diesen Monat gespart ... mit jeder Menge Papierlzeugs und Schokoglasur obendrauf


Unerwartet flatterte eine gratis Ausgabe der Wienerin ins Haus. Eigentlich habe ich ja mein Abo Anfang des Jahres gekündigt und offenbar soll mich dies wieder auf den Geschmack bringen. Nun, auf die kostenfreie Lektüre freue ich mich durchaus, aber so leicht lasse ich mich nicht ködern, denn das Thema Abo habe ich bereits abgehakt.
€ 4,20 gespart

Anstatt mir die aktuelle Ausgabe von FLOW zu kaufen, habe ich sie doch tatsächlich gewonnen. Dies ist übrigens das einzige Magazin, das ich mittlerweile überhaupt noch lese, weil es mir unendlich viel Spaß macht, mich darin zu vertiefen und mit all den paper goodies zu spielen. Nochmals herzlichen Dank für den wunderbaren Gewinn an Rebecca von Sinnenrausch!
€ 8,00 gespart

Eine Freundin hat mich auf ein paar leckere Kalorien im neu eröffneten Tasty Donuts in Mödling eingeladen. Zwei vegane Donuts und einen sommerlichen Smoothie später war ich um ein Speckröllchen reicher und sie ein paar Euro ärmer. Alles in allem sicher einen Besuch wert, aber irgendwie war meine Erwartungshaltung wohl einfach zu hoch ... genauso wie die Preise. Bei letzterem spricht aber (vielleicht) auch nur mein innerer Geizhals ein Wörtchen mit.
€ 7,60 gespart

Mein angespartes Guthaben gewonnener Etsy Gutscheine habe ich in drei Shops verprasst. Ich kaufe ja grundsätzlich gerne handmade goodies auf Etsy und wenn man fast* nichts dafür zu zahlen braucht, macht es das Vergnügen gleich noch mal einen Deut schöner. Erstanden habe ich übrigens einen ganzen Schwung bezaubernder illustrierter Postkarten für mein Hobby Postcrossing.
*Ganze $ 5,85 musste ich dann doch aus eigener Tasche zuzahlen.
$ 75 gespart

Außerdem habe ich meinen Kartenfundus zusätzlich mit gratis Werbekarten aufgestockt. Nachdem ich stets Ausschau nach tollen Postkarten halte, bin ich kürzlich durch Zufall über einen Aufsteller für solche Karten gestolpert. In der Vergangenheit habe ich diese eigentlich immer links liegen gelassen, da man den meisten die "Werbung" auf den ersten Blick ansieht. Diesmal jedoch waren ein paar echt tolle Designs von Boomerang Media dabei, die mit "normalen" Karten absolut mithalten können.
Einen weiteren Postkartenkauf gespart!

Wie viel hast du im Mai gespart? Hat dein Sparschwein um den Bauch herum zugelegt oder musste es Diät halten?

Donnerstag, 25. Mai 2017

{Money} Sparen beim ... Museumsbesuch


Sich ein wenig Kultur zu gönnen, ist (leider) nicht immer billig. Wer die Geldbörse nur ungern für Eintrittskarten zückt, braucht allerdings nicht auf einen netten Nachmittag im Museum zu verzichten, wie meine Tipps beweisen.

1. Museen mit Gratis Eintritt besuchen.
Es gibt in Wien unzählige Museen, die freien Eintritt bieten. Es handelt sich dabei zwar vorwiegend um eher kleinere, unbekannte Museen, aber diese sind genauso einen Besuch wert, wie deren große Geschwister. 

2. Freien Eintritt für Jugendliche nutzen.
Einige Museen bieten Gratis Eintritt für Besucher unter 19 Jahren, darunter auch einige der beliebtesten Museen wie zB das Naturhistorische Museum oder das Technische Museum.

3. Gratis Öffnungszeiten nutzen.
Das Herresgeschichtliche Museum sowie die Standorte des Wien Museums bieten am 1. Sonntag eines Monats freien Eintritt. Das MAK kann man jeden Dienstag von 18:00 bis 22:00 Uhr kostenlos besuchen.

4. Ermäßigungen in Anspruch nehmen.
Gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises erhalten Schüler, Studenten, Grundwehrdiener, Zivildiener und/oder Senioren in den meisten Museen günstigere Tickets.

5. Vorteile der ÖAMTC Clubkarte nutzen.
Ist man ÖAMTC Mitglied, kann man bei dessen Vorteilspartnern durch Vorlage der Clubkarte ebenfalls ein paar Euro sparen.

6. Kulturpass beantragen.
Für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, bietet sich der Kulturpass an, mit welchem man kostenlos viele Kultureinrichtungen besuchen kann. 

