Dienstag, 26. September 2017

{Shopping} Alle meine Flöhe oder möge die alljährliche Bücherjagd beginnen

Herbstzeit ist traditionellerweise Flohmarktzeit. In Mödling finden jetzt die größten und damit für mich interessantesten Märkte statt. Während es durchaus einige wöchentlich stattfindende Flohmärkte gibt, üben gerade die seltener stattfindenden eine wesentlich größere Anziehung auf mich aus. Dies liegt vermutlich daran, dass sie ein vergleichsweise umfangreicheres Angebot haben und im Gegensatz zu Privatpersonen mit einzelnen Verkaufsständen auch thematisch übersichtlicher sind. Schätze kann man natürlich sowohl hier wie da entdecken, aber wir haben eben alle so unsere Präferenzen, wo wir Flöhe jagen.

Dieses Wochenende steht jedenfalls der jährliche Flohmarkt der Pfarre St. Othmar auf dem Programm und er ist definitiv der Markt, auf den ich mich immer am meisten freue. Wenig überraschend liegt mein Hauptaugenmerk auf dem Bücherangebot. Wahnsinnig hilfreich, und selbst bei großen Flohmärkten nicht selbstverständlich, werden die Bücher nach Genres sortiert, was die Suche nach interessanter Lektüre wahrlich erleichtert. Vielleicht spricht hier nur die Faulheit aus mir, allerdings benötige ich auch so mindestens eine Stunde, um die Regale zu durchforsten und da bin ich für ein wenig System doch dankbar. Kurz und gut, nachdem mittlerweile Oktober vor der Tür steht und ich meine ursprünglich auf sechs Monate anberaumte Bücherdiät mehr als wacker durchgehalten habe, ist es an der Zeit meine innere Leseratte mit ein paar Leckerlis zu verwöhnen. Und damit sie ja satt wird, geht's im Anschluss gleich weiter zum Charity Flohmarkt für Herzkinder, der praktisch ums Eck stattfindet. Jede Menge Lesestoff und ein g'scheites Workout in einem, was will man mehr?

LoboStudioHamburg via Pixabay

Am meisten liebe ich die Vorfreude und die Spannung, ob der Lektüre und anderen Fundstücke, die ich (hoffentlich!) entdecken werde. Während ich fast ausschließlich nach Büchern Ausschau halte, bieten Flohmärkte natürlich weitaus mehr. Egal ob Ramsch oder Antiquität, nagelneu oder Vintage, es gibt Flohmärkte für so ziemlich jeden Geschmack und Geldbeutel. Letzterer steht bei mir erstaunlich weit offen, was vornehmlich daran liegt, dass ich Schnäppchenjägerin bin und entsprechend viel Ware für relativ wenig Geld mitzunehmen gedenke. Ich weiß zwar nie, was meine Aufmerksamkeit erregen wird, aber bislang habe ich noch keinen Flohmarkt unverrichteter Dinge verlassen.

Wer nun inspiriert von meinen Zeilen selbst in die Flohmarktatmosphäre eintauchen möchte, dem möchte ich an Herz legen, nicht völlig planlos aufzubrechen. Damit es nämlich mit dem Beutezug perfekt klappt, habe ich ein paar Tipps parat:

  • Schreib eine Liste! Vieles hat man im Kopf, aber ein wenig Hilfe schadet nie. Bei Büchern genauso wie Sammlerobjekten macht es Sinn Informationen wie zB Titel oder Seriennummern aufzuschreiben bzw auf dem Smartphone zu speichern. Damit vermeidet man, versehentlich etwas doppelt zu kaufen oder gar liegenzulassen, weil man glaubt, es schon zu besitzen.
  • Nutze die frühe Stunde! Früh aufstehen zahlt sich aus, da noch weniger Leute unterwegs sind und die Auswahl am größten ist. So lässt es sich ruhiger stöbern, bevor tagsüber das große Drängeln losgeht.
  • Komm (nochmal) am Schluss vorbei! Das Beste vom Reste, wie es so schön heißt, wird oft günstiger verscherbelt, damit man nicht auf der Ware sitzen bleibt. Was Morgens noch zu teuer war, bekommt man mit ein wenig Glück nun zum Schnäppchenpreis.
  • Drehe eine Ehrenrunde! Ab und zu habe ich eher durch Zufall als durch bewusstes Suchen überraschende Schätze* gefunden. Geht daher immer mit offenen Augen auch an jenen Tischen vorbei, deren Waren potentiell wenig interessant sind, man weiß nie, was man entdeckt.
    *Einer meiner liebsten solchen Funde ist ein bezaubernder Sammlerteddy von Harrods, der mir aus einem riesigen Korb die Pfote, inklusive des bekannten H, das auf seinen Ärmeln gestickt war, entgegengestreckt hat. 

Besuchst du Flohmärkte genauso gerne wie ich? Was kaufst du dort am liebsten und vor allem, was war bislang dein tollster oder auch unerwartetster Fund?

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