Mittwoch, 24. Januar 2018

10 klangvolle Bezeichnungen für das liebe Geld

Wer sagt schon Geld, wo es doch so viele andere Namen bzw Synonyme für den schnöden Mammon gibt? Sieh da, hier wäre schon einer von vielen, die man im Laufe der Zeit für Geld verwendet hat. Über deren Herkunft wissen heute allerdings nur die Wenigsten Bescheid, deshalb dachte ich, es ist doch sicher recht unterhaltsam sowie lehrreich, euch andere Bezeichnungen, deren Ursprung und Bedeutung näher vorzustellen.

welcomia via Freepik

Zunächst ein wenig Basiswissen: das Wort Geld kommt aus dem Althochdeutschen, wo "gelt" Vergeltung, Vergütung, Einkommen oder Wert bedeutet. Obwohl manche Synonyme für Geld den Anschein erwecken, aus der Neuzeit zu stammen, weil sie im Laufe der Zeit phonetisch in "moderne" Begriffe übersetzt wurden, sind sie oft althergebracht und haben eine lange Geschichte. Außerdem hat der Gebrauch so mancherlei Namen sicherlich auch mit der alten Weisheit zu tun, dass man über Geld nicht spricht und deshalb traditionell gerne Umschreibungen benutzte. Ebenfalls diente so mancher Ausdruck in der Gaunersprache dazu, Außenstehenden gegenüber zu verbergen, worüber man eigentlich sprach.

Kies leitet sich vom jiddischen Wort "kis" ab und bezeichnet den "Geldbeutel". Im Rotwelsch (= Gaunersprache) wurde es zum "Sack, den Diebe mitnehmen, um das Gestohlene darin wegzutragen".

Kohle geht vermutlich auf eine Redewendung aus dem 18. Jahrhundert zurück, wobei Kohle vom Brennstoff zum Lebensstoff wird und die Redewendung "Kohle abbauen" sich auf Taschendiebstahl bezieht.

Kröten finden ihren Ursprung im niederdeutschen "Groten", welches "Groschen" bedeutet.

Mammon ist eine eher abschätzende Bezeichnung für Geld, denn ursprünglich war damit unredlich erworbener Gewinn gemeint, und leitet sich aus dem aramäischen "mamon" her, was "Vermögen" oder "Besitz" bedeutet.

Marie wird besonders in Wien gerne das Geld genannt, wobei bezüglich der Herkunft des Ausdrucks ein Zusammenhang mit dem Maria-Theresien-Taler vermutet wird.

Mäuse und Moos leiten sich vom jiddischen "moos" bzw "meus" ab und beides bedeutet schlicht "Geld". Auch diese beiden Worte nahmen Einzug in das gaunersprachliche Vokabular.

Moneten gehen aus dem lateinischen "moneta" hervor, was übersetzt "Münze" heißt. Moneta war übrigens der Beiname der Göttin Juno, in deren Tempel sich die Münzprägestätte befand.

Piepen ist ein in Deutschland recht gängiger Begriff für Geld, allerdings konnte ich hier leider keine Informationen zur Herkunft der Bezeichnung finden.

Schotter bezeichnet Kleingeld, wobei der Ursprung im Rotwelsch vermutet wird.

Zaster stammt aus der Sprache der Sinti/Roma und bedeutet "Eisen".

Welche(n) dieser Begriffe verwendest du am häufigsten für Geld? Kennst du noch weitere, hier nicht erwähnte Ausdrücke?

Kommentare:

  1. Gerstl und Knödel kenn ich noch. Und Netsch.

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    1. Die ersten beiden Bezeichnungen kannte ich noch gar nicht, aber Netsch hab ich auch schon öfters gehört.

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