7. Am Nationalfeiertag ins Museum gehen.
Viele Museen bieten am 26. Oktober Ermäßigungen oder sogar freien Eintritt an.

8. An der Langen Nacht der Museen teilnehmen.
Am 7. Oktober 2017 findet wieder die ORF Lange Nacht der Museen statt, bei der Museen ihre Türen von 18:00 bis 01:00 Früh öffnen. Die Tickets für dieses Event kosten € 15 (regulär) bzw € 12 (ermäßigt) und berechtigen zum Eintritt aller teilnehmenden Häuser.

Welcher dieser Tipps ist für dich am interessantesten? Hast du schon einmal ein Museum mit Gratis Eintritt(szeiten) besucht?

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Dienstag, 23. Mai 2017

{Lifestyle} Liebes, teures Narrenkastl oder wenn Bilder laufen und den Gebühren doch nie entkommen

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da gestaltete sich die allabendliche Entscheidungsfindung, was man sich denn im Fernsehen ansehen solle, wahrlich einfach. Damals gab es nur zwei Sender, nämlich FS1 und FS2, und so brauchte man im Zweifelsfall bloß eine Münze zu werfen. Einige werden jetzt verwirrt die Stirn runzeln, was bei den etwas jüngeren Semestern durchaus verzeihlich ist. Daher zur Aufklärung - es handelte sich um die ersten öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme hierzulande, mittlerweile als ORF eins und ORF 2 bekannt. Vielleicht blicke ich nur in verklärter Nostalgie zurück auf jene Tage, in denen die Biene Maja noch recht farblos* über den Bildschirm flackerte. Wir waren einfach genügsamer, schließlich gab es nur zwei Sender und wenn nichts lief, was man sich anschauen wollte, wurde das Gerät eben nicht eingeschalten.
*Meine Eltern haben sich erst Mitte der 80er einen Farbfernseher gekauft!

Gejammert, dass im Fernsehen nix g'scheites läuft, während man ziellos durch geschätzte 124 Sender zappt, wurde in meiner Kindheit jedenfalls nicht. Gejammert, weil die Rundfunkgebühren schon wieder angehoben wurden, wurde meines Wissens nach nicht. Wenn man bedenkt, dass die technische Errungenschaft des Fernsehgeräts durchaus als Statussymbol galt, das sich Anfangs nicht jeder leisten konnte, macht dies schon Sinn. Für diesen neuen Luxus, der zu Hause über den Bildschirm flackernden bewegten Bilder, blätterte man gerne Geld hin oder hinterfragte es zumindest nicht groß. So wie ein Semmerl vom Bäcker, bekam man ja auch hier etwas für die zu entrichtende Gebühr.

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Spätestens mit Einführung von Privatsendern wurde die gute alte Rundfunkgebühr von vielen als weniger gut und definitiv alt gesehen. Wer will schon für ein halbes Dutzend Sender den gleichen oder sogar höheren Betrag* zahlen, wie für eine ganze Armada an privaten Sendern? Das Argument, dass keine Werbepausen das Sehvergnügen stören, zieht nun mal nicht bei jedem. Bedenkt man darüber hinaus die Anzahl an verschiedensten Privatsendern und das damit einhergehende breitere Angebot an Sendungen, wird Werbung zur Nebensache. Außerdem ist der Mensch anpassungsfähig und macht das Beste aus einer Situation, so werden diese Unterbrechungen sinnvoll genutzt, indem man rasch auf die Toilette geht oder sich ein Getränk aus der Küche holt, ohne dabei etwas zu verpassen.
*Kleines Rechenbeispiel: Ich bezahle bei Kabelsignal € 17,90 pro Monat (jährliche Abbuchung), während die GIS € 52,66 alle zwei Monate von mir erhält.

Bei einem Gespräch mit einer Freundin aus den USA war diese jedenfalls perplex, dass einen hierzulande alleine der Besitz eines Fernsehgeräts dazu verpflichtet, eine solche Gebühr zu bezahlen. Egal, ob man die ORF Programme jemals einschaltet oder nicht, zahlt man nicht, kommt der GIS Mensch hartnäckig immer wieder. Ein Fernsehgerät ist eben melde- und gebührenpflichtig und keines zu besitzen offenbar höchst suspekt. Ob dies fair ist, sei nun dahingestellt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hinkt jedenfalls gewaltig, wenn man sich anschaut, was man bei Kabel, SAT & Co geboten bekommt. Da stößt die aktuellste Anhebung der Gebühren im April diesen Jahres wohl den meisten bitter auf. Würden wir freiwillig auf unser Narrenkastl verzichten? Wohl kaum, denn wir haben es einfach zu lieb gewonnen, um uns davon zu trennen und nehmen die Zwangsgebühren murrend hin.

