Samstag, 14. Oktober 2017

Projekt 365 - Jetzt wird ausgemistet


Voller Tatendrang ging es nach dem doch eher bescheidenen und quälend langsamen textilen Ausmistverfahren des Frühsommers weiter. So habe ich im August die erfrischende Brise aus dem geöffneten Kühlschrank genossen, während ich in der Küche zum Rundumschlag ausgeholt habe und im September ging es dann etwas gemütlicher mit der Entlastung meiner Bücherregale weiter.

Nachdem PicMonkey seit Kurzem nicht mehr kostenlos ist und ich noch keinen geeigneten Ersatz gefunden habe, um eine Collage zu machen, gibt es notgedrungen nur eine Liste:
30-teiliges Speiseservice 
5 Teller
8 Kaffeehäferl
18 Plastikdosen
8 Teedosen
1 Metalldose
1 Zuckerstreuer
2 Teesiebe
4 Pfannen
8 Romane
21 Sachbücher
10 Zeitschriften

Ursprünglich dachte ich, mein Kleiderschrank wäre der größte Brocken dieses Projekts, aber da habe ich mich definitiv geirrt. Das Inventar meiner Küche hat mich ebenfalls vor einige erschreckende Tatsachen gestellt, vorrangig, dass ich hier meine Unart, neue Sachen zu Tode zu schonen, erfolgreich umsetze. So habe ich mich endlich von einem ganzen Fach voll abgenutztem und teils beschädigtem Geschirr getrennt, das wirklich nicht mehr ansehnlich war und dieses durch ein wunderhübsches neues Speiseservice, das seit *hust* ein paar Jahren *hust* Original verpackt in einer Ecke stand, ersetzt. Nachdem die ausrangierten Teile wenig überraschend niemand mehr haben wollte, habe ich diese dann entsorgt.
Geschirr 43 Teile

Neben allem, was beim Runterfallen klirrt, habe ich mich noch von jeder Menge weiteren Dingen verabschiedet. Vorrangig Dosen, die ihren Zenit optisch und hygienisch überschritten hatten, sowie anderes Kleinzeug, das im besten Fall noch dekorativen Charakter hatte und das auch nur mit Vorbehalt. Vom nicht mehr funktionierenden Zuckerstreuer bis hin zu Pfannen, deren Beschichtung schon einen Totalschaden erlitten hat, gingen diese Dinge gleichfalls den Weg, den schon oben erwähntes Geschirr ging.
Anderes Küchenzeugs 34 Teile

Kaputte oder (stark) beschädigte Gegenstände zu behalten, während man Neues ungenutzt herumstehen lässt, ist weder optisch ansprechend noch sinnvoll. Daher sollte man, sobald man Ersatz gekauft hat, diesen auch tatsächlich verwenden und dessen alte Vorgänger entsorgen.

Bereits Anfang des Jahres habe ich einen hüftkniehohen Bücherstapel unters Lesevolk gebracht. Was mich durchaus überrascht ist, wie leicht ich mich mittlerweile von Büchern trennen kann, was ich vor ein paar Jahren noch für unmöglich gehalten hätte. Nachdem mir die offenen Bücherschränke mittlerweile ans Herz gewachsen sind, habe ich erneut für Nachschub zu deren Befüllung gesorgt. Darunter befanden sich nicht nur Bücher, die ich selbst von dort mitgenommen und gelesen habe, sondern auch etliche die vom Flohmarkt stammen oder solche, die ich gewonnen habe und die nun andere Lesewütige erfreuen sollen. Bei den Zeitschriften handelte es sich übrigens um ein Universum Jahresabo, das ich im Vorjahr gewonnen habe. Das Prinzip des Teilens hat sich gerade beim Lesen für mich etabliert und ich werde es auf jeden Fall auch nach Abschluss des Projekts beibehalten.
Lesezeugs 39 Teile

August/September - 116 Teile

Beim letzten Mal fiel meine Ausbeute doch etwas spärlich aus, was ich jedoch in den letzten beiden Monaten ausgleichen konnte. Kurz und gut, der jetzige Stand beträgt 337 Teile und dies wiederum bedeutet, dass sich der Endspurt doch weniger anstrengend als befürchtet präsentiert. Schwierig waren die Entscheidungen, was gehen sollte und was bleiben darf, nicht wirklich. Wo eine Wille und so. Im Grunde wird mir von Mal zu Mal bewusster, wie sehr Scheuklappen und eine gewisse Faulheit mich vor diesem Projekt davon abgehalten haben, endlich aktiv(er) zu werden und konkrete sowie konsequente Entscheidungen zu treffen.

Hätte ich noch mehr ausmisten können? So erstaunlich das in Anbetracht der obigen Liste klingen mag, lautet die Antwort darauf ja. Es gibt noch zwei vollgestopfte Fächer in einem Küchenschrank, denen ich mich aus zeitlichen Gründen noch nicht widmen konnte, plus ein paar Schachteln mit alten Gerätschaften, die im Keller zwischengelagert sind. Was habe ich mit dem ganzen Zeug getan? Das aussortierte Küchenzeug wurde entsorgt, während der Lesestoff allesamt in einem der örtlichen offenen Bücherschränke deponiert wurde.

Wie ist es um dein Kücheninventar bestellt? Besitzt du ebenfalls einen blinden Fleck, was angeschlagene Teller oder kaputte Töpfe betrifft? 

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