Dienstag, 24. Oktober 2017

{Shopping} Es (advent)kalendert sehr oder wo Tradition aufhört und Kommerz beginnt

Alle Jahre wieder, und in diesem Fall in exakt zwei Monaten*, kommt das Christuskind und platziert in bester Santa Manier Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Aber ich will da weder ersterem noch zweiterem vorgreifen, denn bevor es am 24. Dezember festlich wird, ist eine ganz andere Tradition am Zug, nämlich der Adventkalender.
*Bezogen auf die Veröffentlichung dieses Artikels!

Eigentlich geht es, oder zumindest sollte es, bei Weihnachten um den christlichen Glauben gehen, aber da ist der kommerzielle Zug schon vor langem ab oder sogar drüber gefahren. Adventkalender haben sich erst im 19. Jahrhundert im Brauchtum etabliert und sollen die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen. Es überrascht wenig, dass auch hier der Sprung vom Zeitmesser mit besinnlichen Motiven zum großen Geschäft wurde. Während es die mit Schokolade befüllten Adventkalender meiner Kindheit selbstredend noch immer gibt, findet man heutzutage allerdings ein ganzes Sammelsurium an Themen vertreten, von Hundeleckerlies über Bier, von Schmuck bis hin zu Kosmetik, gibt es da wirklich (fast) alles. Für jeden Geschmack und vor allem auch Geldbeutel ist etwas dabei!

Counselling via Pixabay

Jedenfalls begegnet man ihnen seit Kurzem überall und in den sozialen Medien wird heiß diskutiert, welchen Adventkalender man (oder zumeist doch eher frau) unbedingt haben muss. Was mir dabei besonders auffällt, ist wie viele Personen sich über die Preise mancher Kalender mokieren. Da wird ein Preisschild von € 45 als "überteuert" bezeichnet, obwohl sich da 24 Dinge, welcher Art auch immer, in dem Artikel verstecken. Rechnet man das um, relativiert sich der Gesamtpreis sehr schnell, aber die meisten scheinen in dem Denken Ein-Stück-ein-Preis gefangen zu sein. Klar, es gibt schon Exemplare, bei denen das Preis-Leistungsverhältnis schwer zu wünschen übrig lässt, der Großteil allerdings bietet nicht nur jede Menge vorweihnachtliche Überraschungen sondern auch noch eine Ersparnis obendrein. Dies heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass man nur wegen dem Geld, das man beim Kaufen sparen kann, überhaupt Geld ausgeben soll. Andererseits, man gönnt sich ja sonst nichts und ein Kalender in Ehren kann sich Mann oder Frau schon gewähren.

Wer sich nur schwer für oder gegen den Kauf entscheiden kann, sollte sich zwei wichtige Fragen stellen. Werde ich den Großteil des Inhalts tatsächlich verwenden/benutzen? Heutzutage findet man entweder direkt auf der Rückseite der Kalender Angaben zum Inhalt oder besonders hilfreich finde ich die Spoiler auf diversen Blogs, bei denen man vorab sieht, was einem geboten wird. Dies nimmt zwar die Überraschung, allerdings vermeidet man dadurch, dass diese böse wird und man nur Zeug ansammelt, das man gar nicht haben möchte. Wie ist es um das Preis-Leistungsverhältnis bestellt? Oft wird sogar damit geworben, wie hoch der Wert des Inhalts ist, wobei man solche Angaben teils mit Vorsicht genießen muss, denn UVPs entsprechen nicht immer dem tatsächlichen Verkaufspreis. Kurz gesagt, ist einem der Inhalt den Preis wert, kann man ruhig zugreifen, ansonsten lieber einen anderen in Betracht ziehen. Vielleicht ja einen von den folgenden?


Da stellt sich zum Abschluss die nicht unberechtigte Frage, ob ich mir einen Adventkalender kaufen werde? Noch ist nichts entschieden, allerdings habe ich mich bereits in den letzten Jahren zurückgehalten und werde dies voraussichtlich auch heuer so halten. Na gut, vielleicht einen mit Schoki und vielleicht schaffe ich es diesmal, ihn nicht bis zum Krampus zu leeren. *grins*

Was hältst du von dem mittlerweile fast unüberschaubaren Markt für Adventkalender? Wirst du dir dieses Jahr einen Adventkalender zulegen und falls ja, welchen hast du ins Auge gefasst?

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