Kann man denn die lästigen Rundfunkgebühren irgendwie umgehen? Jein. Besitzt man weder Fernseh- noch Radiogerät muss man klarerweise nicht bezahlen, wobei jedoch Mitarbeiter der GIS in regelmäßigen Abständen vorstellig werden. Diese haben zwar kein Zutrittsrecht, dürfen allerdings in Begleitung der Bezirksverwaltungsbehörde überprüfen, ob man tatsächlich über keine Rundfunkempfangseinrichtung verfügt. Besitzt man einen internetfähigen Computer (ohne TV-Karte!), ist man laut Urteil des VwGH seit 2015 nicht mehr zur Bezahlung der Gebühr verpflichtet. Darüber hinaus haben bestimmte Personengruppen Anspruch auf Befreiung von der Rundfunkgebühr.

Was hältst du von der (wieder einmal angehobenen) Rundfunkgebühr? Findest du sie überholt oder hat sie durchaus ihre Berechtigung?

Sonntag, 21. Mai 2017

{Free} Gratis Sprachunterricht


Um eine Sprache zu erlernen oder Kenntnisse aufzufrischen, braucht man nicht unbedingt für Unterrichtsstunden oder Kursmaterialien tief in die Tasche zu greifen. Mit kostenlosen Sprachkursen klappt es nämlich mit dem Vokabel lernen oder Einstimmen auf die Landessprache des nächsten Urlaubsziels genauso gut.







Leseempfehlung

Zur Info: Auf manchen der angeführten Seiten muss man sich (kostenfrei!) registrieren bzw ein Profil anlegen. Die mit * markierte Website bietet zusätzlich eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft an.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Donnerstag, 18. Mai 2017

{Regional} Mödlinger Stadt-Schokolade


Mödling kann man auf vielen Arten genießen und nunmehr auch in Form von leckerer Schokolade. Die süße Idee stammt von Peter Thomas und seinem Weltladen-Team. Für das ansprechende Drumherum sorgen Ilse Heistinger's wunderbare Illustrationen der Stadt und um das leckere Innenleben in Form von zartschmelzendem Tausenblätternougat kümmerte sich Zotter.
Erhältlich ist die Stadtschokolade im Weltladen Mödling in der Pfarrgasse 6!


Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Dienstag, 16. Mai 2017

{Shopping} Endstation Lieblingsshop oder warum Geld ausgeben ruhig Spaß machen darf

Mal ehrlich, wir haben doch alle so unsere Schwächen. Meist lassen wir diesen, mit oder ohne Reue, freien Lauf, wenn wir durch die Geschäfte tingeln. Manche tun sich am liebsten bei DM oder Douglas gütlich, andere wiederum bei H&M oder Peek & Cloppenburg. Bei den meisten Bloggern kann man die jeweiligen Shoppinglieblinge recht schnell erraten, bei mir ist dies vermutlich ein klein wenig schwieriger. Was mag jemand, der sich offen fürs Groschen zählen ausspricht, schon gerne einkaufen? Eine ganze Menge, das kann ich euch versichern. Ohne euch nun lange auf die Folter zu spannen, darf ich euch verraten - meine große Schwäche sind Bücher. 

Während eine Schwäche weitaus freundlicher als Faible bezeichnet werden kann, finde ich ersteres doch viel treffender. Immerhin werden wir bei gewissen Dingen, die verlockend ihre Sirenengesänge erklingen lassen, sobald unser Auge sie erspäht, magisch in die Geschäfte gezogen. Kurz gesagt, wir werden schwach und geben uns der Verlockung hin, egal ob es sich dabei um ein Parfum, eine Jeans oder einen Roman handelt. Geld alleine macht nicht glücklich, aber wenn man es für Dinge ausgibt, die einen erfreuen, nun, das qualifiziert sich definitiv als Glück.

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Leider kann man es selbst mit der Freude maßlos übertreiben. So habe ich nicht grundlos Anfang diesen Jahres beschlossen, mich bis Ende Juni in Kaufverzicht zu üben. Buchtechnisch gesprochen natürlich, denn ansonsten bin ich ohnehin eine recht zurückhaltende Konsumentin. Ironischerweise kommt hier das Zählen wieder zu Ehren, denn manchmal öffnet es einem erst die Augen, wenn man nicht Geld sondern Dinge zählt. Dabei achte ich beim Bücherkauf durchaus auf die Kosten. So stöbere ich gerne auf Flohmärkten nach Lesestoff oder warte auf Aktionen für den Kindle. Dies alles schont die Börse, aber es verleitet ebenfalls dazu es manchmal oft zu übertreiben. Wenn das Geld mehr ausgibt, ist frau nun mal geneigt, ein wenig freigiebiger zu sein. Dies hat eine erschreckende Nebenwirkung - die Bücher stapeln sich bis zur Decke und ein Tischtuch drüberwerfen und zum Beistelltisch erklären, ist irgendwie keine wirklich zufriedenstellende Lösung.

