Mittwoch, 21. Juni 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


Um es kurz, allerdings nicht unbedingt schmerzlos, zu machen ... ja, ich konnte mich endlich dazu überwinden, mich dem Inhalt meines Kleiderschrankes zu widmen. Nachdem mir von vornherein klar war, dass ich dies nur gut strukturiert und keineswegs auf einmal anpacken kann, ist dies nun der erste Teil dieses Großprojekts, bei dem ich mich sozusagen dem Bodensatz gewidmet habe. Anders formuliert, ich habe Kleidung, Schuhe & Co aussortiert, die bereits jenseits von Gut und Böse waren und ihrem Schicksal zugeführt.

Für alle, die neugierig sind (oder nur mitzählen möchten) hier eine Liste der in dem großen Sack "versteckten" Kleidungsstücke:
1 Badeanzug, 1 Bikini, 1 Hausanzug, 1 Trainingshose, 1 Hoodie, 1 Pyjama, 1 Nachthemd,
1 Capri, 1 Rock, 3 Jeans, 3 Pullis, 2 Blusen, 2 Langarmshirts und 5 Kurzarmshirts.

Allen Anfang machten Kleidungsstücke, die ihre besten Zeiten lange hinter sich gelassen haben, von denen ich mich jedoch aus Faulheit gepaart mit Scheuklappen bislang noch nicht getrennt habe oder manchmal einfach nicht trennen wollte. Da versammeln sich die üblichen Verdächtigen wie die Jeans, die an unaussprechlichen Stellen Löcher aufweist, der Pulli, dem nicht einmal mehr der Fusselrasierer helfen kann, verblichene und ausgeleierte Shirts mit undefinierbaren Flecken, oder der Badeanzug mit Materialermüdung, der ein Badevergnügen je nach Perspektive riskant bis unterhaltsam gestalten würde. Neben der Unart des Zu-Tode-Schonens, habe ich offenbar auch das Zu-Tode-Tragen perfektioniert. Nachdem ich in den letzten Jahren kaum Neues angeschafft habe - gepriesen sei mein zeitloser Geschmack, der noch jedem modischen Trend getrotzt hat - war es wohl unausweichlich, dass manches irgendwann schlicht und ergreifend nicht mehr tragbar sein würde.
Textilmüll 24 Teile

Manches lässt sich mengenmäßig nicht auf einmal bewältigen, weshalb man solche Projekte in kleinere Etappen unterteilen sollte. Dabei empfiehlt es sich mit jenen Dingen anzufangen, von denen man sich am leichtesten trennt. Der Fortschritt, den man dabei macht, motiviert gleichzeitig sich auch der "schwierigeren" Teile anzunehmen.

Eigentlich bin ich bei nicht-textilen Dingen doch um einiges konsequenter, so stehen ausgelatschte Schuhe nicht lange herum, sondern werden meist zeitgerecht entsorgt. Dies mag durchaus daran liegen, dass sie sonst nur Platz wegnehmen und sich dadurch täglich in unschöne Erinnerung rufen. Beim Schirm musste ich dann schon streng mit mir selbst sein, da es jahrelang mein absoluter Lieblingsschirm war, der sich jetzt einfach nicht mehr aufspannen lässt. Als Deko an die Wand nageln, ist ebenfalls keine Option. Ergo: Weg damit.
Schucherl & anderes Zeug 5 Teile

Mai - 29 Teile

Nunmehr stehe ich bei 181 Teilen, was insgesamt gesehen einen guten Durchschnitt pro Monat ergibt. Solange ich nun nicht anfange zu "schwächeln", bin ich also auf dem besten Wege mein Ziel zu erreichen. Ein enormer Brocken ist auf alle Fälle mein Kleiderschrank - so groß die Überwindung war, mich dieses anzunehmen, so groß war zugegebenermaßen bei einigem der Trennungsschmerz. Lieb gewonnene Teile wegzugeben ist nicht leicht, selbst dann nicht, wenn man vom rationalen Standpunkt her weiß, dass man sich damit nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken lassen kann (oder zumindest sollte).

Hätte ich noch mehr ausmisten können? Definitiv, wobei ich mich derzeit zur nächsten Stufe vorarbeite. Mit anderen Worten, nächstes Mal geht es allem an den Kragen, was zwar noch tragenswert ist, nur eben nicht mehr von mir, aus welchen Gründen auch immer, getragen wird. Was habe ich mit dem ganzen Zeug getan? Im Restmüll entsorgt. Bevor jemand zu schimpfen ansetzt, ich habe mich selbstverständlich schlau gemacht, und laut MA48 gehören kaputte Kleidung und Schuhe wirklich in den Restmüll oder auf den Mistplatz. In der Altkleidertonne haben nämlich nur brauchbare Teile etwas verloren!

Wann hast du zuletzt deinen Kleiderschrank entrümpelt? Neigst du ebenfalls zu textilen Trennungsängsten oder fällt es dir leicht Klamotten auszusortieren?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen