Mittwoch, 29. November 2017

10 Dinge, die ich beim diesjährigen Ausmisten gelernt habe + Gewinnspiel

Das Ende ist nah und in einer Hinsicht sogar schon da. Obwohl ich eigentlich noch ein Zeitpolster dafür hätte, kann ich bereits jetzt vom erfolgreichen Abschluss meines Projekts 365 berichten. Entrümpelungstechnisch hat sich in diesem Jahr so einiges getan und ich habe es tatsächlich geschafft, mich von 365 Dingen* zu trennen, worauf ich zurecht stolz sein kann. Dies ist jedoch bei weitem nicht alles, denn ich habe mich während der letzten Monate nicht nur von Ballast befreit, sondern auch einige Einsichten gewonnen.

  1. Man muss die Scheuklappen ablegen. Erst als ich praktisch jedes Teil einzeln zur Hand genommen und eine klare Entscheidung getroffen habe, ist mir bewusst geworden, wie vieles ich nicht (mehr) brauche, aber aufgrund eines "blinden Flecks" in meiner Wahrnehmung dennoch behalten habe.
  2. Es geht um den Nutzen, nicht den (materiellen) Wert. Nur weil Dinge Geld gekostet haben, muss man nicht daran festhalten. Es geht nicht um den Preis, den etwas im Geschäft gekostet hat, sondern darum, ob man es tatsächlich verwendet.
  3. Vernunft geht vor Trennungsangst. Ernsthaft, wenn etwas bereits seit einem Jahrzehnt nicht zur Hand genommen wurde, dann geht die Wahrscheinlichkeit, es doch noch zu verwenden, gegen Null. 
  4. Zwischenlager sind keine Lösung. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Monaten oder sogar Jahren, auch nur ein Teil aus dem Keller wieder in die Wohnung geholt zu haben. Anders formuliert, es ist Zeit die Sperrmüllabfuhr zu bestellen.
  5. Es fängt mit dem Konsumverhalten an. Ich kaufe seit ein paar Jahren viel bewusster ein, was sich beim Ausmisten auffallend gezeigt hat. Fast alles, was ich weggegeben habe, stammt aus der Zeit bevor ich mein Kaufverhalten geändert habe.
  6. Das war noch lange nicht alles. Traurig aber wahr, ich habe zwar ordentlich reduziert, allerdings habe ich einiges gar nicht mehr in meinem Projekt untergebracht, unter anderem das gesamte Wohnzimmer und das vollgeramschte Kellerabteil. 
  7. Es geht nicht um eine bestimmte Zahl. Klar, ich habe mich der 365 verschrieben, weil es irgendwie einen guten Klang hatte. Im Grunde genommen geht es schlicht darum, sich von Unnötigem zu trennen, egal wie viel oder wenig dies sein mag. 
  8. Dinge zu spenden ist eine gute Sache. Und nachhaltig ist es obendrein. Beim lokalen SOMA bin ich mittlerweile gern gesehener Gast und ich werde auch in Zukunft Dinge für soziale Zwecke teilen.
  9. Tauschen ist eine echte Alternative. Vor allem wenn es um Bücher geht, bin ich extrem begeistert vom Tauschprinzip, wobei dieses natürlich für alle möglichen Bereiche eine großartige, Ressourcen schonende und Geld sparende Form des Konsums ist.
  10. Die Geschenkelade ist eine meiner schlechtesten Angewohnheiten. Irgendwann erschien mir diese eine gute Idee zu sein, mittlerweile ist sie mir jedoch ein Dorn im Auge, weil es im Prinzip nur "horten für andere" ist.


Wer mein Projekt aufmerksam verfolgt hat oder jetzt einen Blick zurückwirft, wird bemerkt haben, dass mir letzten Monat eigentlich nur noch eine Handvoll an Dingen gefehlt hat, um die Zahl 365 zu erreichen. Im Grunde hätte ich nun vielerlei ausmisten können, am Ende habe ich mich dann für etwas zur Weihnachtszeit passendes entschieden - Geschenke!