Wie gesagt, manchmal hilft es zu zählen. In meinem Fall hatten sich knapp über 200 (!!) ungelesene Bücher angesammelt. Obwohl sich viele platzschonend auf meinem Kindle tummelten, änderte dies nichts an der Tatsache, dass eine kleine Kaufpause mehr als angebracht war. Nachdem ich mittlerweile fast ein Viertel* davon gelesen habe, hat sich nicht nur die Gesamtzahl jetzt schon ordentlich reduziert, sondern vor allem widme ich einigen schon länger vor sich hinstaubenden Schmökern endlich die verdiente Aufmerksamkeit. Und ich überlege, dies sogar noch etwas länger fortzusetzen - bis das Glück des Habens nachlässt und nach ein wenig Auffrischung aka neuen Büchern im Regal verlangt.
*Ja, ich verbringe meine Freizeit bevorzugt mit meiner Nase in einem Buch.

Jedenfalls halte ich es keineswegs für eine Todsünde für etwas Geld auszugeben, egal ob mit oder ohne Sparfaktor, wenn man damit eine ehrliche Freude hat. Im Gegenteil, ich bin sogar dafür, dass man sich gewisse Dinge gönnt, eben weil sie uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern und unser Herz zum Lachen bringen. Dennoch sollte man dies mit Maß und Ziel tun, wobei ich mich da selbst öfter mal an der Nase nehmen muss. Bücher nur zu horten, anstatt sie zu verschlingen, war zwar nie meine Absicht, hat sich jedoch im Laufe der Zeit irgendwie ergeben. Dies zu realisieren und den Zustand ändern zu wollen, war ein wichtiger Schritt und das Schöne dabei ist, dass ich es gar nicht vermisse auf Buchkauftour zu gehen. Schließlich gibt es ja die Erfindung der Schlupflöcher. Und so ist es absolut ok Bücher zu gewinnen oder ab und zu eines aus einem offenen Bücherschrank mitzunehmen. *grins*

Welche Shoppinglieblinge lassen dich schwach werden? Zählst vielleicht auch du zu den Buch-o-holics wie ich selbst?

Sonntag, 14. Mai 2017

{Win} Newsletter: Geschichte einer Hassliebe


Einerseits verstopfen sie einem den E-Mail Eingang, andererseits enthalten sie mitunter doch recht interessante Inhalte, wozu auch Gewinnspiele zählen. Im Endeffekt muss man abwägen, ob ein Mehrwert die Newsletter-Flut wettmacht oder nicht. Wählerisch bei der Anmeldung von Newsletter zu sein, schadet aber in keinem Fall und so beziehe ich selbst nur jene, die mich a) inhaltlich interessieren und b) mit Infos zu Gewinnspielen versorgen.

Abgesehen von Gewinnspielverzeichnissen oder Gewinnspielseiten von Marken(unternehmen), Magazinen, etc findet man vielfach Gewinnspiele tatsächlich nur durch näheres Stöbern auf Websites (zB gut versteckt am Ende eines Artikels) oder eben durch Newsletter. Letzteres ist schlichtweg bequemer, denn wer durchforstet schon gerne aufwändig Seiten, um herauszufinden, ob vielleicht irgendetwas verlost wird? Das kostet schließlich Zeit und da bieten Newsletter eine gute Alternative - meist werden Gewinnspiele schon im Betreff erwähnt bzw das E-Mail kurz zu überfliegen, kostet definitiv weniger Zeit, als langwierig direkt auf einer Website zu suchen.

Ab einem gewissen Punkt können Newsletter dennoch zum Fluch werden. Ich erinnere mich noch daran, als ich vor ein paar Jahren "unplugged" auf Reise gegangen bin. Zwei Wochen ohne Internet waren erstaunlich befreiend, aber der entspannte Zustand verabschiedete sich schlagartig, als ich zum ersten Mal wieder meine E-Mails abgefragt habe - wir reden hier von einer Zahl im vierstelligen Bereich. Es hat Stunden gedauert, um die Spreu vom Weizen zu trennen und ich habe dies damals zum Anlass genommen, doch etwas wählerischer beim Bezug von Newsletter zu werden. Und die Abmeldewelle rollte fröhlich dahin ...

Wie mit so vielen Dingen, haben eben auch Newsletter ihre Vor- und Nachteile, die man gegeneinander abwägen muss. Bezüglich Gewinnspielinfos sind sie meines Erachtens aber eine feine Sache und machen das höhere E-Mail-Aufkommen im Postfach durchaus wett. Solange man sich also mit Bedacht für Newsletter anmeldet, ist eine gute Balance mit einem Maximum an spannenden Infos und einem Minimum an Postfachverstopfung  durchaus möglich.

