Dienstag, 16. Mai 2017

{Shopping} Endstation Lieblingsshop oder warum Geld ausgeben ruhig Spaß machen darf

Mal ehrlich, wir haben doch alle so unsere Schwächen. Meist lassen wir diesen, mit oder ohne Reue, freien Lauf, wenn wir durch die Geschäfte tingeln. Manche tun sich am liebsten bei DM oder Douglas gütlich, andere wiederum bei H&M oder Peek & Cloppenburg. Bei den meisten Bloggern kann man die jeweiligen Shoppinglieblinge recht schnell erraten, bei mir ist dies vermutlich ein klein wenig schwieriger. Was mag jemand, der sich offen fürs Groschen zählen ausspricht, schon gerne einkaufen? Eine ganze Menge, das kann ich euch versichern. Ohne euch nun lange auf die Folter zu spannen, darf ich euch verraten - meine große Schwäche sind Bücher. 

Während eine Schwäche weitaus freundlicher als Faible bezeichnet werden kann, finde ich ersteres doch viel treffender. Immerhin werden wir bei gewissen Dingen, die verlockend ihre Sirenengesänge erklingen lassen, sobald unser Auge sie erspäht, magisch in die Geschäfte gezogen. Kurz gesagt, wir werden schwach und geben uns der Verlockung hin, egal ob es sich dabei um ein Parfum, eine Jeans oder einen Roman handelt. Geld alleine macht nicht glücklich, aber wenn man es für Dinge ausgibt, die einen erfreuen, nun, das qualifiziert sich definitiv als Glück.

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Leider kann man es selbst mit der Freude maßlos übertreiben. So habe ich nicht grundlos Anfang diesen Jahres beschlossen, mich bis Ende Juni in Kaufverzicht zu üben. Buchtechnisch gesprochen natürlich, denn ansonsten bin ich ohnehin eine recht zurückhaltende Konsumentin. Ironischerweise kommt hier das Zählen wieder zu Ehren, denn manchmal öffnet es einem erst die Augen, wenn man nicht Geld sondern Dinge zählt. Dabei achte ich beim Bücherkauf durchaus auf die Kosten. So stöbere ich gerne auf Flohmärkten nach Lesestoff oder warte auf Aktionen für den Kindle. Dies alles schont die Börse, aber es verleitet ebenfalls dazu es manchmal oft zu übertreiben. Wenn das Geld mehr ausgibt, ist frau nun mal geneigt, ein wenig freigiebiger zu sein. Dies hat eine erschreckende Nebenwirkung - die Bücher stapeln sich bis zur Decke und ein Tischtuch drüberwerfen und zum Beistelltisch erklären, ist irgendwie keine wirklich zufriedenstellende Lösung.

Wie gesagt, manchmal hilft es zu zählen. In meinem Fall hatten sich knapp über 200 (!!) ungelesene Bücher angesammelt. Obwohl sich viele platzschonend auf meinem Kindle tummelten, änderte dies nichts an der Tatsache, dass eine kleine Kaufpause mehr als angebracht war. Nachdem ich mittlerweile fast ein Viertel* davon gelesen habe, hat sich nicht nur die Gesamtzahl jetzt schon ordentlich reduziert, sondern vor allem widme ich einigen schon länger vor sich hinstaubenden Schmökern endlich die verdiente Aufmerksamkeit. Und ich überlege, dies sogar noch etwas länger fortzusetzen - bis das Glück des Habens nachlässt und nach ein wenig Auffrischung aka neuen Büchern im Regal verlangt.
*Ja, ich verbringe meine Freizeit bevorzugt mit meiner Nase in einem Buch.

Jedenfalls halte ich es keineswegs für eine Todsünde für etwas Geld auszugeben, egal ob mit oder ohne Sparfaktor, wenn man damit eine ehrliche Freude hat. Im Gegenteil, ich bin sogar dafür, dass man sich gewisse Dinge gönnt, eben weil sie uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern und unser Herz zum Lachen bringen. Dennoch sollte man dies mit Maß und Ziel tun, wobei ich mich da selbst öfter mal an der Nase nehmen muss. Bücher nur zu horten, anstatt sie zu verschlingen, war zwar nie meine Absicht, hat sich jedoch im Laufe der Zeit irgendwie ergeben. Dies zu realisieren und den Zustand ändern zu wollen, war ein wichtiger Schritt und das Schöne dabei ist, dass ich es gar nicht vermisse auf Buchkauftour zu gehen. Schließlich gibt es ja die Erfindung der Schlupflöcher. Und so ist es absolut ok Bücher zu gewinnen oder ab und zu eines aus einem offenen Bücherschrank mitzunehmen. *grins*

Welche Shoppinglieblinge lassen dich schwach werden? Zählst vielleicht auch du zu den Buch-o-holics wie ich selbst?

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