Wie bereits erwähnt, besitze ich eine gut bestückte Geschenkelade und deren Inhalt möchte ich mit euch teilen. In diesem Sinne verlose ich zwei Überraschungssets* zum Behalten oder Verschenken!
*Jedes Set besteht aus 14 Teilen (vielleicht sogar mehr, wer weiß), wobei der Inhalt großteils auf Etsy gekauft wurde. Darunter finden sich zB Notizbücher, Täschchen, Modeschmuck, Grußkarten, Magnete, etc. 

ACHTUNG - das Gewinnspiel ist nur für TeilnehmerInnen
 mit einer Anschrift in Österreich offen!

Um euch für das Gewinnspiel zu qualifizieren, gibt es zwei Bedingungen: tragt euch bitte im Rafflecopter ein (damit ich eure Kontaktdaten für den Fall eines Gewinns habe) und hinterlasst unter diesem Artikel einen Kommentar (die Fragen finden sich ebenfalls im Rafflecopter).
Wer nur eines davon macht, wird bei der Auslosung leider nicht berücksichtigt!

a Rafflecopter giveaway

Kommentare:

  1. Diese Aktion die du gemacht hat war echt toll. ich habe auch angefangen, bin aber anfangs gleich gescheitert.
    am nötigsten zum Ausmisten und räumen hat mein Bastelzimmer. Man glaubt gar nicht was sich da in vier Jahren angesammelt hat. und diesen Bereich werde ich in meinem Weihnachtsurlaub im Angriff nehmen.
    Liebe Grüße Birgit

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  2. Ich bin seit unserem Umzug (so ungefähr drei Jahre also 😅) permanent am ausmisten! Mitgezählt habe ich dabei nicht aber es ist so viel Kram weg und immer noch genug da. Ich fürchte das ist gerade mit Kind eine never ending story 🤔
    Liebe Grüße

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  3. Also ich muss so einiges ausmisten bei mir! Ich ziehe bald mit meinem Freund zusammen und muss deshalb mein altes Kinderzimmer und mein derzeitiges WG-Zimmer auf ein Minimum reduzieren. Es fühlt sich jetzt schon wie eine Lebensaufgabe an.. Aber was sein muss, muss sein :-)

    Liebe Grüße, Conny

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  4. Ich fange immer wieder an auszumisten, bin bisher aber wenig lang dran geblieben. Das ganze ist wohl ein Prozess, der ein bisschen dauert. Ich habe es aber auch nie "gelernt" Sachen wegzugeben etc. Bin in einem Umfeld aufgewachsen in dem man prinzipiell fast alles aufhebt, weil "könnte man ja nochmal gebrauchen". Aber ich habe mich schon sehr gebessert in den letzten Jahren. Wenn die Sachen (wirklich) noch was wert sind versuche ich sie zu verkaufen, sonst spende oder verschenke ich sie.
    Liebe Grüße
    Bettina

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  5. Hallo Birgit,

    ich habe dein Projekt immer mit großem Interesse verfolgt und finde es toll, wie konsequent du es durchgezogen hast.
    Bei mir stellt sich eher die Frage, welches Zimmer hat ausmisten nicht nötig. Aber da fällt mir leider keines ein ;). Also kann ich diese Frage nicht beantworten.
    Zu der Frage mit den 365 Dingen: wenn es alle Familienmitglieder betrifft, so ist diese Summe sicher kein Problem, müsste ich mich alleine von so vielen Dingen trennen, würde es mir doch schwer fallen. Aber ich miste immer hin und wieder etwas aus, das schaffe ich schon :)

    Liebe Grüße
    Angelika

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  6. Hallo Birgit,

    also meistens schenke ich meine aussortieren Dinge gern her, auch wenn es mir bisweilen echt schwer fällt mich von liebgewonnenen Dingen zu trenne. Daher habe ich besonders großen Respekt vor deiner Aktion :)

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  7. Hallo!
    Ich bewundere dich, 365 Dinge sind so viel, ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde.
    Am dringendsten hätte es wohl mein Schlafzimmer nötig, aussortiert zu werden. Vor allem meine "Erinnerungsboxen" und mein ganzes Make up. Wird dann wohl ein Neujahrsvorsatz draus :)
    LG,
    Alina

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  8. Alles wird verkauft, und dass was nicht verkauft wird wird verschenkt :D

    LG Valeria

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