Bist du ein Freund von Newsletter oder sind sie dir ein Gräuel? Abonnierst du sie ebenfalls gerne, um über Gewinnspiele informiert zu werden?

Samstag, 13. Mai 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


Es kam, wie es kommen musste. Während ich mir den Kopf über die perfekte Herangehensweise zur Bewältigung meines Kleiderschranks zerbrochen habe, hat ein gewisser Panther an der Uhr gedreht. Und nun ist es tatsächlich viel zu spät, um diesen Zustand auch nur ansatzweise und vor allem am letzten Drücker zu ändern. So habe ich mich also mit der Theorie befasst und die Praxis auf den nächsten Monat verschoben. Wenn ich es recht bedenke, da der Inhalt meines Schranks doch etwas *hust* umfangreicher ist, werde ich die Großbaustelle eher als 2-Monats-Projekt in Angriff nehmen. Die geistige Vorarbeit wurde immerhin geleistet und mit der richtigen Einstellung steht somit das Programm für die nächsten zwei Monate fest. Sei's wie's sei, ein bisschen wurde am Ende doch ausgemistet. Ich sag nur - Wolle.


Da ich vor gut fünf Jahren das letzte Mal zu den Stricknadeln gegriffen habe, war es Zeit meine Vorräte an Wolle etwas zu lichten. Immerhin habe ich seinerzeit genug Schals produziert und zu mehr haben weder Talent noch Geduld gereicht. Also habe ich mich, abgesehen von ein paar "Reserveknäueln", die sich für weitere Loop-Schals eignen (man weiß ja nie), von meinen Wollrestln getrennt und damit eine Bekannte beglückt. Die Freude war riesig und vor allem doppelt, denn keine zwei Wochen später bekam ich als Dankeschön* ein Paar selbstgestrickter Wollsocken!
*Streng genommen habe ich damit zwar zwei Knäuel retour bekommen, aber nachdem diese nun eine völlig andere Form und Funktion haben, ziehe ich diese nicht von der weggebenen Zahl ab.
Wollknäuel 12 Stück

April - 12 Teile

Trotz der diesmal echt kärglichen Ausbeute ist die Gesamtzahl nun schon auf exakt 152 Teile gestiegen. Auch wenn ich in den letzten Monaten schon ordentlich vorgelegt habe, ein bisschen ärgere ich mich schon, dass ich diesmal nur so wenig ausgemistet habe. Aber ich bin ja lernfähig, werde einen konkreten Schlachtplan zu Papier bringen und mir vor Augen halten, dass ich mich für den erfolgreichen Abschluss des Projekts noch von weiteren 215 Dingen trennen muss. In diesem Sinne gibt es beim nächsten Mal nur dann Socken zu sehen, so ich solche entsorge. *zwinker* 

Hätte ich noch mehr ausmisten können? Wolltechnisch gesehen nein, denn ich schließe nicht aus, doch mal wieder die Stricknadeln zu schwingen und hab mir fünf Großknäuel meiner Lieblingswolle behalten. Darüber hinaus habe ich es diesen Monat echt schleifen lassen und werde mich dafür die nächsten Male g'scheit ins Zeug legen. Was habe ich mit all dem Zeug gemacht? Diesmal habe ich alles verschenkt und damit die Stricknadeln einer Bekannten zum Glühen gebracht.

Leidest du beim Ausmisten auch gerne mal an Aufschieberitis? Was ist die größte "Problemzone" in deinem Heim, wenn es ums Entrümpeln geht?

Donnerstag, 11. Mai 2017

{Money} Produkttests


Mittlerweile habe ich so einige Möglichkeiten vorgestellt, um entweder ein bisschen Geld nebenbei zu verdienen oder Gutscheine und andere Prämien als Entschädigung zu erhalten. Neben der Bezahlung im herkömmlichen Sinn, gibt es noch eine weitere interessante Variante, die man wohl am ehesten als Tausch bezeichnen kann. Bei Produkttests wird ein Produkt zur Verfügung gestellt, welches man im Regelfall kostenfrei* behalten darf. Im Gegenzug testet man dieses und bewertet es mittels eines Fragebogens oder in Form einer Rezension.
*Bei hochpreisigen Elektroartikeln ist es zumeist so, dass man diesen entweder retournieren muss oder zu einem Preis, der im Regelfall weit unterm Marktwert liegt, kaufen kann.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um bei solchen Tests mitzumachen. Ein paar der gängigsten, die ich selbst schon in Anspruch genommen habe, sind wie folgt.

