Mittwoch, 26. Juli 2017

10 Dinge, die mich beim Einkaufen ziemlich nerven können

Mal abgesehen davon, dass es durchaus eine unangenehme Erfahrung sein kann, wenn man nach dem Einkaufen realisiert, wie leer die Börse schon wieder ist, gibt es doch so einiges, was einem darüber hinaus das Shoppingerlebnis gehörig vermiesen kann. Wen wundert's da schon, wenn sich viele nicht nur aus Bequemlichkeit sondern auch aus den folgenden Gründen lieber Onlineshops zuwenden?

  1. Unausweichlich begegnet man ihnen in Geschäften - rüpelhaften Menschen, die meinen, sie wären alleine auf der Welt. Sie bleiben in Gängen plötzlich grundlos und völlig abrupt vor einem stehen, schauen weder nach links noch rechts, während sie einem wie selbstverständlich den Weg abschneiden, rempeln einen an, ohne sich dafür wenigstens zu entschuldigen, und haben unterm Strich Null Respekt vor der persönlichen Distanzzone.
  2. Als Tüpfelchen auf dem menschlichen i präsentieren sich die kleinen Ableger oben genannter Menschen, besser bekannt als Kinder. Manche mögen sie ja bezaubernd finden, wenn sie mit Einkaufswagerln im Miniaturformat hinter ihren Eltern durch die Gänge streifen, aber gleichzeitig bedeutet es akute Gefahr für Schienbein, Knie & Co. Fairerweise sei gesagt, wenn schon die Großen wie Bulldozer durch Geschäfte rennen, wie sollen die Kleinen es anders lernen?
  3. Manchmal geht die Gefahr aber nicht von anderen aus, sondern von dem besten Begleiter bei einem Großeinkauf, dem Einkaufswagen. Vom störrischen Rad, das ein gerades Fahren fast unmöglich macht, bis hin zu undefinierbaren klebrigen Substanzen an Boden bzw Gitter*, bieten diese oft eher fragwürdige Unterstützung. Ganz ohne Wagerl zu agieren, ist andererseits ebenfalls eine logistische Herausforderung, die sich in Ermangelung mehrerer zusätzlicher Arme leider nur bei Kleinkäufen meistern lässt.
    *Da stellt man sich unweigerlich die Frage, wann oder ob die Dinger je gereinigt werden!
  4. Mit der Hygiene ist das überhaupt so eine Sache, vor allem wenn man Punkt 1 mit Punkt 3 verbindet. Ich wage zu behaupten, dass im Regelfall Klobrillen sauberer sind als die Griffe von Einkaufswagerln. Genauer darüber nachdenken sollte man wohl eher nicht, dafür vorbereitet sein - Desinfektionsgel für die Hände ist deshalb ein absolutes Muss, um nicht neben den Einkäufen noch eine großzügige Auswahl diverser Keime mit nach Hause zu bringen.
  5. Zu allem Überdruss nehmen es einige Zeitgenossen mit der Körperhygiene nicht ernst genug, um zumindest in Gesellschaft anderer, wozu auch das Aufeinandertreffen in Geschäften zählt, frisch und gepflegt in Erscheinung zu treten. Manche Leute scheint die eigene Ausdünstung offenkundig nicht zu stören und lassen, sehr zum Leid all jener, deren Nasen über keinen integrierten Kohlefilter verfügen, ihre Umwelt großzügig an ihrem Gestank teilhaben. 
  6. So angenehm Klimaanlagen im Sommer sein mögen, in manchen Geschäften wird man praktisch schockgefroren. Im Winter freilich wendet sich das Blatt und es wird geheizt, was das Zeug hält, während man im eigenen Saft schmort. Aus unerfindlichen Gründen haben manche Anlagen keine Möglichkeit der Abstufung zwischen Ostantarktis und Dascht-e Lut, was im Endeffekt sowohl Herz-Kreislauf als auch Immunsystem nicht danken.
  7. Bleiben wir doch gleich beim Raumklima, denn abgesehen von der Temperatur ist die Luftqualität gerade in Einkaufszentren oft extrem schlecht. Meine Lieblingstheorie hierzu ist, dass diese wie ein Auto eine Umluftfunktion haben und immer die gleiche sauerstoffarme Luft zirkulieren lassen, um Menschen davon abzuhalten klare Kaufentscheidungen zu treffen. Kein Wunder, wenn erst mit Frischluftzufuhr vor dem Gebäude wieder Ernüchterung eintritt.
  8. Dann wäre da noch die Sache mit den Umkleidekabinen oder besser gesagt, der darin befindlichen grellen Beleuchtung, die selbst bei den selbstbewusstesten Personen zu Sinnkrisen ob ihres im Normalfall gesunden Körperempfindens führen kann. Offenbar ist es für manche Geschäfte ein Ding der Unmöglichkeit mit schmeichelndem und möglichst farbechtem Licht für ein angenehmes Anprobieren zu sorgen.
  9. Hat man es dann endlich heil bis zur Kasse geschafft, folgt das nächste Übel. Wer nun denkt, es ginge um zu langsame KassiererInnen irrt gewaltig, schließlich liegt in der Ruhe die Kraft. Das Grauen zeigt sich da, wo Artikel regelrecht über den Scanner gefetzt und hilfreich schwungvoll in den Einkaufswagen bugsiert werden, was sicherlich nicht jedem Produkt gut tut, aber wohl Pluspunkte beim filialinternen Flottigkeitsbarometer bringt.
  10. Mit dem Bezahlen hören die Qualen jedoch nicht immer auf. Es erscheint schon praktisch, wenn man als kundenfreundliche Geste den Einkauf nicht selbst in eine Einkaufstasche zu verfrachten braucht. Dies gilt allerdings nur so lange, bis man an jemanden gerät, der alles irgendwie hineinwurschtelt und stopft, sodass man am Ende einen unförmigen Igel mit Henkeln aus dem Geschäft trägt und vor diesem, wenn man tendenziell zu OCD neigt, auf einer Bank oder einfach am Gehsteig sortieren und umpacken muss.

Welche dieser Punkte gehen auch dir beim Einkaufen gehörig auf den Geist? Gibt es vielleicht etwas, das hier nicht angeführt ist, dich aber ebenfalls nervt?

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