Testplattformen
Bei trnd hat man die Chance Markenprodukte der verschiedensten Themenbereiche* kennenzulernen. Qualifiziert man sich für ein Bewerbungsticket, kann man sich bei Interesse für das jeweilige Projekt anmelden. Eine weitere, jedoch kleinere Plattform ist kjero. Da man hier keine Bewerbungstickets erhält, muss man regelmäßig vorbeischauen oder den Newsletter abonnieren, um zu sehen, welche Kampagnen aktuell starten
Bei beiden Portalen können Personen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz teilnehmen!
*Hier könnt ihr nachlesen, was in abgelaufenen Projekten schon alles getestet wurde.

Marken(unternehmen)
Vielfach übernehmen große Markenunternehmen selbst Testkampagnen für ihre Produkte. Von diesen erfährt man am ehesten über Newsletter, direkt auf der Website oder in den Sozialen Medien. Einige, bei denen ich im Laufe der Zeit bei Tests mitgemacht habe, sind Clever, For Me (P&G), Henkel, L'Oreal, Nivea und Weleda.

Shops
Auch Geschäfte lassen manchmal testen, um für mehr Bewertungen in ihren Onlineshops zu sorgen. Beispiele hierfür sind unter anderem DM, Douglas und Flaconi.

Worauf ist bei Produkttests zu achten?
In erster Linie sollte man diese nicht ausnutzen, um etwas gratis abzustauben oder gar weiterzuverkaufen. Gerade letzteres wird auch in den Teilnahmebedingungen festgehalten und kann sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Proben an andere Personen zum Ausprobieren weiterzugeben, ist allerdings durchaus erwünscht und meist mit Ausfüllen eines zusätzlichen, kurzen Fragebogens verbunden. Und letztendlich macht es natürlich nur dann Sinn, bei einem Test mitzumachen, wenn man wirklich Interesse an dem Produkt hat und ebenfalls Zeit, um über die Erfahrung damit zu berichten.

Ich selbst nehme eher sporadisch an Produktests teil, da ich doch recht wählerisch bin, was ich gerne probieren oder kennenlernen möchte. Hinzu kommt, dass man nicht automatisch, sondern über ein Bewerbungs- oder Auslosungsverfahren als Tester ausgewählt wird und somit nicht jedesmal mit von der Partie sein wird. Bei trnd mache ich ein bis zwei Mal im Jahr bei einer Testkampagne mit und durfte dabei von Mundwasser bis hin zu einem Pflanztopf schon vieles ausprobieren. Bei kjero war ich im Laufe der Jahre nur bei zwei Tests dabei und habe neue Chipssorten gekostet sowie bei einem Deo Pre-Test mitgemacht. Dazu kommen noch diverse Tests, die direkt von Markenunternehmen oder Onlineshops durchgeführt wurden - von Shampoo und Parfum bis hin zu Küchentüchern und WC-Steinen war da einiges dabei. Unterm Strich halte ich Produkttests für eine geniale Sache, denn anstatt Geld hinzublättern, eine Bewertung abzugeben, halte ich für ein durchaus faires Geschäft.

Nimmst du bereits an Produkttests teil? Falls ja, was war bisher das tollste, das du je testen durftest? Falls nein, habe ich nun dein Interesse an solchen Tests geweckt?

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Dienstag, 9. Mai 2017

{Lifestyle} Sparen ≠ Verzicht oder die Sinnhaftigkeit vom bewussten Umgang mit Geld

Sparsamkeit hat viele Gesichter, schließlich sind auch unsere Bedürfnisse und Einstellungen individuell verschieden. Der gemeinsame Nenner ist die mehr oder weniger große Einschränkung unserer Ausgaben. Dabei ist Sparen mehr als nur "kein Geld ausgeben" und sich in Verzicht zu üben. Dennoch liegt der Fokus der meisten gerade darauf, dass man auf etwas verzichtet und während dies meist freiwillig geschieht, hat es trotz des Sparziels aka Goldtopfs am Ende des langen Weges einen fahlen Beigeschmack.

Während Sparen so manchen im wahrsten Sinne des Wortes froh macht, plagen sich andere wiederum durch den Prozess. Ist man an einen Zustand gewöhnt, ist es verständlicherweise nicht immer einfach, sich an einen diesem entgegengesetzten Zustand zu gewöhnen. Da ist es hilfreich, nicht nur stur auf ein konkretes (finanzielles) Ziel hinzuarbeiten, sondern sich gleichzeitig für die Erfahrung an sich zu öffnen und aus dieser zu lernen. Es ist nie zu spät, das eigene Konsumverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen und den Unterschied zwischen brauchen und wollen greifbar zu machen. Indes bei manchen ein Umdenken einsetzt, sehnen andere einfach nur ein Ende des Zustands herbei. Letzteres ist schon schade, denn ein wenig Reflexion hat meines Erachtens noch keinem geschadet.
Sparen ist nicht gleich Sparen, da es hierfür auch verschiedenste (Beweg)gründe gibt. Egal um welche Art des Sparens es sich handelt, sie alle haben ihre Berechtigung, wobei man sich sicher mit der einen mehr und der anderen weniger identifizieren können wird. Hier nun ein kurzer Überblick:

  • Ändert sich die finanzielle Situation gravierend, zB durch Arbeitslosigkeit, so wird Sparen zur Notwendigkeit, um die Grundbedürfnisse - Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch - zu erfüllen.
  • Ein kurzfristiges Sparziel hat das Ziel der Wunscherfüllung, zB ein neuer Kühlschrank oder eine Weltreise.
  • Ein langfristiges Sparziel ist es, wenn man Rücklagen für die Zeit der Pension schafft. 
  • Beim sinnvollen Sparen liegt das Augenmerk auf dem bewussten Umgang mit Geld - keine Verschwendung, aber gleichzeitig kein Verzicht.
  • Und von Sparen aus ideellen Gründen spricht man, wenn man schlicht dem Konsumrausch unserer Gesellschaft entsagen will. 

Bis auf die letzten beiden Punkt wird entweder bis zur Erreichung des Ziels oder der Beendigung einer finanziell angespannten Zeitspanne gespart, aber in Folge oft wieder der vorhergehende Lebensstil angenommen. Manchmal macht man jedoch einen nächsten Schritt und geht mit Geld in Folge viel bewusster um, selbst wenn man sich die heiß ersehnte und sündhaft teure Sitzgarnitur fürs Wohnzimmer schon zusammengespart und geleistet hat und einer Rückkehr zu alten Gewohnheiten und Verhaltensmustern eigentlich nichts im Wege steht.

Ich persönlich kann mich mit dem sinnvollen Sparen am meisten identifizieren. Dieser Sinneswandel* geschah keineswegs von heute auf morgen, eher schleichend im Hintergrund und Hinterkopf. Für Dinge Geld auszugeben, die ich weder brauchte noch mich in irgendeiner Weise glücklich machten, bekam für mich einen fahlen Beigeschmack. Ich empfand dies am Ende als reine Verschwendung. Gleichzeitig wollte ich nie auf jenes verzichten, was mich erfreut und wovon ich sozusagen etwas habe, ohne dass dies mit materiellem Besitz gleichzusetzen ist. So sind für mich Erlebnisse und Erfahrungen wertvoller als irgendwelche Staubfänger im Regal oder ein weiteres Teil, von dem ich ohnehin schon mehrere Varianten im Schrank hängen habe. Am Ende hat Sparen für mich nie Verzicht bedeutet, denn ich empfinde es nicht als solchen. Im Gegenteil, ich sehe dies nicht als Einschränkung, sondern als Bereicherung, allerdings keineswegs im monetären Sinn. Schlussendlich ermöglicht es mir, mein Geld sinnvoll in die für mich wichtigen Dinge des Lebens zu investieren und das ist, was für mich zählt.
*Vor einigen Jahren noch war auch ich dem ein oder anderen Kaufrausch nicht abgeneigt.

Was hältst du vom sparsamen Leben? Sparst du am ehesten, um dir einen konkreten Wunsch zu erfüllen, oder ist Sparen für dich eine Lebenseinstellung?

Sonntag, 7. Mai 2017

{Free} Kost-Nix Laden


Ohne Geld einzukaufen ist normalerweise nicht ganz legal, außer es handelt sich um einen Einkauf im Kost-Nix Laden. Hier kann man ohne Gegenleistung, Dinge, die man braucht, mitnehmen, aber natürlich genauso Sachen vorbeibringen, die man selbst nicht (mehr) benutzt. Angefangen von Büchern über Kleidung bis hin zu Haushaltsartikeln findet sich hier allerlei Nützliches für jene, die es zu brauchen und schätzen wissen. Nicht aus Wien? Eine Liste weiterer Geschäfte mit dem selben Konzept findet ihr hier.

Kost-Nix Laden
Zentagasse 26
1050 Wien
E-Mail: info@umsonstladen.at

Öffnungszeiten
Mo, Do, Fr 15:00 - 20:00

Website
Facebook

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Donnerstag, 4. Mai 2017

{Regional} Trinkbrunnen in Mödling


Wer in Mödling unterwegs ist und von plötzlichem Durst übermannt wird, hat die Möglichkeit sich an diversen Trinkwasserstellen zu erfrischen, unter anderem beim Rathaus oder im Museumspark. Eine genaue Liste der Trinkbrunnen und Trinkhydranten findet sich hier.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr (Stand Mai 2017)

Dienstag, 2. Mai 2017

{Shopping} Vom Blättern zum Surfen oder Erinnerungen an den Vorfahren des Shopping 2.0

Nachdem ich erst vor Kurzem nostalgisch über den guten alten Schilling sinniert habe, ist es eigentlich nur ein kleiner Sprung zu einem Relikt, das zwar noch nicht ganz ausgestorben ist, sich jedoch allem Anschein nach auf dem besten Weg dahin befindet. Wer in der Zeit vor der Einführung von Onlineshops auf bequeme Art einkaufen wollte, konnte nicht einfach zur Maus greifen und durfte stattdessen blättern. Gerade aus meiner Teenagerzeit sind mir die dicken Versandhauskataloge noch bestens in Erinnerung und wie habe ich deren Erscheinen im Postfach immer herbeigesehnt. Zwei Mal jährlich trudelten die Hauptkataloge ein und zum Drüberstreuen riefen sich Versandhäuser auch zwischendurch mit dünneren saisonalen Katalogen in Erinnerung. Kurz und gut, ich habe sie geliebt, wobei dieses Empfinden im Rückblick doch etwas fragwürdig erscheint, denn geärgert habe ich mich über sie ebenfalls oft genug.

Lange vor dem Ärger stand allerdings ein Ritual, das mir heute noch ein Lächeln entlockt. Gemütlich auf der Couch, mit Stift und Zettel bewaffnet, blätterte ich gewissenhaft die Modeseiten der Kataloge durch, machte mir Notizen und sah mich schon mit einer kompletten neuen Garderobe in die Saison starten. Da ich schon in frühen Jahren, mit wachem Auge und unterstützt von einem Taschenrechner, meine Ersparnisse in solche Entscheidungen berücksichtigte, lief der Prozess nicht immer optimal ab. Schließlich setzte ich mir stets ein Budget und ich darf stolz behaupten, dies immer eingehalten zu haben. Natürlich bedeutete dies im Umkehrschluss, dass wenigstens die Hälfte der begehrten Teile am Ende von meiner Wunschliste gestrichen wurden. Glücklicherweise wurde ich mir jedesmal mit mir selbst einig, was ich nicht nur haben wollte, sondern auch haben durfte.

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So verklärt ich nun zurückblicke, so lebhaft sind mir all die kleinen Stolpersteine, die eine Bestellung nach sich zogen, in Erinnerung. Heutzutage sieht man in Onlineshops auf den ersten Blick, was lieferbar ist oder eben nicht, zu jener Zeit war dies hingegen ein wahres Glücksspiel, wenn man einen Bestellschein per Post abschickte. Selbst wenn man telefonisch bestellte, hinkten die Systems dem tatsächlichen Warenbestand hinterher und erst am Lieferschein erfuhr man, was alles bereits vergriffen war. Besonders brutal war dies bei den Abverkaufsheften, die vor Erscheinen eines neuen Hauptkatalogs ins Haus flatterten. Da mussten Entscheidungen schneller getroffen werden als an einem McDonalds Schalter zur Mittagszeit, was Spannung sowie Enttäuschung in die Höhe schnellen ließen.

Hielt man am Ende, oft erst nach ein paar Wochen, das heiß ersehnte Paket in Händen, war es Zeit ein Stoßgebet Richtung Himmel zu senden. Mir persönlich hat dies in den seltensten Fällen geholfen, denn nichts konnte zur damaligen Zeit Hoffnung und Erwartung schneller zerstören, als ein Versandhauspaket zu öffnen. Nachlieferung. Ausverkauft. Ganz zu schweigen vom berüchtigten Falschheitstrio - falsche Farbe, falsche Größe oder gleich komplett falscher Artikel. Dies geschah vorzugsweise dann, wenn man ohnehin schon ewig auf eine Nachlieferung gewartet hatte. Letztendlich waren die Tage der Kataloge gezählt und so kann man sie heute zwar noch anfordern, aber das ist wohl eher etwas für die älteren Semester oder Internetverweigerer.

Dabei ist es keineswegs so, als bliebe man bei Onlinebestellungen von Ärgernissen verschont, aber verbessert hat sich im Vergleich doch einiges. Die Auswahl ist größer, die Kollektionen aktueller, die Beschreibungen aussagekräftiger und die Lieferungen um Welten schneller. Ob sich jemand bei den Größenangaben vermessen hat oder man den eigenen Umfang unterschätzt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Unterm Strich sind virtuelle Shops ein Fortschritt, nicht nur der Umwelt zuliebe, weil dafür keine Bäume gefällt werden müssen. Man kann mit dem Laptop genauso gemütlich auf der Couch sitzen und statt Notizen mit einem Klick Artikel auf die Merkliste setzen. Dann braucht man sich nur noch ans eigene Budget halten und hoffen, dass das Bild am Bildschirm hält, was es verspricht.

Hast du anno dazumal gerne aus Versandhauskatalogen bestellt? Vermisst du diese vielleicht sogar oder bist du froh über Onlineshops?